Gambia: 96 Kinder sterben wegen verunreingtem Hustensaft

Die WHO schlägt Alarm: Die Kinder starben aufgrund von akutem Nierenversagen.
Autor: APA Chronik, 10.10.2022 um 10:11 Uhr

Die Zahl der Todesfälle durch verunreinigte Husten- und Erkältungssäften in Gambia ist laut Gesundheitsministerium des Landes auf 69 gestiegen.

Kinder starben an Nierenversagen

Die in Gambia vertriebenen Säfte stehen nach WHO-Angaben im Verdacht, akutes Nierenversagen auszulösen. Bei den Toten handelt es sich demnach um Kinder, die unter fünf Jahre alt waren. Am Samstag hatte Präsident Adama Barrow die Lizenz für den in Verdacht stehenden indischen Pharmahersteller Maiden Pharmaceuticals Limited beendet.

Medikamente auch in anderen Ländern

Die WHO untersucht nach eigenen Angaben den Vorfall in Zusammenarbeit mit der Herstellerfirma und indischen Behörden. Es sei nicht auszuschließen, dass die fraglichen Medikamente auch in weiteren Ländern verwendet wurden.

Hustensaft in Indien hergestellt

Maiden Pharmaceuticals teilte am Samstag mit, man sei über die Situation in Gambia geschockt, und verwies auf Qualitätstests durch indische Gesundheitsbehörden Anfang Oktober. Die Laborergebnisse stünden bisher jedoch aus. Indien ist als Apotheke der Welt bekannt und stellt viele Medikamente kostengünstig besonders für ärmere Länder her.