Liebes-Doppel: Die Top 6 der Glamour-Sportpaare

Von wegen Sport ist Mord – Sport ist offenbar ziemlich sexy. Frag nach bei Dominic Thiem und Kristina Mladenovic. Denn immer öfter verlieben sich Profi-Athleten ineinander.

Lindsey Vonn
Lindsey Vonn und ihr Freund P.K. Subban Foto: Christophe Saidi/Action Press/Sipa/picturedesk.com

Spiel, Satz – Liebe. Österreichs Tennisstolz Dominic Thiem und Kristina Mladenovic bilden aktuell das Traumpaar in der Welt der gelben Filzkugel. Und schon vorm ersten Aufschlag beim größten aller Turnier in Wimbledon ab 1. Juli ist eines klar: Ihre Liebe hat die beiden ganz offensichtlich noch stärker gemacht.

Liebe verleiht Flügel

Thiem holte sich heuer in Indian Wells seinen ersten Masters-Titel überhaupt und stürmte bei den French Open neuerlich bis ins Finale – Herzblatt "Kiki" holte sich in Paris im Doppel sogar den Titel. Von Ablenkung kann also keine Rede sein. "Ein großer Vorteil bei einer Beziehung unter Spitzensportlern ist das Verständnis des Partners, was es heißt, ein Sportlerleben zu führen – wie wenig Zeit da neben Training und Turnieren für das normale Leben bleibt", sagt der renommierte Grazer Sportpsychologe ­Alois Kogler, der auch mit dem so erfolgreichen Fußball-U21-Nationalteam zusammenarbeitet.

Unterstützung

So unterstützen sich Thiem und Mladenovic auch gegenseitig bei ihren Matches. Bei den French Open war die ihren Liebling in der Box frenetisch anfeuernde Französin oft formatfüllend im Bild. Aber auch umgekehrt unterstützt Dominic die Nummer eins der Doppelweltrangliste, sobald es sich nur irgendwie ausgeht. Dass es die beiden aber auch verstehen, abzuschalten, wissen ihre Follower auf den diversen Social-Media-Kanälen, wo sie ihre Fans nur allzu gern an ihrem Liebesglück teilhaben lassen.

"Djoker" als Fan

Die Anhänger sind jedenfalls entzückt – kommentieren diverse Urlaubs- und andere Turtelpostings mit Herzen und Glückwünschen. Und selbst Novak Djokovic, immerhin die Nummer eins der Tenniswelt, postet diverse Herz-Emojis zu den Bildern.

Glamour-Paar

Thiem und Mladenovic sind aber bei Weitem nicht die einzigen Sportler, die sich lieben. Das aktuell wohl weltweit glamouröseste Paar sind die zurückgetretene Ski-Queen Lindsey Vonn und Eishockey-Superstar P. K. Subban. Speziell jetzt in der NHL-Sommerpause zele­brieren die beiden ihre Be­ziehung: Medienwirksames Küssen bei Tennisturnieren, Auftritte am "Red Carpet" bei Filmpremieren oder heiße Urlaubsfotos aus Traumdestinationen – die Amerikanerin wusste eben schon immer, wie man sich am besten in Szene setzt.

Rückzug

Doch nicht alle Sportlerpaare stehen auch privat gern im Rampenlicht. So haben sich Steffi Graf, ihres Zeichens die größte Tennisspielerin aller Zeiten, und Andre Agassi, selbst einst einer der Besten seiner Zunft, fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Erst beim unlängst 50. Geburtstag der "Gräfin" war das etwas anders, hat Agassi seine Frau mit der "schönsten Liebeserklärung der Welt" zu Tränen gerührt. Mit allein rund 53 Millionen US-Dollar an gemeinsam erspieltem Preisgeld wird es sich aber auch zurückgezogen mehr als gut leben lassen.

Ausgesorgt

Finanziell ausgesorgt haben aber wohl alle Paare in unserer Auflistung. So auch Österreichs einstige Skigrößen Marlies und Benni Raich oder Olympiasiegerin Anna Veith und ihr Mann und Ex-Snowboarder Manuel. Psychologe Kogler: "Am Ende geht es in einer Beziehung aber nicht um Geld oder den jeweiligen Beruf – sondern schlicht um Liebe."

