PolizistIn: Ein Albtraumjob

PolizistIn sein ist in unserem Land wahrlich kein Honiglecken.
Autor: Gerhard Gall, 14.03.2022 um 10:26 Uhr

In Oberösterreich fehlen aktuell 300 Polizisten. Mit ein Grund, warum allein in unserem Bundesland im vorigen Jahr von Jänner bis November im Polizeidienst mehr als 670.000 Überstunden angefallen sind. Viel Glück und Geduld bei der Personalsuche, Herr Minister Karner! Sie werden es brauchen – denn: PolizistIn sein ist in unserem Land kein Honiglecken.

Demo-Albtraum

Nicht so krass wie Gesundheitsminister aber in vielfacher Hinsicht dennoch zunehmend ein Albtraumjob: Zwei Jahre Corona sind zudem für die uniformierten Freunde und Helfer zum Dauer-Stresstest geworden. Sie werden bei Schwurbler-Aufmärschen bespuckt, beschimpft und provoziert. 50-jährige bis dato unauffällige Hausfrauen bewerfen sie mit Bierflaschen (O-Ton eines Einsatzleiters), Rechts-Marschierer schmeißen mit Feuerwerkskörpern. Und sozial gestörte Jungkriminelle möchten „den Feind“ gar am liebsten brennen sehen, wie ein Vorfall in Linz zu Tage brachte.

Mit Stahl und Samt

Man braucht in dem Job nicht nur Nerven aus Stahl, sondern auch dicke Samthandschuhe: Bei jedem Haucherl brüllen Provokateure und Demo-Deppen sofort „Polizeigewalt“ und versuchen – wie bei der Lobau-Räumung – jedes behördliches Einschreiten als Gewalt-Exzess oder Prügel-Orgie darzustellen. Im tiefsten Sumpf der sozialen Medien finden solche Untergriffe dann Zuspruch. So schaut‘s aus, wenn man sich heutzutage für einen Polizeijob bewirbt.