Zum 55. Geburtstag von Lenny Kravitz: 5 Fakten über den emotionalen Rockmusiker

Mehr als die Hälfte seines Lebens bereits eine Ikone der Musikbranche: Lenny Kravitz. Der Musiker, Produzent und Songwriter wird am 26. Mai 55 Jahre alt. Fünf ungewöhnliche Dinge, die kaum jemand weiß.

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Lenny Kravitz bei seinem Konzert in der Wiener Stadthalle 2014 Foto: Jeff Mangione/KURIER/picturedesk.com

Als Romeo Blue versuchte er einen Plattenvertrag abzuräumen - erfolglos. Die Idee mit dem Pseudonym war passé. Mit seiner wahren Identität schaffte er letztendlich eine anhaltende Karriere.

Es kann nur einen geben

Mehr als 38 Millionen verkaufte Alben, ein MTV Video Music Award, ein Brit Award und vier Grammys in Folge, von 1998 bis 2001 als "Best Male Rock Performance" ausgezeichnet – kein Künstler brach bisher diesen Rekord. Lenny Kravitz ist ein wahrhaftiger Künstler in Fleisch und Blut. Eine Ikone unserer Zeit, ein begnadeter Rockmusiker mit musikalischem und optischem Wiedererkennungswert.

Durchbruch

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Lenny Kravitz bei einem Auftritt am BottleRock Napa Valley Musik-Festival in Kalifornien Foto: Amy Harris/AP/picturedesk.com
Anfang der 1990er-Jahre avancierte Lenny Kravitz zum Rock-Star. Kraftvoll, markanter Sound. Der alle Barrieren – egal, ob Genre, Stilrichtung und Herkunft – überwindet: Seinen Durchbruch feierte der amerikanische Sänger, Produzent und Songwriter mit seinem zweiten Studioalbum "Mama Said" (1991). Eine Single daraus - "It Ain’t Over ’Til It’s Over" - schaffte es bis Platz zwei der amerikanischen Billboard Hot 100.

Einmaliger Sound

Geboren wurde Leonard "Lenny" Kravitz am 26. Mai 1964 in New York. Bereits als Kind kam der Sohn eines Russen und der Afro-Amerikanerin und Schauspielerin Roxie Roker durch den "Californian Boys Choir" mit Musik in Berührung. Seine eigene ist von Soul, Pop, Rock, Funk und Jazz geprägt und immer am Zeitgeist orientiert. Seine Kreativität lebt Lenny Kravitz dabei auch als Produzent anderer Künstler aus. Sein eigenes Plattenlabel "Roxie Records" benannte er nach seiner 1995 verstorbenen Mutter.

Hollywood

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Sänger Lenny Kravitz als Cinna in Die Tribute von Panem Foto: Murray Close/Everett Collection/picturedesk.com
Nicht nur Musik liegt dem Multitalent im Blut. Immer wieder zieht er Filmrollen ans Land und feiert Erfolge als Schauspieler. Spielte er sich in "Zoolander I" (2001) und "Zoolander II" (2016) noch selbst, überzeugte er als Krankenpfleger John im Film "Precious - Das Leben ist kostbar" (2009) das Publikum. In der erfolgreichen "Die Tribute von Panem"-Trilogie war er unter anderem an der Seite von Jennifer Lawrence zu sehen. Als James Holloway im prestigeträchtigen Drama "Der Butler" (2013) stellt er sein schauspielerisches Können eindrucksvoll unter Beweis. In der US-Musikserie "Star" spielt er seit 2016 eine Musiklegende und den Vater der Hauptfigur Alexandra Crayne.

Wussten Sie schon?

Lenny Kravitz kennt keinen Halt, braucht keine Verschnaufpausen und zelebriert das Leben. Dazu passen die folgenden acht Dinge, die nur wenige über den umtriebigen Musiker wissen.

  1. Lenny Kravitz wurde nach seinem Onkel Leonard M. Kravitz benannt, der im Alter von 20 Jahren im Korea-Krieg als Held fiel und erst nach seinem Tod 2014 mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet wurde. Zuvor wurde ihm diese aufgrund seiner Herkunft verwehrt.
  2. Der Musiker lebt auf den Bahamas und in Paris. Besonders verliebt ist er in das Flair der französischen Hauptstadt. "Ich mag den Lebensstil. Ich sitze in Cafés, gehe in die Oper, ins Ballett, ins Museum."
  3. Im Februar 2015 trat Lenny Kravitz während der Halbzeitshow der Super Bowl neben Katy Perry auf und performte ihren Hit "I Kissed A Girl".
  4. Der vielseitige Musiker betreibt die Firma "Kravitz Design", die sich vorrangig mit Inneneinrichtung beschäftigt. So arbeitete der Sänger unter anderem schon mit Swarovski und einigen Luxushotels zusammen. Fun Fact: Er richtete auch schon Jennifer Anistons Villa in Bel Air ein.
  5. Trotz seiner weltweiten Erfolge landete Lanny Kravitz - weder mit einem Album noch mit einer Single - bisher auf Platz 1 der amerikanischen Charts. In Europa kletterte er mit der Platte "Black and White America" an die Spitze der deutschen Charts, in der Schweiz sogar vier Mal mit "Are You Gonna Go My Way" (1993), "Circus" (1995), "It Is Time for a Love Revolution" (2008) und "Black and White America" (2011). Für "Fly Away" (1995) erhielt er erste Goldene Schallplatte (500.000 verkaufte Tonträger) und landete in Großbritannien seinen ersten Nummer-1-Hit.