Politisch engagiert: Diese Stars wurden verhaftet

Ob Drogen, Alkohol am Steuer oder Steuerhinterziehung, auch Stars sind nicht vor dem Gefängnis gefeit. Doch manche Promis wurden nicht aufgrund von Exzessen verhaftet, sondern weil sie für ihre politischen Überzeugungen einstanden.

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Sie kämpfte gegen Trumps Asylpolitik Foto: Ron Sachs / Zuma / picturedesk.com

Prominente stehen im Rampenlicht und manche Stars nutzen ihre Bekanntheit, um ihre Stimme für die gute Sache zu erheben. Viele Stars engagieren sich für Umweltschutz, Gleichberechtigung und demokratische Werte. Und dabei schrecken manche Promis nicht davor zurück, öffentlich auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren. Nicht immer endet so eine Demonstration glimpflich und so können schon mal die Handschellen klicken.

1. Susan Sarandon

Jüngstes Beispiel ist Susan Sarandon. Sie demonstrierte Ende Juni in Washington gegen die rigide Asylpolitik von Donald Trump. Die Protestaktion wurde vom Woman's March und dem Center for Popular Democracy organisiert,  zwei Stunden lang demonstrierten die Frauen, bis 575 von ihnen, darunter auch Susan Sarandon, festgenommen wurden. Susan Sarandon zeigte sich von der Festnahme wenig beeindruckt und rief ihre Mitstreiterinnen über Twitter auf, standhaft zu bleiben.

2. George Clooney

George Clooney ist politisch engagiert, war von 2008 bis 2014 sogar UN-Friedensbotschafter. 2012 ging George Clooney auf die Straße und protestierte in Washington vor der sudanesischen Botschaft gegen die untragbaren humanitären Bedingungen im Sudan. Er sagte den anwesenden Journalisten, die Regierung müsse aufhören "ihr eigenes Volk umzubringen, zu vergewaltigen und auszuhungern". Der Polizei gefiel das weniger, sie verhaftete George Clooney sowie seinen Vater, allerdings wurden die beiden relativ rasch wieder aus der Haft entlassen.

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George Clooney demonstrierte vor der sudanesischen Botschaft Foto: Nathan Denette / AP / picturedesk.com

3. Woody Harrelson

Dem Schauspieler liegt seit Jahrzehnten der Umweltschutz am Herzen, ebenso wie das Wohl der Tiere, seit 25 lebt er vegan. Bei einer Demonstration für den Umweltschutz im Jahr 1996 auf der Golden Gate Bridge legten die Demonstranten für Stunden den Verkehr lahm, indem sie sich an die Brücke ketteten. Die Polizei musste einschreiten und der Schauspieler wurde verhaftet.

4. Noah Wyle

Der Star aus Emergency Room rettete in der Serie nicht nur als Arzt viele Leben, sondern engagierte sich auch im realen Leben für das Gesundheitsfürsorgeprogramm Medicaid. Als diesem Programm Budgetkürzungen drohten, von denen besonders ältere Menschen sowie Behinderte betroffen gewesen wären, ging der Schauspieler auf die Straße und wurde mit rund 100 anderen Personen verhaftet. Mit der Verhaftung hatte er bereits im Vorfeld gerechnet, in einem Interview meinte er anschließend, dass es sich gut anfühlte, dass die Menge ihm zujubelte, als er abgeführt wurde und dass auch seine beiden Söhne stolz auf ihn seien.  

