Hochsaison für Taschendiebe auf den Christkindlmärkten

Im dichten Gedränge haben die Taschendiebe besonders leichtes Spiel. Deshalb wird die Polizeipräsenz verstärkt.
Autor: APA Chronik, 10.12.2022 um 11:53 Uhr

Die Wiener Christkindlmärkte werden heuer regelrecht gestürmt. Ihre Überwachung ist in den vergangenen Jahren stetig verstärkt worden, die Polizei sowohl in Uniform als auch in Zivil im Einsatz. "Der Schwerpunkt liegt auf dem konsequenten Vorgehen gegen Eigentumskriminalität, im Wesentlichen Diebstähle", heißt es aus dem Innenministerium. Ein weiterer Fokus seien Maßnahmen zur Prävention terroristischer Bedrohungen.

110 Polizisten in Zivil und Uniform unterwegs

An Tagen mit besonders starkem Besucherzustrom werden gut 110 Polizistinnen und Polizisten zusätzlich zum Einsatz zwischen Punsch- und Lebkuchenstandln abkommandiert. "Die Christkindlmärkte sind so gut besucht wie schon lange nicht. Viele Gäste aus nah und fern, Familien und Kinder genießen die vorweihnachtliche Zeit auf diesen Märkten. Unsere Polizei ist in Zivil und in Uniform zur Sicherheit der Bevölkerung und auch gegen Diebstähle verstärkt im Einsatz", so Innenminister Gerhard Karner (ÖVP). Über die ganze Adventzeit werden demnach im Schnitt rund 100 Diebstähle im Umfeld von Weihnachtsmärkten angezeigt.

Für terroristische Bedrohung gerüstet

Aktuell bestehe zwar "keine konkrete terroristische Bedrohung, aber grundsätzlich eine allgemein erhöhte Gefährdungslage für europäische Staaten", so die Lagebeurteilung aus dem Innenressort. In Wien halte sich daher täglich "eine ausreichende Zahl von Polizistinnen und Polizisten für derartige Bedrohungslagen" - eine niedrige dreistellige Zahl, wie es heißt - in Bereitschaft.