Coelho und Co: Die sieben größten Bestseller-Autoren

Als Bestsellerautor muss man einiges in Kauf nehmen: Namensänderungen, Verleumdungsklagen und Co-Autoren gehören zum Alltag. Warum Steven King ein Buch vom Markt nahm und woran die Veröffentlich der "Harry Potter"-Bücher fast scheiterte.

Cover Bestseller Coelho
Paulo Coelhos Bücher wurden von Kritikern als "trivialer Esoterik-Schund" bezeichnet Foto: EVA KORINKOVA/CTK/picturedesk.com

1. Paulo Coelho

Bei spiritueller Literatur denkt man sofort an Paulo Coelho. Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Er hat mit seinen Büchern ein Vermögen von 440 Millionen Euro gemacht. So mancher Literaturkritiker bezeichnet Paulo Coelhos Geschichten als "trivialen Esoterik-Schund". Die Leser interessierte das herzlich wenig. Sie feiern den Brasilianer, der mit "Der Alchimist" im Jahr 1991 seinen Durchbruch feierte. Allein dieses Werk wurde in 81 Sprachen übersetzt.

2. Joanne K. Rowling

Mit dem Zauberlehrling zur Millionärin: Die Harry Potter-Romane bescherten der Autorin ein beträchtliches Vermögen, das auf knapp 882 Millionen Euro geschätzt wird. Mit ihren Büchern stürmt Joanne K. Rowling regelmäßig die Bestsellerlisten. Selbst die Verfilmungen ihrer Werke sind von Erfolg gesegnet. Jene Verlage, die ihr erstes Harry Potter-Manuskript ablehnten, weil sie befürchteten, dass Jungen nur ungern ein Buch, das von einer Frau geschrieben wurde, lesen würden, ärgern sich heute bestimmt über diese Fehlentscheidung. Joanne Kathleen Rowling ließ sich von diesem Rückschlag zum Glück nicht abschrecken und kürzte für die Bücher ihren Namen auf J.K. Rowling ab.

Bestseller Rowling
Joanne Kathleen Rowling musste für den Erfolg ihren Namen abkürzen Foto: Charles Sykes/AP/picturedesk.com

3. James Patterson

Er gilt als der reichste Autor der USA. Zahlreiche seiner Geschichten wurden vom Fernsehen übernommen. Alleine in den vergangenen zwölf Monaten verkaufte Patterson rund 9,5 Millionen Bücher. Sein Vermögen beläuft sich umgerechnet auf 273 Millionen Euro. Alleine im Jahr 2010 verkauft er mehr Bücher als seine Kollegen Dan Brown, John Grisham und Stephen King zusammen. Inzwischen schreibt er seine Romane mit Hilfe von sieben Co-Autoren. Er verfasst den Romanentwurf, der dann von den Kollegen weitergeschrieben wird. Bis ein Buch fertig ist, braucht es ungefähr neun Entwürfe - die Arbeit eines Jahres.

4. Jeff Kinney

Vor mehr als zehn Jahren brachte der Autor sein Debüt "Diary of Wimpy Kid" (Gregs Tagebuch) heraus. 2008 erschien die erste Übersetzung auf Deutsch. Alleine in den USA verkaufte er mehr als 3,2 Millionen Bücher. Jeff Kinney erzählt in seinen Büchern Geschichten, die an Erlebnissen aus seiner Kindheit angelehnt sind. Er verdient damit durchschnittlich 18,5 Millionen Euro. Der amerikanische Kinderbuchautor bereut es heute sicher nicht mehr, dass sein großer Traum, Cartoons für Zeitungen zu zeichnen, geplatzt ist. Denn erst nachdem er als Cartoonist scheiterte, kam er auf die Idee, Bücher zu schreiben und diese mit seinen Bildern zu spicken.

5. Steven King

Der Schriftsteller gilt als unumstrittener "King of Horror". Mit über 400 Millionen verkauften Büchern ein wohlverdienter Titel. Alleine in den USA hat er 1,9 Millionen Exemplare seines Buches "End of Watch" abgesetzt, und auch die Kinoversion von "Es" wurde von Kritikern und Fans gefeiert. Steven King zählt zu den meistgelesenen Autoren der Gegenwart, sein Vermögen wird auf 353 Millionen Euro geschätzt. Nur wenige wissen, dass der berühmte Autor auch unter Pseudonymen veröffentlich hat. Als John Swithen schrieb er lediglich ein Werk, unter dem Namen Richard Bachman veröffentlichte er dafür gleich sieben Romane. Einen seiner früheren Romane, den er als "wütender junger Mann" geschrieben hat, bereut er. Das Buch "Amok", in dem ein Schüler seine Lehrer umbringt, ließ er vom Markt nehmen. Und das, obwohl er nichts von der Theorie hält, dass Gewaltdarstellungen in Büchern, Filmen oder Videospielen Menschen dazu anregen, schlimme Dinge zu tun. "Ich kann nichts dafür, dass manche von diesen Wirrköpfen mein Buch gelesen haben, denn ich erschaffe nichts, was nicht vorher schon vorhanden ist", sagte er in einem Interview.

6. John Grisham

Mit "Bestechung" landete er einen Mega-Erfolg, und auch mit dem Thriller "Camino Island" stürmte er die Bestsellerlisten. John Grisham konnte mit seinen Romanen ein  Vermögen von rund 176 Millionen Euro ansammeln. Als ehemaliger Rechtsanwalt nutzt er sein Wissen aus dem Gerichtssaal für spannende Thriller. Romantitel wie "Die Jury", "Die Akte", "Der Klient" und "Das Urteil" erklären sich dadurch von selbst. Für sein Buch "Der Gefangene" wurde der Autor sogar verklagt. Da der Bestseller auf einer wahren Begebenheit beruht, sahen sich Vertreter der staatlichen Ermittlungsbehörden falsch dargestellt und verklagten ihn wegen übler Nachrede. Die Verleumdungsklage wurde aber abgewiesen.

7. Nora Roberts

Die Romantik-Queen schafft es immer wieder auf die Bestsellerlisten und begeistert mit ihren Liebesromanen ein breites Publikum. Mit einem geschätzten Vermögen von rund 334 Millionen Euro zählt sie zu den reichsten Selfmadefrauen des Landes. Sie hat bereits mehr als 225 Bücher geschrieben, die sich weltweit über 400 Millionen Mal verkauften. Was aber macht die Bücher von Nora Roberts so besonders? Sie schafft es, Geschichten zu erzählen, die nah ans Herz gehen, aber stets mit viel Einfallsreichtum und Humor gewürzt sind. Eben wahre Liebesgeschichten, die nicht platt wirken.