VW Arteon Highline TDI 4MOTION DSG ArteON THE ROAD

Ober-Passat. Passat CC und Phaeton sind Geschichte – jetzt kommt der Arteon. Kann der "Schönling" als neues VW-Flaggschiff in der Oberliga mitmischen?

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Optisch wahrscheinlich der schönste VW aller Zeiten – überraschend ist das perfekt ausgewogene Fahrwerk! Foto: Weekend Magazin
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Hochwertige Materialien, alles griffbereit, aber es fehlt noch das Tüpfelchen auf dem "i" Richtung Oberliga. Foto: Weekend Magazin
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Das Heck wurde fließend gestaltet. Auffällig auch die breite Front mit dem Jalousien-Kühlergrill. Gelungenes Design! Foto: Weekend Magazin
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Auffallend: Der Arteon hat eine wirklich riesige Heckklappe, hinter der sich bis zu 1.557 Liter Ladevolumen verstecken. Foto: Weekend Magazin
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Foto: Weekend Magazin
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Foto: Weekend Magazin
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Foto: Weekend Magazin

Irgendwann sind Volkswagen die Winde und Strömungen ausgegangen. Passat, Scirocco oder Golf wurden um Namenskreationen wie Tiguan oder Touran erweitert. Und jetzt hat sich jemand gedacht, dass Arteon, eine Kombination aus „Art“ (Kunst) und „eon“ (Anspielung auf ­Phaeton), besser klingt als irgendein fader Föhnwind. Der Arteon ist VWs Kampfansage Richtung Oberliga und nachdem „Passat CC“ sowie Phaeton in Pension geschickt wurden, übernimmt dieser „Gran Turismo“ den Platz zwischen den beiden Konzernbrüdern. Er soll dort fahren, wo ein Audi A5 Sportback oder BMW 4er Gran Coupé ­unterwegs ist.

Oberliga?

Was das Fahrwerk angeht, fährt der Premium-Volkswagen eben auch im Premium-Segment. Da haben die Techniker ganze ­Arbeit geleistet. Sogar im Sport-Modus kommt nichts Hartes durch – der Komfort bleibt erhalten. Generell mag der Arteon Kurven sehr gerne. Der im Testauto ­werkende 240-PS-Diesel beschleunigt im Zusammenspiel mit dem 7-Gang-DSG- Getriebe die Limousine ­äußerst flott. Der Verbrauch lag im Test immer zwischen sieben und acht Litern. Laut Werksangabe sind es 5,9 ­Liter. Daneben gibt es auch noch zwei weitere Zweiliter-Diesel mit 150 oder 190 PS. Die Benziner leisten 150 bis 280 PS. Sogar platztechnisch spielt der Arteon in der Oberliga, wenn nicht darüber. 563 bis 1.557 Liter sind erstaunlich viel. Fahrer und Passagiere haben zudem viel Beinfreiheit – auf der „Hinterbank“ müssen allerdings größer gewachsene Menschen etwas den Kopf einziehen. Wo es noch leicht fehlt, ist vielleicht das Cockpit: Dort hat die PremiumKonkurrenz schon noch leicht die Nase vorne. Der Innenraum wirkt zwar aufgeräumt und wurde mit Alu-Applikationen beschönt. Damit erreicht man aber nicht jene Exklusivität, die Mercedes-Benz, BMW oder Audi verströmen. Was aber  keinesfalls heißt, dass hier kein schönes Cockpit auf die Räder gestellt wurde.  

Assistenten

Wer bei den ganz Großen mitspielen will, muss auch teilautonomes Fahren ernst nehmen. Im Grunde reicht es, die Hände am Lenkrad zu halten. Der Arteon bremst vor Geschwindigkeitsbeschränkungen und beschleunigt sogar schon vor der „Tafel“. Zudem bremst er automatisch beim Abbiegen in eine andere Straße, um die ­Kurve zu kratzen und erkennt auch einen Kreisverkehr.  Generell ist in Sachen Sicherheitsassistenten alles zu haben, was derzeit am Markt erhältlich ist: Sogar ein „Ausparkassistent“ ist mit an Bord.

Zur Optik

Über Geschmack lässt sich zwar streiten, aber der Arteon ist wohl der schönste aller Volkswagen. Der Jalousiengrill und die spannende Linienführung machen den Deutschen zu einem echten Hingucker. Schon der „CC“ war etwas Besonderes. Ein Arteon wirkt mit seinen 4,8 Metern Länge zudem ziemlich mächtig. Preislich startet der günstigste Arteon ab EUR 43.440,– als 2,0 TDI mit 150 PS. Das Testfahrzeug ist ab EUR 58.380,– zu haben. Mit Allradantrieb 4MOTION, Leder, 19-Zöllern, vielen Assistenten und anderen Nettigkeiten in der Highline-Ausstattung hatte der Arteon einen Gesamtpreis von EUR 66.519,–.

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