Giraffenbaby Amari feiert ersten halben Geburtstag

Mama Fleur wollte sie nicht säugen, jetzt stehen Kuhmilch und Blätter auf dem Menüplan.
Autor: APA Chronik, 21.07.2022 um 11:51 Uhr

Giraffen-Jungtier Amari wird am 23. Juli bereits ein halbes Jahr alt und hat sich in den vergangenen sechs Monaten prächtig entwickelt.

"Baby" ist mittlerweile zwei Meter groß

"Mittlerweile misst Amari deutlich über zwei Meter und ist voller Energie. Mit ihrer langen, blauen Zunge zupft sie schon sehr gerne gemeinsam mit dem Rest der Gruppe an frischen Blättern, weiterhin wird aber auch noch mit Holstein-Kuhmilch zugefüttert", berichtete die zoologische Abteilungsleiterin Eveline Dungl.

 

Schwieriger Start mit Mama Fleur

Die Mitarbeiter im Zoo machten sich große Sorgen um das frisch geborene Giraffenbaby, weil das Säugen bei Mama Fleur nicht klappte. Die Beziehung zwischen Mama und Baby musste sich erst entwickeln. Nach wie vor ernährt sich Amari hauptsächlich von Kuhmilch. Der Speiseplan des Jungtiers konnte aber schon mit Heu und Blättern erweitert werden.

Blätter und Rinde stehen am Speiseplan

Eigene Asthalterungen ermöglichen die Fütterung auf Kopfhöhe der Giraffen. Dabei lassen sich die Giraffen nicht nur die Blätter, sondern auch die Rinde schmecken. "Einige der Äste werden auch in Halterungen am Boden der Anlage fixiert, denn die Tiere lieben es, sich mit den dünnen, weichen Zweigen an Körper und Beinen zu kratzen", so Dungl.

Zweige aus Wienerwald und Lobau

"Einen großen Teil der Äste und Blätter, die unsere Giraffen fressen, bekommen wir traditionell vom Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien zur Verfügung gestellt. Ein- bis zweimal pro Woche kommen Zweige von Laubbäumen wie Pappel, Feldahorn, Esche, Hain- und Rotbuche und Robinien aus der Forstverwaltung Wienerwald und Lobau in den Zoo. Robinien sind besonders beliebt bei unseren Giraffen", so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck.