Arbeiterkammer Eisenstadt: Um- und Zubau offiziell eröffnet

Der Zu- und Umbau im AK/ÖGB-Haus in Eisenstadt wurde mit einem Festakt im großen Saal offiziell eröffnet, an dem Landeshauptmann Hans Niessl an der Spitze der gesamten Landesregierung, ÖGB-Präsident Erich Foglar und zahlreiche Spitzenvertreter aus Wirtschaft und Verwaltung teilnahmen.

AK Eröffnung
Die Ehrengäste vor dem neuen Haupteingang des AK/ÖGB-Hauses (v.l.): AK-Direktorstellvertreter Mag. Rainer Porics, AK-Direktor Mag. Thomas Lehner, ÖGB-Vorsitzender Erich Mauersics, ÖGB-Präsident Erich Foglar, Landeshauptmann Hans Niessl, ÖGB-Landesgeschäftsführer Andreas Rotpuller und AK-Präsident Gerhard Michalitsch. Foto: AK Burgenland
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Neuer Servicebereich im AK/ÖGB-Haus in Eisenstadt (v.l.): Die Mitarbeiterinnen Martina Stipsits, Julia Pinter und Pia Kedl mit AK-Präsident Gerhard Michalitsch und AK-Direktor Mag. Thomas Lehner. Foto: AK Burgenland

AK-Präsident Gerhard Michalitsch ging in seiner Eröffnungsrede auf die Rahmenbedingungen für den Um- und Zubau ein: „Herzstück des AK/ÖGB-Hauses ist nun ein moderner, barrierefreier Service- und Beratungsbereich für unsere Mitglieder. Wir haben aber mit dem Bauprojekt auch neue Maßstäbe für eine faire Vergabe gesetzt, weil wir die bauausführenden Unternehmen verpflichteten, strenge Kriterien und alle arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen einzuhalten. Von den 38 Gewerken konnten 24 an Bestbieter aus dem Burgenland vergeben werden. Durch diese Vergabe nach dem Bestbieterprinzip entstanden der Arbeiterkammer Burgenland nur 0,35 Prozent Mehrkosten bei Gesamtkosten von rund 4,5 Millionen Euro. Dazu stehen wir, weil wir so Lohn- und Sozialdumping wirksam verhindern konnten!“
ÖGB-Präsident Erich Foglar stellte in seiner Rede Bezüge zur Bundespolitik her. Die von FPÖ und NEOS erhobene Forderung nach Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft bei den Kammern würde massive Verschlechterungen für die ArbeitnehmerInnen bedeuten. „Ich erwarte mir von allen Parteien, dass sie nicht das entsorgen, worum uns alle anderen Länder beneiden. Das wäre eine Ironie der Geschichte.“
Landeshauptmann Hans Niessl: „Das Burgenland ist besonders exponiert, wenn es um Lohn- und Sozialdumping geht. Deshalb ist es vorbildlich, wie die Arbeiterkammer dieses Bauprojekt abgewickelt hat. Die Aufgaben für Arbeiterkammer und den ÖGB werden in Zukunft sicherlich nicht weniger. Ich stehe zur Pflichtmitgliedschaft bei den Kammern. Sie ist die Sicherheitspolizze für ArbeitnehmerInnen mit kleinstem und kleinem Einkommen und für kleinste und kleine Betriebe.“