Drogen: Todeszahlen unter US-Jugendlichen steigen stark

Die USA leiden schon lange unter einer Drogenkrise. Jetzt erwischt es aber immer mehr Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren. Der Hauptgrund: Überdosierungen der Modedroge Fentanyl.
Autor: APA Chronik, 16.12.2022 um 13:00 Uhr

Die Zahl der an einer Drogen-Überdosis gestorbenen Kinder und Jugendlichen ist in den USA dramatisch gestiegen. Von 2019 bis 2021 habe sich die Zahl der Drogen-Todesfälle unter den Zehn- bis 18-Jährigen mehr als verdoppelt, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC. Sie warnt darin vor allem vor gefälschten Tabletten mit dem synthetischen Opioid Fentanyl als Inhaltsstoff.

Die durchschnittliche Rate von Drogentoten pro Monat stieg bei den Heranwachsenden zwischen 2019 und 2021 den Angaben zufolge um 109 Prozent. Die Zahl der Überdosis-Fälle im Zusammenhang mit Fentanyl sprang sogar um 182 Prozent nach oben. Insgesamt ging den von der CDC vorgelegten Zahlen zufolge der illegale Drogenkonsum unter den Zehn- bis 18-Jährigen aber zurück. Dies lasse vermuten, dass der Anstieg an Todesfällen eher mit einer höheren Dosierung der Drogen als mit häufigerem Konsum zusammenhänge, erklärte die Gesundheitsbehörde.