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Noah Wyle  Foto: Patrick Rideaux / Action Press / picturedesk.com

5. Cynthia Nixon

In "Sex and the City" spielte Cynthia Nixon die toughe Anwältin und auch in ihrem Privatleben spielt Gerechtigkeit eine große Rolle. 2001 wurde ihr Sohn Max eingeschult, genau zu der Zeit, als der Staat New York das Budget der öffentlichen Schulen drastisch kürzte.  Dagegen legte Cynthia Nixon mit einem Sitzstreik Protest ein und wurde prompt verhaftet. Auch heute noch ist sie politisch auf Zack und hat kürzlich ihre Kandidatur als Gouverneurin für den Bundesstaat New York bekannt gegeben. Einsetzen will sie sich für bessere Schulen, den Nahverkehr und die Gleichberechtigung von Homosexuellen. „Ich will, dass Politiker nicht mehr auf Schlagzeilen aus sind, sondern wirklich etwas für die Menschen bewegen“, sagte sie einem Interview. Am 6. November wird gewählt, man darf also gespannt sein.

6. Jane Fonda

Die mittlerweile 80 Jahre alte Schauspielerin setzte sich in ihrer Jugend aktiv gegen den Vientamkrieg ein und war Teil der Bürgerrechtsbewegung. Damit machte sie sich bei den Behörden nicht unbedingt beliebt. Als sie 1971 nach einer Vortragsreihe in Kanada wieder in die USA einreisen wollte, wurde ihr Gepäck akribisch durchsucht und einige Tabletten gefunden. Jane Fonda wurde wegen Verdachts auf Drogenbesitz verhaftet, die Anweisung kam direkt aus dem weißen Haus, Nixon war zu der Zeit Präsident. Obwohl es sich bei den Tabletten bloß um einfache Vitaminpräparate handelte, wurde Jane Fonda festgenommen und ihr Adressbuch von der Polizei kopiert.

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Jane Fonda wurde von den Behörden schikaniert Foto: Vince Flores/Action Press/picturedesk.com

7. Shia LaBeouf

Shia LaBeouf gehört ebenfalls zu der Gruppe Prominenter, die an Donald Trump keinen Gefallen finden. Der Schauspieler kündigte bereits bei dessen Wahlsieg an, die gesamten vier Jahre seiner Präsidentschaft gegen Trump demonstrieren zu wollen. Er rief die Kunst-Installation "He will not divide us" ins Leben: Jeder kann sich in den Jahren von Trumps Präsidentschaft in New York City im Stadtteil Queens vor eine Kamera stellen und die Worte "He will not divide us" – "Er wird uns nicht spalten" sagen, die Kamera sendet die Bilder 24/7 live ins Netz. Als Shia LaBeouf wieder einmal selbst vor der Kamera stand und mit einem anscheinend rechtsextremen Befürworter von Trump, der Shia LaBeouf anscheinend provozierte, in Streit geriet, kam es zu Handgreiflichkeiten und der Schauspieler wurde verhaftet.

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4 Jahre lang wird Shia LaBeoufs Kunst-Installation laufen Foto: Richard Shotwell / AP / picturedesk.com

8. Steve-O

Der Star aus "Jackass" setzt sich vehement für den Tierschutz ein. 2015 erklomm er sogar einen Kran, um gegen die Tierhaltung in SeaWorld zu protestieren. Steve-O wurde nicht nur festgenommen, sondern musste sich auch vor Gericht verantworten. Das Urteil: 30 Tage Gefängnis sowie drei Jahre auf Bewährung.

9. Martin Sheen

Der Vater von Charlie Sheen wurde laut eigenen Aussagen bereits 66 Mal verhaftet, weil er sich Protesten anschloss. Zu seiner ersten Verhaftung kam es 1986, als er gegen Ronald Reagan demonstrierte.

10. Lucy Lawless

Die hierzulande den meisten noch als Xenia bekannte Schauspielerin schloss sich 2012 Greenpeace-Aktivisten an und protestierte in Neuseeland gegen die Ölförderung in der Arktis, vier Stunden lang konnten die Aktivisten eine Bohrinsel besetzen, bevor sie alle von der Polizei verhaftet wurden. Die Verhaftung hindert Lucy Lawless aber keineswegs daran, weiterhin politisch aktiv zu sein und sich für die Arktis einzusetzen. 

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Lucy Lawless Foto: Dennis Van Tine / Action Press / picturedesk.com

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