1. Dominic Thiem & Kristina Mladenovic

Liebe auf der Tour: Die beiden Tennisprofis machen um ihre Gefühle längst auch in der Öffentlichkeit kein Hehl mehr und unterstützen einander regelmäßig bei ihren Spielen. Die Frage nach dem gemeinsamen Lebensmittelpunkt kann daher warten.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Last couple of days with my love ! ???? #paradise #vacation #2018 #4ocean

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2. Stefanie Graf & Andre Agassi

Sie gelten als DAS Tennis-Traumpaar schlechthin – beide waren die Nummer eins der Welt, ihre Erfolge sind quasi legendär. Seit 2001 sind sie verheiratet und Eltern von zwei Kindern. Sie leben seit Jahren sehr öffentlichkeitsscheu in Las Vegas.

3. Anna & Manuel Veith

2016 haben sich die Ski­königin und der Ex-Snowboarder das Jawort gegeben. Die Olympiasiegerin und der einmalige Weltcupsieger bilden auch beruflich ein perfektes Doppel und führen daheim in Rohrmoos ein Boutiquehotel.

5. Lindsey Vonn & P.K. Subban

Die Ski-Queen hat ein Faible für Sportler: Nach Tiger Woods ist nun der Eishackler und Olympiasieger (aktuell bei den New Jersey Devils unter Vertrag) der Auserwählte. Das Paar lässt seine Hunderttausenden Fans auf seinen Social-Media-Kanälen am Liebesglück teilhaben.

6. Bastian Schweinsteiger & Ana Ivanovic

Die ehemalige Siegerin der French Open und der Fußballweltmeister von 2014 sind mittlerweile seit drei Jahren verheiratet und leben in Chicago, wo er aktuell in der MLS seine Fußballschuhe schnürt. Erwarten in Bälde ihr zweites Kind.

7. Marlies & Benni Raich

Österreichs Ski-Traumpaar: Die ehemalige Slalomkönigin und der zweifache Olympiasieger wurden heuer zum dritten Mal Eltern. Daheim im Pitztal leben die einstigen Skigrößen ein skandalfreies Leben und stehen in der Werbebranche nach wie vor hoch im Kurs.

Short Talk

Alois Kogler, Sportpsychologe

Weekend: Warum passen Sportler offenbar so gut zusammen?

Alois Kogler: Sportler sind nicht häufiger zusammen als Menschen aus anderen gesellschaftlichen Bereichen. Aber Fakt ist, dass 40 Prozent aller Beziehungen eben am Arbeitsplatz beginnen, und das ist im Sport nicht anders. Aber in der Liebe spielt es eigentlich keine Rolle, was der andere macht – sondern da geht es schlicht um Liebe. Ich glaube nicht, dass man beim ersten Kennenlernen daran denkt, was das Gegenüber für ein Mensch ist oder beruflich macht, sondern da geht es natürlich um andere Attribute.

Weekend: Ticken Sportler anders?

Alois Kogler: Etwas schon. Spitzensportler sind viel häufiger auf einem höheren Erregungs­level. Wenn ich eineinhalb Stunden trainiere, bin ich eineinhalb Stunden später noch immer auf einem hormonell höheren Erregungslevel – das beweisen auch Studien. Hübsche Menschen werden dann als noch hübscher wahrgenommen, aber auch umgekehrt. Bei Sportlern, die häufig in Belastungssituationen sind, wird das hormonelle System viel stärker gefordert und sie haben dadurch schneller eine intensive Beziehung zu jemandem – sie sind sozusagen schneller von 0 auf 100 beim ersten Kennen­lernen.

Weekend: Sind Sportler dann auch im Privatleben leistungsorientiert?

Alois Kogler: Das kann man nicht verallgemeinern. Es gibt auch sonst Menschen, die im Beruf maximal leistungsorientiert und privat jedoch völlig entspannt sind.