Baby geschüttelt: Vater muss 1.800 Euro Strafe zahlen

Ein Vorarlberger schüttelte sein schreiendes Baby so lang bis es in den Hirnhäuten und den Augen blutete. Jetzt wurde er verurteilt.
Autor: APA Chronik, 24.08.2022 um 10:46 Uhr

Schreibabys können einen an den Rand der Verzweiflung bringen, doch bevor man körperlich handgreiflich wird, muss man sich Hilfe suchen. Das tat ein 28-jähriger Vorarlberger nicht, jetzt wurde er vom Landesgericht Feldkirch verurteilt.

"Er hörte nicht auf zu schreien"

Der Mann hat seinen nur wenige Monate alten Sohn mehrmals geschüttelt. Das Kind, heute 15 Monate alt, wurde einmal im Frühsommer 2021, dann noch einmal im Oktober, misshandelt. Beide Male wurde der Bub heftig geschüttelt. Dadurch erlitt er Einblutungen in den Hirnhäuten und den Augen.

Spätfolgen sind wahrscheinlich

Ob Spätfolgen zurückbleiben, lässt sich laut Gutachter noch nicht sagen. Glaubt man der Statistik, muss die Frage allerdings bejaht werden. "Ich war einfach überfordert, mein Sohn hörte nicht auf zu schreien", bedauerte der 28-Jährige sein Verhalten vor Gericht.

1.800 Euro Geldstrafe für Vater

Wegen schwerer Körperverletzung wurde eine bedingte Haftstrafe von sechs Monaten sowie eine unbedingte Geldstrafe in Höhe von 1.800 Euro ausgesprochen. Der Kindesvater bekannte sich vollumfänglich schuldig. Bisher war er unbescholten, weshalb die Freiheitsstrafe von sechs Monaten bedingt nachgesehen wurde.

Krankenkasse will Schadenersatz

Die Geldstrafe von 1.800 Euro muss er bezahlen, ebenso die Schadenersatzforderungen der Krankenkasse. Diese belaufen sich auf über 41.000 Euro. Dem verletzten Buben schuldet der Vater ein Teilschmerzengeld in der Höhe von 5.000 Euro. Auch für künftig auftretende Gesundheitsschäden haftet der Verurteilte.