Kindersonnencremes im Test: Teure Marken fielen durch

21 Kindersonnencremes aus Drogerien und Apotheken wurden getestet. Am besten schnitten die günstigen Produkte ab.
Autor: APA Chronik, 09.06.2022 um 11:54 Uhr

Zu Sommerbeginn hat Ökotest wieder Sonnenschutzmittel für Kinder auf problematische Inhaltsstoffe untersucht. Von 21 Produkten rasselten fünf durch, darunter drei hochpreisige Markenartikel.

9 Produkte erhielten die Note "sehr gut"

Die gute Nachricht: 9 Produkte können mit der Gesamt­note „sehr gut“ empfohlen werden. Darunter die Marken Alverde Kids, Lavera Kids, Avène, Babydream, Babylove, Hipp, Ladival, Paediprotect und Sundance. 5 Produkte der Marken Eco Cosmetics, Bevola, Garnier, Lavozon und Nivea Sun Babies wurden „gut“ befunden.

Teure Markenartikel fielen durch den Test

Die schlechte Nachricht: 5 Sonnencremes sind beim Test durchgerasselt. Darunter auch hochpreisige Markenartikel wie Eucerin Sensitive, La Roche-Posay, Lancaster und Ream Sun Care. Analysiert wurden Kindersonnencremes mit sehr hohem Lichtschutzfaktor (50 oder mehr), die in Drogerien, Supermärkten, Apotheken und im Reformhaus erhältlich sind. Sie sind parfumfrei oder gelten als sensitiv. 

Günstig ist in diesem Fall besser

Im Labor wurde dann geprüft, ob die Cremes bedenkliche UV-Filter wie Octocrylen, halogenorganische Verbindungen oder Formaldehyd/-abspalter enthalten. Das Ergebnis: 14 Produkte können empfohlen werden, neun davon erhielten sogar die Note "sehr gut", darunter auch Eigenmarken von Drogerien. Gesunder Sonnenschutz sei somit recht preisgünstig zu haben.

Testverlierer erhielt Silberchlorid

Vier Cremes stuften die Tester als "mangelhaft" ein, eine sogar als "ungenügend". So stecke laut Ökotest in drei Produkten Octocrylen, in einem der chemische UV-Filter Homosalat, der laut Tierversuchen Leber, Nieren und Schilddrüse schädigen könnte. Im Testverlierer "Sunozon Kids Sonnenmilch 50+" wurde sogar Silberchlorid nachgewiesen, ein Inhaltsstoff, der in Produkten für Kinder unter drei Jahren nichts zu suchen hat. Zwei weitere Erzeugnisse der Marken Naturell Sun Kids und Nivea Sun Kids landeten als "befriedigend" im Mittelfeld. Grundsätzlich raten die Konsumentenschützer, Sonnenmilch immer dick und mehrfach aufzutragen. Nach dem Schwimmen sollte man nachcremen.

Hier gehts zum gesamten Test.