Knalleffekt: Johnny Depp beruft gegen Heard-Urteil

Es war eine Schlammschlacht vor Gericht und fesselte Millionen. Der Prozess von Johnny Depp gegen seine Ex Amber Heard. Gegen einen Teil des Urteils legt der Superstar nun Berufung ein.
Autor: APA Chronik, 04.11.2022 um 09:14 Uhr

US-Schauspieler Johnny Depp (59) hat gegen einen Teil des Jury-Urteils im Verleumdungsprozess zwischen ihm und seiner Ex-Frau Amber Heard (36) Berufung eingelegt. Das Anwaltsteam des "Fluch der Karibik"-Stars reichte den Antrag bei einem Berufungsgericht in Fairfax County im US-Bundesstaat Virginia ein, wie US-Medien am Donnerstag (Ortszeit) berichteten.

Die Entscheidung der Geschworenen, dass Depp zwei Millionen Dollar Schadenersatz an Heard zahlen müsse, sei fehlerhaft gewesen, machen die Anwälte in dem Dokument geltend. Nach einem sechswöchigen Verleumdungsprozess, in dem sich die früheren Eheleute häusliche Gewalt vorgeworfen hatten, stellte sich die Jury Anfang Juni größtenteils auf die Seite Depps - gab aber auch Heard in einigen Punkten Recht.

Es geht um Millionensummen - auch Heard beruft!

Wegen Verleumdung muss die Schauspielerin Depp über zehn Millionen Dollar Schadenersatz zahlen. Depp wiederum schuldet ihr nach Entscheidung der Jury zwei Millionen Dollar für Aussagen seines Ex-Anwalts Adam Waldman, die Heards Ruf geschädigt haben sollen.

Waldman hatte 2020 in einem Zeitungsinterview von Heard geäußerte Missbrauchsvorwürfe als Schwindel bezeichnet. Die Schauspielerin sah das als Verleumdung an. Depp argumentierte, dass er für die Aussagen seines Anwalts nicht verantwortlich gewesen sei.

Auch Heard stemmt sich gegen den Schuldspruch, demzufolge sie gut zehn Millionen Dollar an Depp zahlen müsste. Im Juli war sie zunächst mit einem Antrag auf eine Aufhebung des Urteils gescheitert. Nun läuft ein Berufungsantrag. Das Gericht habe einen Fehler gemacht und damit ein faires Urteil verhindert, argumentiert Heards Team.