Zugmaschine: Land Rover Discovery Sport

In einer immer mehr von Lifestyle dominierten SUV-Welt vergisst man oft wozu Geländewagen eigentlich gebaut werden. Land Rover zeigte daher eindrucksvoll was in seinen Fahrzeugen steckt, und funktionierte einen Serien-Discovery Sport einfach zur Zugmaschine um.

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Der Land Rover Discovery Sport zeigt sich als wahre Zugmaschine. Foto: Hersteller
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Foto: Hersteller
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Foto: Hersteller

Rund 10.000 PS hat eine Taurus Lok der ÖBB. Der Land Rover Discovery Sport mit Ingenium Diesel gerade einmal 180, dennoch scheuten sich die Briten nicht davor den Serien-SUV an eine 100 Tonnen schwere Zugsgarnitur zu hängen. Das ist das 60-fache des Eigengewichts des Discovery oder das Gewicht einer Boeing 757. Doch die Pferdestärken sind nur eine Sache, ganz ohne Umbauten, gelang es dem Landy alleine durch seine serienmäßig an Bord befindlichen Helferlein wie Terrain-Response-Steuerung, Anhängerassistent oder die Offroad-Geschwindigkeitsregelung ATPC den Zug in Bewegung zu setzen. Vor allem ATPC leistete dabei Schwerstarbeit, das teilautonome System steuert die Drehmomentabgabe (maximal 430 Newtonmeter) des Motors und des Bremssystems selbständig.

 

10 Kilometer lang 100 Tonnen Zugkraft.

Eine Änderung zum Serienmodell gab es jedoch, die Reifen wurden durch Schienenräder ersetzt, was logischerweise Sinn macht. Für die notwendige Traktion sorgte neben ATPC auch die Neustufenautomatik. Die Machtdemonstration Land Rovers zeigte deutlich auf, dass der Discovery Sport für Extreme durchaus geeignet ist. Die Offroad-Assistenten bewiesen, dass der Landy auch auf rutschigem Terrain – und was rutscht mehr als eine Eisenbahnschiene – durchaus zuhause ist. Nach zehn Kilometern wurde die Zugmaschine wieder „ausgespannt“ und durfte wieder zurück auf die Straße bzw. ins Gelände für das er ursprünglich gebaut wurde.

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