Ein Jahr Donald Trump: Seine größten Fehlschläge!

Am 20. Januar 2018 bekleidet Donald Trump bereits ein Jahr das Amt des US-Präsidenten. Laut einer Umfrage der „Washington Post“ findet er so wenig Zustimmung wie kein anderer US-Präsident seit 70 Jahren.

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Ziemlich enttäuschend! Foto: NICHOLAS KAMM / AFP / picturedesk.com

59 Prozent der US-Amerikaner sind mit Donald Trump als Landesoberhaupt unzufrieden – das sind die schlechtesten Werte seit 70 Jahren. Lediglich die Republikaner sind nach wie vor glücklich über seine „Leistungen“. 79 Prozent sind zufrieden, 59 Prozent sogar "sehr". Das Blatt verkündet, dass Trump der einzige Präsident mit einer Negativbilanz von minus 22 Punkten in Bezug auf diese Zustimmungswerte ist. Im Gegenzug dazu vermerkten George W. Bush plus 80 und Barack Obama plus 17 Punkte. Nach Trump steht Bill Clinton, doch auch er kam zumindest auf einen Pluswert von 11 Punkten.

"Kleinkind-Imperator"

In Michael Wolffs Buch, das jetzt schon zum größten Bestseller weltweit zählt, jedoch auch von Trump-Verweigerern stark bekrittelt wird, wird der aktuelle US-Präsident als monströser, egoistischer Kleinkind-Imperator dargestellt, der selbst von seiner Belegschaft als inkompetent für sein Amt wahrgenommen wird. George Bush bezeichnete ihn gegenüber CNN zudem als „Angeber“. Es gibt nicht wenige, die offen oder insgeheim eine frühzeitige Aufhebung seines Amtes herbeisehnen. Warum, zeigt nicht nur seine Persönlichkeit, sondern auch seine größten Fehlschläge.

1. Widerruf und Ersatz der „Obamacare“

Trump hat es sich gleich nach seiner Amtseinführung zum Ziel gemacht, Obamas größte Errungenschaft für die USA, die Gesundheitsvorsorge, zu widerrufen und zu ersetzen. Das ist ihm bis heute nicht gelungen. Das Weiße Haus wollte Obamas Leistung abändern, doch die Republikaner konnten sich noch auf keinen Gesetzesentwurf einigen. Trump hält die Reformierung zwar noch immer für machbar, dennoch bleibt die Umsetzung seines Ziels verschwommen. Die Obamacare ist seitdem etwas lädiert, aber sie lebt noch.

2. Rückzug aus dem Pariser Klimaschutzabkommen

Der Präsident hat sich aus dem Pariser Klimaschutzabkommen, das fast 200 Mitgliedsländer zählt, zurückgezogen. Um Treibhausgas und globale Erwärmung sollen sich lieber die anderen kümmern. Zu groß sei der wirtschaftliche Nachteil für US-amerikanische Arbeiter – allen voran für die 80.000 in der Kohleindustrie. Nun zählen die Vereinigten Staaten neben Syrien und Nicaragua zu den einzigen „Außenseitern“ des Abkommens.

3. China: „Währungs-Manipulator“

Donald Trump hat während seiner Präsidentschaftskandidatur 2016 häufig gegen China getollt und dessen Bürger als „größte Champions im Manipulieren“ bezeichnet – genau genommen als „Währungs-Manipulatoren“. Später aber der typische Trump-Rückzug auf Twitter: „Warum sollte ich China als Währungs-Manipulator bezeichnen, wenn es doch mit uns am Nordkorea-Problem arbeitet?“

4. Einreiseverbot für Moslems

Während seiner Kampagne intendierte Trump ein totales Einreiseverbot für Moslems in die USA. Nach seiner Amtseinführung schwächte er sein Statement etwas ab und ersetzte „alle Moslems“ mit „alle Nationen, die von Terrorismus kompromittiert wurden“. Sieben Länder fallen in dieses Dekret: Irak, Iran, Syrien, Libyen, Somalia, Sudan und Jemen. Trump meinte, seine neue Wortwahl sei keine Eingrenzung, sondern vielmehr eine Ausdehnung. Die Verordnung hat weltweit für Empörung gesorgt.

5. Die Mauer

Seine größte Obsession war lange Zeit die Errichtung einer Mauer zwischen den USA und Mexiko, um sein Land vor „Drogendealern, Kriminellen und Vergewaltigern“ – mit diesen Worten warf er alle Mexikaner in einen Topf - zu schützen. Natürlich sollte Mexiko dafür zahlen, das versprach er seinen Bürgern. Inzwischen ist dieser Drang ein wenig abgeschwächt – Trump tweetet, die Mauer würde irgendwann schon erbaut werden, jedoch zu einem späteren Zeitpunkt. Mexiko würde in irgendeiner Form zahlen, schreibt er sicher. Dass jedoch bei diesem Entschluss die Mexikaner ebenfalls hart bleiben und seine Forderung belächeln, sollte ihn nicht wundern.

6. Kampf für LGBT-Community

Im Juli 2016 meinte Trump, er würde sich für die LGBT-Community einsetzen, zumal Hillary Clinton eine Katastrophe für sie sei. In Wahrheit ist Trump aber einerseits gegen die homosexuelle Ehe und hat es zudem Personen verboten, dem US-Militär zu dienen.

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