Ton ab: 11 der besten Musik-Filme

Die Band "Queen" ist legendär und wird mit einem eigenen Film gewürdigt: Im Oktober kommt "Bohemian Rhapsody" in die Kinos. Bis es so weit ist, kann man sich mit diesen elf bewegenden Musikfilmen die Wartezeit verkürzen.

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Jamie Foxx als Ray Charles im Film "Ray" Foto: NG Collection / Interfoto / picturedesk.com

Am 31. Oktober kommt der mit Spannung erwartete Film "Bohemian Rhapsody" in die heimischen Kinos. Er erzählt die Geschichte von Queen-Frontman Freddie Mercury, die Bandgeschichte von Queen und endet beim Auftritt beim Live-Aid 1985, sechs Jahre vor Freddie Mercurys Tod. Rami Malek, bekannt aus der Serie "Mr. Robot" spielt die Hauptrolle.

Bis es soweit ist, kommen aber noch einige Wochenenden auf uns zu – die man sich am besten mit diesen Filmen versüßt.

1. Ray

Ray Charles, der blinde Sänger, Songwriter und Komponist, der für Titel wie "Georgia on my Mind" verantwortlich ist, gilt als einer der bedeutendsten Soulmusiker, die je gelebt haben. Im Film "Ray" zeigt Reggisseur Taylor Hackford die Kindheit von Ray Charles, den Beginn seiner Karriere und sein Leben als Ehemann und Familienvater. Jamie Foxx erhielt für seine Darstellungen den Oscar als bester Hauptdarsteller.

2. The Doors

Val Kilmer glänzt im Film "The Doors" als Legende Jim Morrison. Der Film zeigt, wie die Band entstand, wie Jim seine geliebte Pam, verkörpert von Meg Ryan, findet, wie die Doors Erfolge feiern und wie Jim am Ende zerbricht. Dass der Soundtrack des Films grandios ist, muss wohl nicht extra gesagt werden.

Bandmitglieder der Doors standen dem Film teilweise skeptisch gegenüber: Ray Manzarek war der Meinung, dass der Film zu sehr den drogensüchtigen Jim Morrison ins Zentrum stelle. Er verurteilte den Regisseur Oliver Stone, im Film aus Jim einen Alkoholiker gemacht zu haben, die sensiblen, humorvollen Seiten von Morrison kämen viel zu wenig durch.

Gitarrist Robby Krieger hingegen war zufrieden, bemerkte, dass einige Stellen übertrieben seien und manches fehlen würde, im Großen und Ganzen sei es aber ein guter Rock'n Roll-Film geworden.

3. Fraktus

"Fraktus" ist ein Mockumentary – also nicht ganz Doku, nicht ganz Film. Erzählt wird die Geschichte der fiktiven deutschen Gruppe Fraktus, die den Techno erfunden haben soll. Wer nicht weiß, dass die Geschichte fiktiv ist, könnte die Geschichte glatt glauben. Denn im Film erzählt Scooter-Frontman H.P. Baxxter, dass Scooter ohne Fraktus undenkbar gewesen wäre und auch Jan Delay lobt die Band in höchsten Tönen.      

Erfunden hat Fraktus die Hamburger Satire-Gruppe "Studio Braun", Lars Jessen hat die Fiktion verfilmt und erzählt darin vom grandiosen Comeback der Band. Denn lange Zeit mussten die Mitglieder in unglamourösen Jobs ihr Geld verdienen: Sänger Dickie jobbt in einem Internetcafé, Wand arbeitet in einem Optikerladen und Keyboarder Bage erheitert in Ibiza feierwütige Touristen mit Schlagermusik. Ein fiktiver Film, der in Wahrheit absolut sehenswert ist.

4. Walk the Line

Er war einer der ganz Großen: Johnny Cash. Im Film "Walk the Line" wird er von Joaquin Phoenix verkörpert, Reese Witherspoon spielt die Rolle der June Carter, Johnny Cashs große Liebe. Die beiden Schauspieler sangen alle Lieder im Film übrigens selbst ein! Der Film beginnt beim legendären Gefängnis-Konzert im Folsom State Prison und erzählt in Rückblenden den Aufstieg von Johnny Cash und seiner Beziehung zu June Carter.

