Weltrekord: Ferrari zieht Vespa auf 185 km/h

Jetzt mit Video! Trotz einer kurzen Schrecksekunde ist Günter Schachermayr überglücklich. Er hat hinter einem 600-PS-Ferrari mit seiner Vespa auf unglaubliche 185 km/h beschleunigt.

Rekordversuch Vespa hinter Ferrari
Foto: Günter Schachermayr

Er fährt die Skisprungschanze in Innsbruck hinauf, rast die Flying Fox-Drahtseilbahn hinunter und plant eine Vespa-Fahrt in der Troposphäre. Der oberösterreichische Extremsportler Günter Schachermayr absolviert Stunts, bei denen selbst unerschrockene Gemüter entschieden abwinken. Jetzt hat sich der Steyrer wieder in die Rekordbücher eingeschrieben, diesmal mit der schnellsten Geschwindigkeit, die je auf einer von einem Fahrzeug gezogenen Vespa erreicht wurde.

Für seinen Stunt hat sich Günter Schachermayr einen ganz besonderen „Abschleppwagen“ ausgesucht: Er lässt sich am Flughafen Stockerau von einem fast 600 PS starken Ferrari 458 Italy auf Geschwindigkeit bringen, als Verbindung zum roten Boliden diente ein speziell angepasstes Abschleppseil. Im Cockpit sitzt der Unternehmer und versierte Rennfahrer Wolfgang Terschl aus Bad Hall. Die 800 Meter lange Landebahn am Flughafen Stockerau wird für die Rekordfahrt extra abgesperrt.

Schrecksekunde bei Bremsmanöver

Dann die Rekordfahrt: Der Ferrari und die Vespa in seinem Schlepptau beschleunigen auf 185 km/h. Es folgt frenetischer Jubel – doch dann stockt den Beteiligten und den Zuschauern der Atem, als der Ferrari über die Landebahn hinaus schießt. Kurz darauf die Entwarnung – nichts passiert, Weltrekord geglückt. Später erklärt Günter Schachermayr, wie es zu dem Zwischenfall kam. Als er sich vom Ferrari abkoppelte, stellte sich das am Seil befestigte Gewicht auf und schoss in Richtung Ferrari, dessen Pilot geistesgegenwärtig sein Bremsmanöver unterbrach. „Man muss sich das vorstellen wie in der Formel 1, wenn sich ein Rad vom Auto löst“, erklärt der Extremsportler.

All diese Rekorde wären ohne sein Team nicht möglich, betont Günter Schachermayr. Für die handverlesene Crew findet er nur lobende Worte. Er weiß in jeder Sekunde, dass er sich auf die Leistung jedes einzelnen verlassen kann. Nur so ist es für ihn überhaupt möglich sich voll auf seine Extrem-Stunts zu konzentrieren.

Tauchfahrt mit Vespa geplant

Auch wenn der Oberösterreicher über den erfolgreichen Ferrari-Stunt überglücklich ist, auf seinen Lorbeeren will er sich nicht ausruhen. Im Hintergrund plant er bereits sein nächstes Projekt, das denn geheimnisvollen Namen „Waterworld 5“ trägt und im März 2016 stattfinden wird.

Hinter dem Codenamen verbirgt sich eine irrwitzige Vespafahrt im Wolfgangsee – fünf Meter tief unter Wasser. Günter Schachermayr wird dabei mit einer Sauerstoffflasche auf seiner speziell umgebauten Vespa unterwegs sein: „Die größte Herausforderung ist, dass kein Benzin und kein Öl ins Wasser gelangen dürfen.“

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