Kolumbien: Schwangere ermordet und Baby herausgeschnitten

Um ihr das ungeborene Baby wegzunehmen, wurde eine hochschwangere Obdachlose in Kolumbien getötet.
Autor: APA Chronik, 20.04.2022 um 10:38 Uhr

Der Frau sei die Kehle aufgeschlitzt worden, sagte der Bürgermeister der Stadt Soacha, Juan Carlos Saldarriaga, am Dienstag einem örtlichen Radiosender. Dann sei ihr das Baby aus dem Bauch herausgeschnitten worden. Die Polizei hatte die Leiche der Frau vergangene Woche in dem nahe der Hauptstadt Bogotá gelegenen Ort gefunden. Das Baby überlebte und kam in staatliche Obhut.

Von einer Frau in Auftrag gegeben

Die Frau war in der 37. Woche schwanger, hätte also bald entbunden. Mit dem Versprechen, dass sie Essen bekomme, sei sie offenbar in ein entlegenes ländliches Gebiet gelockt und dort ermordet worden, erklärte Saldarriaga. Als Auftraggeberin der Tat wurde eine Frau festgenommen, die kurz zuvor eine Fehlgeburt erlitten hatte. Sie soll einem Mann umgerechnet rund 3.700 Euro gezahlt haben, um ihr das Baby der schwangeren Obdachlosen zu beschaffen. Der Mann wurde noch nicht gefasst.