Diese Stars gingen für Rollen an ihre Grenzen

Wie schwer man sich eine Gage erarbeiten kann, beweisen Charlize Theron, Matthew McConaughey oder Chris Hemsworth. Für ihre Rollen loteten sie körperliche und geistige Grenzen aus. Und stehen damit nicht alleine da.

Charlize Theron - Cover
Privat gibt sich Charlize Theron unkompliziert, für ihre Rollen lotet sie gerne Abgründe aus Foto: Sean Gardner/AFP Getty/picturedesk.com

1. Charlize Theron 

Der Film "Monster" erzählt von der wahren Geschichte der Serienkillerin Aileen Wuornos, welche keine Geringere als Charlize Theron verkörpert. Aileen Wuornos ist eine verwahrloste Prostituierte, hat eine fleckige Gesichtshaut und Übergewicht. Um die Serienmörderin, welche vermutlich durch traumatische Erlebnisse in ihrer Kindheit zu dem wurde, was sie letztendlich war, authentisch verkörpern zu können, musste sich das Ex-Model satte 15 Kilogramm anfuttern. Wiederzuerkennen ist die hübsche Theron mit Übergewicht und überschminktem Gesicht in dem Film kaum mehr. Für die unglaubliche Veränderung, die Theron für den Film vollzog, erhielt sie einen Oscar. Nicht nur aufgrund der Auszeichnung war diese Rolle für Charlize ein echter Jackpot, denn über diesen Weg verschaffte sich die Schauspielerin ein neues Image in Hollywood. "Das ist genau dass, was ich in meiner Karriere immer machen wollte. Die Arbeit, die ich in den letzten Jahren gemacht habe, ist nicht wirklich das, was ich anstrebte. Wenn du nicht vorsichtig bist, wirst du typisiert. Ich steckte fest", resümierte sie gegenüber dem "Telegraph". 

2. Matthew McConaughey

Für die Rolle eines Cowboys in dem Film "Dallas Buyers Club" nahm Matthew McConaughey so einiges auf sich. Der sonst sehr muskulöse Schauspieler musste sich von 82 auf 60 Kilo herunter hungern, um den aidskranken Ron Woodruff authentisch verkörpern zu können. Zudem musste Matthew für ein halbes Jahr fast gänzlich auf Sonnenlicht verzichten, damit er während der Dreharbeiten blass war. In einem Interview mit dem Online-Magazin "Collider" gesteht der Schauspieler, dass das Abnehmen selbst aber nicht die größte Hürde war: "Der Gewichtsverlust war nicht nur eine Diät. Es bedeutete auch, dass ich nicht mehr mit Freunden in Restaurants gehen konnte. Ich habe keine Freunde in einer Bar getroffen. Ich musste blass werden. Wenn die Sonne aufgegangen war, musste ich hineingehen, um blass zu bleiben. Ich habe mehr geschrieben, mehr gelesen, mehr recherchiert. Ich habe neue Wege gefunden, um mich zu unterhalten, da ich niemanden treffen konnte." Die Strapazen haben sich für McConaughey aber gelohnt, denn für seine Rolle des Ron Woodroof wurde er 2014 mit einem Oscar ausgezeichnet.

3. Chris Hemsworth 

Wenn man Chris Hemsworth in dem Film "In The Heart of The Sea" sieht, kann man kaum glauben, dass dieser Mann einmal zum "Sexiest Man Alive" gewählt wurde. Normalerweise kennt man den Schauspieler als den Muskelprotz "Thor". Für seine Rolle in "In The Heart of The Sea" musste der gut gebaute Chris aber einiges an Muskeln abspecken. Der Film handelt von dem Seemann Owen Case, welcher zusammen mit seiner Crew auf Waljagd geht, dabei aber Schiffbruch erleidet. Um die Rolle eines Gestrandeten glaubwürdig darzustellen, nahm Hemsworth nur noch 500 Kalorien pro Tag zu sich. Eine große Sache macht der Schauspieler aus seiner strengen Diät aber nicht. Auf die Frage, ob er vor den Filmvorbereitungen und dem Gewichtsverlust Angst hatte, antwortete er in einem Interview mit "Collider" ganz entspannt: "Jeder Film hat seine Herausforderungen, und wir alle machen es gemeinsam, die ganze Besetzung muss da durch. Wir motivieren uns gegenseitig." 

4. Natalie Portman

Mit einer ganz anderen Herausforderung war Schauspielerin Natalie Portman in "Black Swan" konfrontiert. In dem Film spielt Portman die ehrgeizige Ballerina Nina Sayers, die um jeden Preis die Hauptrolle in dem Stück "Schwanensee" tanzen will. Um eine Ballerina zu verkörpern, muss man natürlich auch tanzen können. Rund ein Jahr lang unterzog sich Portman einem harten Training und einer strengen Diät. Sechs Tage die Woche und fünf Stunden pro Tag trainierte Portman für ihre Rolle. Erst zwei Monate vor Drehbeginn konnte sie mit ihrem Choreographen schließlich den Tanz einstudieren und das gleich ganze acht Stunden pro Tag. "Du weißt, dass du das Leben einer Ballett-Tänzerin führst, wenn du nichts trinkst, nicht mit deinen Freunden ausgehst und kaum isst. Die körperliche Disziplin hat mir wirklich geholfen, die emotionale Seite der Figur zu erfassen. Man bekommt einen echten Eindruck davon, was es bedeutet eine Tänzerin zu sein, die andauernd trainieren muss", sagt die Schauspielerin in einem Interview mit "HitFix". Das harte Training zahlte sich für Natalie Portman gleich doppelt aus: Sie erhielt einen Oscar für ihre Rolle und lernte ganz nebenbei auch noch ihren Traumann, den Choreographen Benjamin Millipied, kennen.

5. Christian Bale 

Ein wahrer Verwandlungskünstler ist auch der Frauenschwarm Christian Bale. Der Schauspieler scheint das Spiel mit dem Gewicht zu beherrschen wie kein anderer. Egal ob er sich abmagern muss oder sich Übergewicht anfuttern soll, für seine Rollen gibt der Schauspieler nahezu alles. Für einen seiner ersten Filme "American Psycho" (2000) vollzog der damals noch unbekannte Bale seine erste große Verwandlung. Um den psychopathischen Yuppie Patrick Batemann zu verkörpern, trainierte er rund drei Stunden täglich seine Muskeln, ließ sich seine Zähne begradigen und bleichen. Im Jahr 2004 blieb so einigen Kinobesuchern der Atem weg, als sie den Schauspieler in "The Machinist" sahen. Denn in diesem Film wog Christian Bale unglaubliche 31 Kilo weniger als sonst. Während der Dreharbeiten wog er nur noch 55 Kilogramm, was bei einer Körpergröße von rund 1.82 Meter nicht nur erschreckend aussieht, sondern auch ein gesundheitliches Risiko darstellt. Mit seinem nächsten Film "Batman" kam auch die nächste große Veränderung. Ein Jahr später wog Bale wieder 86 Kilo, um nur ein Jahr darauf für "Rescue Dawn", in dem er einen Kriegsgefangenen spielt, wieder 25 Kilo abzunehmen. Einen Trick, um so viel Gewicht zu verlieren, hat Bale angeblich aber nicht: "Es gibt da wirklich kein großes Geheimnis. Du isst weniger und machst mehr. Und je extremer du das tust, desto dünner wirst du."