5. 8 Mile

In 8 Mile erzählt Rapper Eminem höchstpersönlich seine Lebensgeschichte. Und die hat es in sich. Aufgewachsen in Detroit mit einer alkoholkranken Mutter (gespielt von Kim Basinger) kämpft sich der junge Jimmy Smith Jr. alias Rabbit erfolgreich nach oben und macht sich in Battle-Raps einen Namen. Doch er ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus, sondern macht Extraschichten in der Fabrik, um sich den Traum von einem eigenen Plattenvertrag zu verwirklichen. Der Soundtrack zum Film war in den Charts weltweit wochenlang auf Platz eins.

6. Blues Brothers

An dieser Komödie kommt man nicht vorbei: 1980 eroberte der Film "The Blues Brothers" die Leinwände. Nicht nur Mitglieder der Band "The Blues Brothers" spielen im Film mit, sondern auch zahlreiche Größen des Musikbusiness. Als da wären: Aretha Franklin, Ray Charles, John Lee Hooker, James Brown und und und.

Der Film handelt davon, wie der frisch aus dem Knast entlassene Jake Blues und sein Bruder Elwood beschließen, die alte Band wieder auf die Beine zu stellen, um an einem Songwettbewerb teilzunehmen. Mit dem dort gewonnen Preisgeld könnten sie nämlich dem Waisenhaus, in dem sie aufgewachsen sind, aus den finanziellen Schwierigkeiten helfen.  

7. I'm Not There

Bob Dylan Fans werden an diesem gewiss sehr speziellen Film über Bob Dylan ihre Freude habe. Christian Bale, Cate Blanchett, Marcus Carl Franklin, Richard Gere, Heath Ledger und Ben Whishaw verkörpern alle Bob Dylan. Es gibt keine Handlung im klassischen Sinne, auch folgt der Film keiner festen Chronologie. Vielmehr zeigt Regisseur Todd Haynes verschiedene Szenen aus dem Leben des großen Musikers. Der mehrfach ausgezeichnete Film ist erfrischend anders und natürlich schon allein wegen des Soundracks sehenswert.

8. Love & Mercy

Der Film aus dem Jahr 2014 erzählt die Geschichte von Brian Wilson, kreativer Kopf der "Beach Boys", die in den 60er-Jahren ihre größten Erfolge feierten. John Cusack spielt Brian Wilson und zeigt, wie fragil dieser Musiker war. Ein sehr bewegendes Biopic.

9. Born to be Blue

Ethan Hawk verkörpert in diesem Film den amerikanischen Jazz-Trompeter Chet Baker. Der Film zeigt die Jazz-Legende in den 1960er-Jahren, in denen Chet Baker gerade an seinem Comeback feilt. Denn Drogen und Exzesse ließen seine Musikerkarriere verkümmern. In den 50er-Jahren begann Baker Heroin zu nehmen, eine Sucht, von der er zeitlebens nicht mehr loskam.

10. Shine – Der Weg ins Licht

David Helfgott ist einer der berühmtesten klassischen Konzertpianisten, der jedoch an einer Nervenkrankheit leidet. Der Film zeigt, wie Helfgott Klavier studiert und mit dem als fast unspielbar geltenden 3. Klavierkonzert von Rachmaninow große Erfolge feierte. Dann jedoch folgte der Nervenzusammenbruch und Helfgott war jahrelang in psychiatrischer Behandlung. Ein ergreifender Film, der nicht nur Klassik-Fans berührt.

Ebenfalls empfehlenswert: Die Doku "Hello I am David!"

11. Berlin Calling

Paul Kalkbrenner glänzt in diesem Film als DJ Ickarus, der in Berlin und darüber hinaus große Erfolge feiert. Doch dann wird Ickarus nach einer ausschweifenden Nacht in die geschlossene Psychiatrie eingeliefert. Für den DJ jedoch kein Grund, dort seine Leidenschaft, die Musik aufzugeben, im Gegenteil. Nicht nur der Film, auch der gleichnamige Soundtrack von Paul Kalkbrenner ist wärmstens zu empfehlen. 

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