Das Netz tobt! Nur 17 von 86 Grammys gingen an Frauen

Enttäuschung nach den Grammys in New York: Die meisten nominierten Sängerinnen hatten beim Rennen um die begehrtesten Musikpreise der Welt das Nachsehen gegenüber ihren männlichen Kollegen. Die meist diskutierten Tweets im Netz.

Grammy Lady Gaga
Nominiert, aber nicht ausgezeichnet: Lady Gaga Foto: Angela Weiss/AFP/picturedesk.com

"Natürlich musste sich Ed Sheeran gegen vier ebenso verdiente Frauen durchsetzen, die sich die Seele aus dem Leib gesungen haben", twittert sichtlich verärgert Bradley Stern nach der Verleihung der begehrtesten Musikpreise der Welt. Und ist nur einer von vielen, der sich zu der Entscheidung der Grammy-Jury im Netz Luft macht.

Denn nur 17 der insgesamt 86 Grammys, die am 28. Jänner in New York verliehen wurden, gingen an Frauen. Vor dem Hintergrund der "MeToo- und "TimesUp-Kampagne Wasser auf die Mühlen all jener, die ein Zeichen bei der Gala setzen wollten. Wie etwa jene Künstlerinnen, die mit weißer Rose in der Hand über den roten Teppich schritten, um ein Zeichen gegen Missbrauch und sexuelle Belästigung von Frauen in der Unterhaltungsindustrie zu setzen.

Andere wie das "Team Kesha Rose" werden noch deutlicher: "Als Mann schäme ich mich dafür, wie die Mitglieder der Grammy-Jury mit weiblichen Nominierten heute Nacht umgegangen sind. Die Songs aller Männer, die heute ausgezeichnet wurden, drehen sich nur darum, Sex zu haben. Die Frauen dagegen befassen sich mit starken einflussreichen Themen und gehen leer aus. Wacht auf und fangt damit an, alle gleich zu behandeln."

Auf volle Zustimmung stößt er damit bei issa rose: "Ich habe es satt, dass begabte Frauen, die einen Grammy verdient hätten, von mittelmäßigen weißen Männern übergangen werden."