„Hassartikel“: Andreas Gabalier greift Kritiker frontal an

In der Kronen Zeitung zeigt sich Gabalier nach seiner Weihnachtsshow von den Reaktionen im Netz enttäuscht. Besonders ein Verriss des Kurier-Redakteurs Guido Tartarotti geht dem Volks-Rock`n`Roller an die Nieren:

Kritik ist ja ok, aber was da der Herr Guido Tartarotti zum Beispiel im „Kurier“ geschrieben hat, das hat mit Kritik nichts mehr zu tun. Das ist ein reiner Hassartikel.

„Weihnachten auf der HNO-Ambulanz“ lautete der Titel von Tartarotti. Gabalier findet das ganz und gar nicht witzig. „Warum muss ich Leute gegenseitig so aufhussen?“ fragt der Steirer erbost. Das finde er bedenklich und einfach nur traurig. Es gehe um einen Grundrespekt voreinander, der mit diesem Hassartikel völlig verloren gehe. Das habe auch mit Satire nichts zu tun.

Im Übrigen sei Musik in erster Linie eine Geschmacksfrage und der Neid sei halt nirgends so groß wie in Österreich:

Das ist reine Missgunst, zumal ich ja bei keiner politischen Diskussionssendung, sondern in Unterhaltungsshows war. Geschmäcker sind immer verschieden, meine Oma hat auch nicht Metallica gehört - und die füllten die Stadien.

Gabalier bleibt aber bei all dem Hass entspannt: Mein Hirschleder ist dick genug, und mir ist das nach all den Jahren noch immer wurscht, weil ich immer abwäge, wie viele Hunderttausende Leute eine Freud gehabt haben und sich das Album gekauft haben.“ Und immerhin habe auch die Quote gestimmt.

Autor: Robert Eichenauer, 08.12.2020