Flughafen München: Klimaaktivisten kleben am Rollfeld

Aktivisten blockieren den Betrieb des Münchner Airports. Eine der beiden Start- und Landebahnen wurde gesperrt, die Polizei ist im Einsatz.
Autor: APA Chronik, 08.12.2022 um 11:23 Uhr

Wegen eines Klimaprotests ist nach Angaben des Münchner Flughafens am Donnerstag eine der beiden Start- und Landebahnen des Airports gesperrt worden. Laut einem Sprecher des Flughafens haben sich Aktivisten am Rollfeld im Norden des Flughafens festgeklebt. Mit Beeinträchtigungen im Luftverkehr sei zu rechnen. Die Polizei rückte zu einem Großeinsatz aus.

Aktivisten auch am Berliner Flughafen

Erneut haben Klimaschutz-Demonstranten nach eigenen Angaben auch versucht, den Betrieb am Berliner Flughafen zu stören. Nach Angaben des Airports gelang ihnen das am Donnerstagvormittag zunächst nicht. "Der Flugbetrieb ist aktuell nicht eingeschränkt." Es habe einen Einsatz im Sicherheitsbereich "wegen unbefugten Zutritts" gegeben. Mehr sei noch nicht bekannt. Der Einsatz dauere noch an.

Airport lahmgelegt

Ende November hatte die Gruppierung den Berliner Hauptstadtflughafen BER für fast zwei Stunden lahmgelegt. Damals verschafften sich zwei Gruppen Zugang zum Flughafengelände, einige der Personen hatten sich nach Polizeiangaben am Boden festgeklebt. Die Gruppe selbst teilte mit, dass einige Aktivisten mit Fahrrädern über das Gelände gefahren seien. Der Berliner Flughafen hatte den Betrieb auf beiden Start- und Landebahnen gestoppt.

„Letzte Generation“ stellt Forderungen

Die Gruppe "Letzte Generation" zeigte sich für die Aktion am Donnerstag verantwortlich. Die Gruppe, die zuletzt auch häufig Straßen in München und Berlin blockierte, verlangt von der Regierung einen besseren Klimaschutz und fordert unter anderem ein Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen und ein Neun-Euro-Bahnticket für ganz Deutschland.