So zufrieden sind Burgenlands Arbeitnehmer

Der Arbeitsklima-Index 2014 weist für das Burgenland durchaus ermutigende Zahlen aus. Doch auch bei uns zeigt sich, dass die Zufriedenheit im Job sehr stark vom Bildungsniveau abhängt. Menschen aus unteren Bildungsschichten fehlen oft die Perspektiven und natürlich auch das - für ein unbeschwertes Leben notwendige - Geld.

Alfred Schreiner,
AK-Präsident Alfred Schreiner und Projektleiter Georg Michenthaler (IFES) Foto: Felder/AK Burgenland

Sind Burgenlands Arbeitnehmer wirklich zufriedener als jene anderer Bundesländer? Auf jeden Fall liegen wir laut Arbeitsklima-Index 2014 mit 115 Punkten deutlich über dem Österreichdurchschnitt (106 Punkte). AK-Präsident Alfred Schreiner und Projektleiter Georg Michenthaler (IFES-Institut) gingen jedoch weiter ins Detail der Studie.

Wenig überraschend ist, dass Menschen mit höherem Bildungsabschluss überdurchschnittlich zufrieden sind, während Hilfsarbeiter mit 99 "Zufriedenheitspunkten" am unteren Ende der Skala rangieren. Finanzielle Probleme, Perspektivenlosigkeit am Arbeitsplatz und andere Belastungen verhindern eine bessere Selbsteinschätzung.

Einschätzung der eigenen Arbeitsmarktchancen

Naturgemäß sehen ältere Arbeitnehmer ihre "Felle" am Arbeitsmarkt eher davonschwimmen als jüngere. Doch die "kritische" Altersgrenze verschiebt sich zusehends weiter nach unten. So glauben nur 16% der Befragten über 45 Jahren, beim Verlust des Arbeitsplatzes relativ leicht einen neuen Job zu bekommen. Dies bestärkt Präsident Schreiner in seiner schon seit Jahren aufgestellten Forderung nach einem Bonus-Malus-System für Unternehmen. Wer viele ältere Arbeitnehmer beschäftigt, soll dafür quasi "belohnt" werden, während Betriebe mit gegenläufiger Strategie zur Kasse gebeten werden.

Österreichweit wurden für die Studie 5.500 Personen befragt, im Burgenland waren es 575 (Erhebungszeitraum Februar - Dezember 2014).