Eklat am Platz: Zuschauer trat Spieler ins Gesicht

Zuerst stritten nur die Spieler, dann mischten sich die Zuschauer ein. Das führte zu einer Massenschlägerei.
Autor: APA Chronik, 04.04.2022 um 15:09 Uhr

Unfassbare Szenen haben sich am Sonntagnachmittag bei einem Fußballspiel in Wien-Favoriten abgespielt: Ein Zuschauer soll einem Spieler mit dem Fuß gegen den Kopf getreten haben, der 28-Jährige erlitt schwere Verletzungen und wurde bewusstlos in ein Spital gebracht, berichtete Andreas Huber, Sprecher der Wiener Berufsrettung.

Massenschlägerei auf dem Platz

Am Montag ging es dem Opfer laut einem Sprecher des Wiener AKH bereits besser. Er befand sich auf einer normalen Pflegestation, hieß es auf Anfrage. Schauplatz war ein Match in einer unteren Klasse zwischen SG United und dem SV Penzing auf dem Fußballplatz in der Heubergstättenstraße 1. Laut Polizei kam es gegen 16.45 Uhr zuerst unter mehreren Spielern zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Schließlich mischten sich auch Betreuer und Zuschauer ein, woraus sich eine Massenschlägerei entwickelte.

Dem Spieler ins Gesicht getreten

Ein derzeit noch unbekannter Zuseher soll einem am Boden knienden Spieler des SV Penzing ins Gesicht getreten haben. Das Opfer brach bewusstlos zusammen, wurde von der Wiener Berufsrettung erstversorgt und vom Notarzthubschrauber Christophorus 9 ins Spital geflogen, so Huber. Mehrere Beteiligte an der Rauferei wurden ebenfalls leicht verletzt.

Schwere Körperverletzung

Beamte des Stadtpolizeikommandos Favoriten stellten Videomaterial sicher, um den genauen Tathergang zu ermitteln. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der absichtlich schweren Körperverletzung und der Rauferei gegen mehrere Beteiligte sind im Gange. Der Wiener Fußballverband (WFV) wird den Fall ebenfalls bei seinem Strafausschuss am Mittwoch behandeln, sagte Johannes Dobretsberger (Vorstand WFV). Als Anhaltspunkte werden neben dem Schiedsrichterbericht auch diverse Zeugenaussagen von Spielern und Vereinsverantwortlichen herangezogen. Diese würden derzeit eingeholt, ließ der WFV wissen.