Pedro Almodóvars 7 erfolgreichste Filme

Pedro Almodóvars Filme sind Kunst: bunt, schrill, nachdenklich - dazu starke Frauenfiguren. Hier seine sieben größten Filmerfolge aus Anlass seines 70. Geburtstags, den er am 24. September feierte.

Emma Suarez, Pedro Almodovar, Adriana Ugarte Filmfestspiele Cannes
Emma Suarez (links) und Adriana Ugarte (rechts) gehören neben Penelope Cruz zu den starken Frauen in seinen Filmen. Foto: Thibault Camus/AP/picturedesk.com

Bei den diesjährigen 76. Internationalen Filmfestspielen von Venedig wurde der bekannteste spanische Filmregisseur Pedro Almodóvar mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Seine über 30-jährige Karriere krönen außerdem zwei Oscars und etliche weitere renommierte Ehrungen. Sogar das "Museum of Modern Art" in New York ehrte den Spanier. Almodóvars Werke rücken starke Frauen in den Mittelpunkt, drehen sich um sexuelle Abhängigkeiten, Drogen, die katholische Kirche und nicht zuletzt Homosexualität. Sein jüngster Film "Leid und Herrlichkeit" ist ein Spiel mit der eigenen Lebensgeschichte. Hier die sieben erfolgreichsten Meisterstücke des Regisseurs.

1. "Sprich mit ihr"

Pfleger Benigno und der ältere Schriftsteller Marco sitzen bei einer Tanz-Vorführung nebeneinander. Im Krankenhaus kommt es abermals zu einer Begegnung. Benigno kümmert sich dort um die schöne Balletttänzerin Alicia, die seit einem Autounfall im Koma liegt, und widmet ihr seine Zeit und Aufmerksamkeit. Marco teilt eine ähnliche Liebe zu einer Frau, die Stierkämpferin Lydia, die seit einem Kampf in der Arena bewusstlos in die Klinik eingeliefert wurde. Das gemeinsame Schicksal der beiden legt den Baustein bildet den Grundstein für eine von Verständnis geprägte tiefe Freundschaft. Doch als Marco von einer längeren Auslandsreise zurückkehrt und Benigno in Untersuchungshaft vorfindet, ändert sich alles.

2. "Alles über meine Mutter"

Nach dem Tod ihres Sohnes möchte Manuela, eine Prostituierte, ihm seinen letzten Wunsch erfüllen und seinen Vater in Barcelona ausfindig machen. Dort angekommen, stellt sie fest, dass dieser inzwischen Transvestit ist und trifft obendrein auf die schwangere Nonne Rosa, die bald eine enorme Rolle in ihrem Leben spielt.

3. "Die Haut, in der ich wohne"

Als einzige Patientin einer Privatklinik fühlt sich die schöne Vera einsam und gefangen. Tag und Nacht wird sie von dem plastischen Chirurgen Dr. Robert Ledgard überwacht. Er pflegt ihre Haut wie einen kostbaren Schatz, kontrolliert jeden ihrer Schritte. Wer Vera wirklich ist und welche absurden Motive den Chirurgen antreiben, ist nicht auf Anhieb klar und wird erst gegen Ende des Filmes aufgelöst.

4. "Volver"

Raimunda arbeitet hart, um sich, ihren arbeitslosen Mann und ihre 15-jährige Tochter Paula durchzubringen. Eines Tages liegt ihr Ehemann erstochen in der Küche, und der Geist ihrer verstorbenen Mutter erscheint vor der Tür. Mobilisierende Frauensolidarität, kriminelle Energie und ein altes Familiengeheimnis stellen das Leben aller Beteiligten auf den Kopf. 

5. "Julieta"

Das einfühlsame und fesselnde Drama ist ein komplexes Porträt der Entfremdung zwischen der verwitweten Mutter Julieta und ihrer Tochter Antía. Ihre Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen treibt sie auseinander, bis eines Tages die 18-jährige Antía ohne ein Wort die gemeinsame Wohnung und damit ihr Leben in Madrid hinter sich lässt. Julieta macht sich auf die Suche und muss erkennen, wie wenig sie über ihre Tochter weiß. 

6. "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs"

Das Melodram bescherte Almodóvar seinen internationalen Durchbruch seine erste Oscar-Nominierung. In dem Film zelebriert er farbenfroh das Liebesdesaster von Pepa, die von ihrem Mann Ivan verlassen wurde. Dieser hat ihr nichts weiter als eine Nachricht auf ihrem Anrufbeantworter hinterlassen. Das will Pepa nicht ohne Weiteres hinnehmen und startet einen Rachefeldzug. Dabei deckt sie Iváns verzwicktes Doppelleben auf - inklusive Frau, Kind und Geliebte.

7. "Leid und Herrlichkeit"

In seinem neuen Filmn die Kinos kam, lässt er seine Karriere Revue passieren. Herausragend in der Hauptrolle: Antonio Banderas, der neben Penelope Cruz zu den liebsten Schauspielern des Regisseurs zählt.