Schönheit muss leiden: Die Oscar-Vorbereitungen der Stars

Am 4. März finden die 90. Oscar-Verleihungen statt. Seit Monaten bereiten sich die Stars darauf vor: Das Kleid, das Fitnesstraining, die Frisur – all das will geplant sein für den perfekten Auftritt am roten Teppich.

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Gwyneth Paltrow weiß, wie der perfekte Auftritt gelingt Foto: Matt Petit / Zuma / picturedesk.com

Die Oscar-Gala ist für die Filmszene der Höhepunkt eines jeden Jahres. Egal, ob nominiert oder nicht, an diesem Tag stehen die Promis im Rampenlicht und geben sich größte Mühe, perfekt auszusehen – am liebsten möchten sie noch schöner strahlen, als die goldige Oscar-Trophäe.

Kleid sucht Fitnesstraining

Im letzten Moment panisch vor dem Kleiderschrank stehen und nicht wissen was anziehen? Gibt's bei den Oscars nicht. Denn die erste – und wohl auch wichtigste – Entscheidung ist die nach dem passenden Kleid. Rückenfrei, ärmellos, beinbetont, die Auswahl ist groß. Mithilfe der großen Designer finden die Stars aber dann doch das – in ihren Augen – passende Kleid. Nun braucht es nur noch das darauf abgestimmte Fitnesstraining. Hat das Kleid einen freien Rücken? Dann muss der besonders trainiert werden, denn nur ein schöner Rücken kann auch entzücken. Bei einem schulterfreien Kleid werden die Promis wohl oder übel mehr Liegestützen machen müssen und wer seinen Po ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken möchte, kommt um Kniebeugen nicht herum.

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Eiserne Disziplin: Tracy Anderson ist der Fitness-Guru der Stars Foto: John Nacion / PA / picturedesk.com

Schnipp, Schnapp

Gegen schmale Lippen, Krähenfüße und Fältchen hilft auch kein Sportprogramm. Da gibt's nur ein: Der Doc muss her! Anstehende Schönheitsoperationen müssen, je nach Aufwand, einige Monate vor der Oscar-Verleihung stattfinden, schließlich muss ja auch alles wieder gut abheilen, um möglichst natürlich auszusehen – da dementiert man eben mit Schlauchbootlippen einen Besuch beim Schönheitsarzt.

Ebenfalls sehr beliebt: Botox. Hilft überall. Lähmt Falten im Gesicht, in die Achseln gespritzt verhindert es nervöse Schweißausbrüche und gönnt man seinen Füßen eine Injektion, kann man in den High Heels länger durchhalten. Ob Schönheit doch leiden muss?

Haarige Angelegenheit

Nur der Chirurg darf einige Monate vor der Verleihung an den Promis rumschnibbeln, der Frisur muss seine Schere in Zaum halten. Denn die Stars haben Friseurverbot! Für eine glamouröse Frisur für die Nacht der Nächte brauchen die Friseure des Vertrauens nämlich etwas, womit sie arbeiten können. Ist doch zu wenig Haarpracht  vorhanden, helfen Extensions.

Eine kopflastige Angelegenheit diese Haare, denn woanders als auf dem Haupt sind feine Härchen gänzlich unerwünscht und werden gnadenlos weggelasert.

Lächeln, bitte

Die fünf Minuten, die die Promis über den roten Teppich ziehen, wollen gut genutzt sein: Am besten beeindruckt man die Fotografen mit einem Lächeln. Damit dieses nicht nur strahlend, sondern strahlend weiß ist, gehen die Stars kurz vor den Oscars natürlich zum Zahnarzt und lassen sich die Zähne aufhellen.

Strenge Diät

Die meisten Stars sind irgendwie doch immer auf Diät … aber einen Monat vor den Oscars legen sie noch einem einen Zahn zu und überflüssige Pfunde ab. Weizenmehl und Zucker verschwinden aus dem Speiseplan. Hartgesottene nehmen sogar Darmspülungen zum Entgiften in Kauf. Damit am Abend ja kein unangenehmer Blähbauch das schöne Kleid verschandelt, nehmen manche sogar eine Woche vorher nur noch Flüssignahrung zu sich. Na Prost.

