Berlin: Ermittlungen zu Fall Kellermayr eingestellt

Die oberösterreichische Ärztin Lisa-Marie Kellermayr beging im Sommer 2022 Suizid. Grund waren massive Drohungen gegen ihre Person und ihre Praxis, auch aus Deutschland. In Berlin wurde ein Verfahren jetzt eingestellt.
Autor: APA Chronik, 20.01.2023 um 10:06 Uhr

Im Fall der von Impfgegnern bedrohten oö. Ärztin Lisa-Maria Kellermayr, die im Sommer 2022 Suizid begangen hat, sind nun in Berlin die Ermittlungen eingestellt worden. Die 36-Jährige hatte über Monate auch aus Deutschland Drohungen per E-Mail und über Soziale Medien erhalten. Eine E-Mail Adresse aus Berlin konnte niemanden zugeordnet werden, bestätigte Oberstaatsanwalt Sebastian Büchner einen Bericht im Ö1-Morgenjournal am Freitag. In München und Wels wird noch ermittelt.

Die Ermittlungen in Berlin haben ergeben, dass besagte E-Mail-Adresse im Darknet angelegt worden seien dürfte. "Insofern haben wir keine Anhaltspunkte dafür, ob derjenige, der auf den ersten Blick hinter der Adresse zu stehen scheint, tatsächlich der Urheber war, oder ob seine Personalien missbräuchlich verwendet wurden", begründete Büchner die Einstellung.

Ermittlungen in München und Wels gehen weiter

Anders die Situation bei der Generalstaatsanwaltschaft München. Nach einer Razzia Anfang August 2022 war ein mittlerweile 61-Jähriger in Verdacht geraten, die oö. Allgemeinmedizinerin im Internet bedroht zu haben. Das Verfahren gegen ihn ist noch anhängig. Auch in Wels sind die Ermittlungen - allerdings gegen unbekannt - noch nicht abgeschlossen, meinte eine Staatsanwaltschaftssprecherin.