Die verbotene Liebe von Prinzessin Margaret

Wer derzeit den Netflix-Reißer „The Crown“ verfolgt, durstet nach immer mehr Informationen über das private Leben der Royals. Von besonderem Interesse ist durch die Serie weniger die Queen selbst geworden, sondern vielmehr ihre Schwester Prinzessin Margaret.

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Prinzessin Margaret und ihr Liebesleben Foto: akg-images / picturedesk.com

Die Zweitgeborene war schon früh rebellisch und verliebte sich nicht immer in die als „richtig“ erachteten Männer. Ihre junge Liebe zu dem geschiedenen Berater und Kriegshelden Peter Townsend wurde ihr von der Königsfamilie sowie der britischen Regierung verboten, als sie zarte 25 Jahre alt war. Er soll die Liebe ihres Lebens gewesen sein, doch wie es die royale Etikette bekanntlich oft wünscht, ist eine solch "skandalöse" Verbindung zu unterlassen.

Doch auch Tony Armstrong-Jones, ihr späterer Ehemann, war zumindest anfänglich ein Anathema für ihren Stand und nicht unbedingt das, was einer Prinzessin gebührt. Seit 400 Jahren war er der erste Bürger, der in die royale Familie eingeheiratet hat. Die Netflix-Serie spiegelt ihre Beziehung zwar zum Großteil wahrheitsgetreu wider, fügt jedoch auch wie erwartet einige Entertainment-Bausteine dazu. Wir verraten Ihnen jedoch fünf Fakten über Prinzessin Margarets umstrittene Liebe.

1. Verlobung mit Townsend abgesagt

Die Briten hatten die Liebelei zwischen Prinzessin Margaret und Peter Townsend längst spitzbekommen und lange auf eine öffentliche Bekanntgabe ihrer Verlobung gewartet. Die Prinzessin wurde jedoch schnell aufgeklärt, dass eine Heirat mit ihm bedeuten würde, ihre royalen Rechte, ihr Einkommen sowie ihr Heimatland für mindestens fünf Jahre aufzugeben. In einem öffentlichen Statement gab sie kurz darauf bekannt, ihre Beziehung zu Group Captain Townsend sei vorbei.

2. Ehemann als Lückenbüßer?

Viele böse Zungen behaupten, dass der Fotograf Armstrong-Jones lediglich ein Lückenbüßer für die Prinzessin war, um über Townsend hinwegzukommen. Laut ihrem Biografen Christopher Warwick ist das jedoch völliger Unsinn. Nachdem er sie mit dieser Annahme konfrontierte, antwortete sie ihm: „Ich habe Tony fünf Jahre nach dem Ende mit Peter Townsend geheiratet“. Diese Aussage sollte reichen...

3. Bekanntgabe der Verlobung aufgeschoben

Anne de Courcy schreibt in ihrem Buch „Snowdown: The Biography“, dass Margaret die Verkündung ihrer Verlobung mit Armstrong-Jones verzögern musste, doch dafür gab es einen guten Grund: Die Queen war zum dritten Mal schwanger. Sie fragte ihre Schwester, ob sie sich damit zurückhalten könnte, bis Prinz Andrew das Licht der Welt erblickte. Ihre Segen hatte sie ihr jedoch bereits erteilt.

4. Uneheliches Kind

2004 machte Polly Fry einen DNA-Test, um zu beweisen, dass Armstrong-Jones ihr Vater war. Die Schwangerschaft wird in „The Crown“ ebenfalls thematisiert. Polly wurde in Wahrheit nur Wochen nach der royalen Hochzeit geboren.

5. Beide untreu

Der „Evening Standard“ hat 2007 enthüllt, dass ihre Ehe von Seitensprüngen gespickt war. Armstrong-Jones soll mehrere Affären auf seinen Reisen gehabt haben, Prinzessin Margaret eine kurze Liaison mit dem Schulfreund ihres Mannes, Anthony Barton, der auch der Taufpate ihrer Tochter war. 1969 begann Armstrong-Jones eine ernsthafte Affäre mit Lady Jacqueline Rufus-Isaacs und die Prinzessin war leidenschaftlich verliebt in Robin Douglas-Home, ein aristokratischer Nachtclub-Pianist. Für wahres Aufsehen hat jedoch erst ihre Liebschaft mit dem um 17 Jahre jüngeren Roddy Lllewellyn gesorgt, nachdem sie in der Karibik innig miteinander fotografiert wurden. Armstrong-Jones soll Insidern zufolge sogar bisexuell gewesen sein. De Courcy zitiert in ihrem Buch einen engen Freund des Royals: "Was sich bewegt, nimmt er". Die meisten Frauen, die mit ihm zusammengearbeitet hatten, waren sich zudem sicher, er sei homosexuell gewesen. So auch seine eigene Frau: "Ich genoss seine Gesellschaft sehr, aber ich habe ansonsten keine Notiz von ihm genommen, weil ich dachte, er sei schwul", schildert sie im Interview mit Warwick.

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