Vampir-Liftings & Sonnenstudio

Puh, ganz schön anstrengend so eine Oscar-Verleihung. Wer stundenlang trainiert und sich nur von Smoothies ernährt, wirkt irgendwann ganz schön ausgezehrt. Ein Mini-Urlaub im Sonnenstudio schafft da Abhilfe. Und damit die Haut im Gesicht strahlt, straff und rein ist, spielen die Stars Vampir und lassen sich ihr eigenes Blut injizieren.

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Jennifer Lawrence hält ihre Haut mit probiotischen Drinks jung Foto: Doug Peters / PA / picturedesk.com

Üben, üben, üben

Nein, nicht die Dankesrede. Sondern das Laufen in den High Heels. Jede Frau weiß, wie schmerzvoll neue Schuhe sein können. Deswegen sorgen die Promis vor und beginnen rund einen Monat vor den Oscars ihre Schuhe einzulaufen.

Bling, Bling

Diamonds Are a Girl's best Friend? Saphire, Rubine oder Smaragde gehen auch! Zusammen mit namhaften Juwelierhäusern wird kurz vor der großen Gala der passende Schmuck ausgewählt und kann dann auf dem roten Teppich stolz zur Schau gestellt werden.

Ausgebucht

Sind einige Tage vor der Verleihung so gut wie alle Kosmetikstudios. Von nährenden Masken  bis hin zu Facials gönnen die Stars ihrer Haut noch den letzten Schliff. Die Haut wird mit Diamanten gepeelt, mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Mila Kunis soll sage und schreibe 7.000 Dollar für so eine Behandlung ausgegeben haben.

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Mila Kunis blätterte 7.000 Dollar für ein Peeling hin Foto: F. Sadou / Zuma / picturedesk.com

Pickelalarm

Was, wenn kurz vor dem großen Auftritt ein unschöner Pickel das Gesicht ziert? In diesem Fall haben die Stars natürlich die ganz persönliche Notfallnummer der Visagisten ihres Vertrauens – die wissen dann schon, was zu tun ist. Stars wie Jennifer Lawrence oder Gwyneth Paltrow wurde überdies empfohlen, täglich probiotische Drinks einzunehmen, um eine reine Haut zu garantieren.

Der große Tag

Bereits am Morgen der Oscar-Verleihung bekommen die Stars Besuch von Kosmetikern und Friseuren. Einen Termin sollte man sich da ja früh genug machen, die Stars unter den Visagisten sind gänzlich ausgebucht. Ist man dann top gestylt, wird das Kleid angezogen, doch auch das was drunter ist, ist wichtig. Sollte der Po trotz Training nicht ganz so knackig wie erhofft sein, hilft Shape-Wear weiter. Damit man bei tief ausgeschnittenen oder eng anliegenden Kleider keine Abdrücke von einem zu engen BH sieht, verzichten viele Promis zwölf Stunden vor der Verleihung auf enge Unterwäsche.

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Cate Blanchett reiste 2015 mit dem Bus an, um ja nicht ihr Kleid zu zerknittern Foto: MIKE NELSON / EPA / picturedesk.com

Die Anreise

Tür auf, rein in die Limousine, beim  roten Teppich wieder galant aussteigen? So einfach ist das nicht. Denn manche Kleider könnten ja knittern. Um ja nicht sitzen zu müssen reiste Cate Blanchet einmal sogar extra mit einem Bus anstelle einer Limousine an. Andere Stars umgehen das leidige Sitzen, indem sie die Fahrt liegend auf der Rückbank absolvieren. Gemütlich auf der Couch zu lungern und die Show im Fernsehen zu verfolgen erscheint plötzlich so reizvoll …

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