Erdgasaustritt: Vorarlberger Baustelle wieder offen

Aufgrund eines Gasaustritts in Lustenau mussten Anwohner und Arbeiter in Sicherheit gebracht werden. Die Baustelle ist nun wieder frei gegeben.
Autor: APA Chronik, 18.10.2022 um 13:51 Uhr

Nach dem Erdgasaustritt bei einer Tiefenbohrung in Lustenau am Montagnachmittag sind am Dienstag die Arbeiten an der Baustelle wieder aufgenommen worden. Der geotechnische Sachverständige habe die Baustelle nach einer Prüfung wieder freigegeben, informierte die Gemeinde in einer Aussendung. Das Anbohren einer Gasblase hatte zu Explosionsgefahr und der Evakuierung von drei Wohnhäusern geführt.

Menschen wurden evakuiert

Auf der Baustelle, wo eine neue Wohnhausanlage entsteht, ist am Montag eine Erdwärme-Bohrung bis in 130 Meter Tiefe durchgeführt worden. Dabei wurde eine Erdgasblase angebohrt. Beim Ziehen der Bohrrohre trat eine unbestimmte Menge an Gas sowie eine Mischung aus Wasser und Sediment aus, so die Polizei. Sofort wurden die Gebäude im Umkreis von 60 Metern evakuiert und Absperrmaßnahmen getroffen. Sechs Personen mussten die Nacht im Hotel verbringen, ehe sie am Dienstagvormittag wieder in ihre Häuser zurückkehren durften. Auch ein Bohrhelfer, der mit Verdacht auf Gasvergiftung ins Spital eingeliefert wurde, war am Dienstag wieder einsatzbereit. Neben 80 Feuerwehrleuten, 17 Rettungssanitätern, 21 Polizisten und fünf Beamten der Sicherheitswache Lustenau war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Explosionsgrenze überschritten

Während des Gasaustritts gab es stark schwankende Konzentrationen, teilweise wurde nach Angaben der Gemeinde die unter Explosionsgrenze deutlich überschritten. Als die Gasmenge nach zwei Stunden deutlich zurückging, wurde die Schließung des Bohrlochs mit Beton beschlossen. Weil die Gasmessungen zunächst weiter positiv geblieben waren, war die Evakuierung über die Nacht bestehen geblieben.