VW: Sportliches und Sparsames aus Wolfsburg!

Am Volkswagen-Messestand ist der Fokus des Konzerns ganz klar erkennbar. Hier wird Spaß und Sparen für eine breite Masse präsentiert. Neben PS-starken Kleinwagen und Kompakten steigt man auch mit E-Mobilen und der jüngsten Generation von Erdgas betriebenen Fahrzeugen in das neue Jahr ein.

Polo R WRC

Kaum hat man den World Rallye Championship-Titel in der Tasche, kommt auch schon das erste Sondermodell zum Sieg. Und was für eines! Der Polo R WRC bringt Rallye auf die Straße, ein 2.0 TSI Motor sorgt für 220 PS und 350 Newtonmeter Drehmoment. In einem Kleinwagen wohlgemerkt! Hier darf man also schon getrost von einem handfesten Zwergerlaufstand sprechen. Optisch lässt der R WRC nichts im Ungewissen. Größere Lufteinlässe, ein Heckspoiler der den Namen auch verdient, doppelflutige Auspuff-Anlage und 18 Zöller. Bei dem Anblick ist sofort klar, dass der Schärfste aller Polos nicht nur spielen will. Unterstrichen wird der Auftritt noch von ein paar WRC-Stickern und blau/grauen Rallyestreifen. Innen empfängt einen feines Alcantara auf den Schalensitzen und dezent sportliche Alu-Applikationen. Der Polo R WRC ist streng limitiert, wer sich also zur Neigungsgruppe "Rallyefahrer in Ausbildung" zählt, sollte besser schnell zuschlagen.

Der VW Polo R WRC
Der VW Polo R WRC Foto: VW

Golf Sportsvan

Jünger sollen sie werden, die Käufer des großen Golf. Denn aus dem Golf Plus wird der Golf Sportsvan. "Sportsvan", das klingt schon mal schnittiger als "Plus". Aber Namen sind für den Konsumenten meist Schall und Rauch, viel wichtiger ist, dass der Wagen selbst überzeugt. Die Optik spricht dabei Bände! Dynamischer die Front und gefälliger das Heck. Hier denkt man nicht mehr sofort an einen Golf mit Überdruck, sondern an ein eigenständig gezeichnetes Fahrzeug, das eben mit dem klassischen Golf verwandt ist. Der Innenraum ist in bester Volkswagen-Manier variabel, sind die Rücksitze erst mal weggeklappt, stehen 1.512 Liter an Stauraum zur Verfügung. Bei den Motoren wird man aus einer breiten Palette wählen dürfen. Unser Tipp: der 110 PS TDI wird wohl der zum Gesamtkonzept Stimmigste sein. Ein wenig sportlich und trotzdem sparsam.

Der Golf Sportsvan
Der Golf Sportsvan Foto: VW

E-Golf

Die Autoindustrie hat ein großes Problem, und zwar geht der Menschheit langsam, aber sicher der Sprit aus. Höchste Zeit sich über alternative Antriebsmöglichkeiten Gedanken zu machen. Denn die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen führt mittelfristig für jeden Hersteller ins "Aus". Jetzt sickern die ersten ernstzunehmenden E-mobile in den Alltag und da will Volkswagen natürlich auch ganz vorne mitmischen. Nach dem e-UP hat VW sich den Golf zur Brust genommen und ihn elektrifiziert. Von außen muss man schon sehr genau hinblicken, um einen Unterschied zum "normalen" Golf zu finden. Die Optik ist also unauffällig. Man muss das grüne Banner ja auch nicht wie ein Plakat vor sich herschieben, denn viele Kunden wollen das gar nicht.

Bis zu 115 PS Leistung

Innen ist die größte Änderung der Verlust des Drehzahlmessers. An dessen Stelle sich jetzt ein Potentiometer befindet. Es zeigt an, wie viel Prozent der Leistung gerade gefordert werden. Sollte man es eilig haben, kann man so per Pedal bis zu 115 PS an Leistung einfordern. Bei beherztem Tritt werden so ab Leerlauf 270 Newtonmeter Drehmoment freigesetzt, die den rollwiderstandsarmen Reifen Stress verursachen. Doch bei einem E-mobil ist die Power zweitrangig, viel wichtiger ist die Reichweite. Die gibt Volkswagen mit 130 - 190 Kilometern an, je nach Fahrweise. Damit liegt man ziemlich genau auf Augenhöhe mit der bayrischen Konkurrenz.

Der E-Golf
Der E-Golf Foto: VW

Golf TGI

Wem ein E-mobil doch noch zu exotisch ist und wer oftmals weite Strecken zurücklegen muss, für den hält Volkswagen ein TGI System parat. Im Golf TGI Bluemotion paart sich so der umweltfreundliche Erdgasantrieb mit einem 1,4 Liter Turbo- direkteinspritzer, der 110 PS leistet. Von außen ist wie auch schon beim e-Golf der Unterschied zum "normalen" Golf verschwindend gering. Golf-Kenner werden noch am ehesten das Fehlen eines Auspuffs bemerken. Auch im Fahrbetrieb fällt der bivalente Antrieb nicht auf. Ob jetzt Gas oder Benzin verbrannt wird, ist nur mehr den beiden Tankanzeigen zu entnehmen. Richtig gelesen, der Golf TGI hat zwei Tankanzeigen. Eine für den 15 Liter Gastank und eine für den herkömmlichen. Addiert man die beiden Reichweiten, lassen sich bis zu 1.360 Kilometer am Stück zurücklegen. Der Preis: 23.400 Euro

Der Golf TGI
Der Golf TGI Foto: VW

Probefahrt mit VW:

www.volkswagen.at

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