Werners Auto-Blog: Frontscheiben-Eiszeit

Kommt Ihnen das bekannt vor? Ich stehe morgens bei "eisiger" Dunkelheit vor meinem Auto, dessen Windschutzscheibe mit einer Eisschicht überzogen ist, die dicker zu sein scheint, als das, was in der Arktis öfter abbricht und davonschwimmt Richtung Titanic.

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Selbst ist der Autofahrer: Für den Durchblick sorgt er selbst Foto: Naked King/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Während ich panisch auf meine Uhr schaue, bricht der Eiskratzer. Geil! Mit dem übriggebliebenen Stückerl erkämpfe ich mir ein münzgroßes Blitzeis-Sichtloch. Die Idee mit der Scheibenwaschanlage, ein größeres Loch zu kreieren, ist ein Reinfall. Der Herr Nachbar hat den Motor laufen, um nicht bis zum Frühling daheim bleiben zu müssen. Die Alternativen dazu sind Windschutzscheibe einschlagen oder glühende Kohlen besorgen.

Ehrlich! Es sind bald 50 Jahre, dass wir auf den Mond flogen. Wir haben elektronische Sicherheitsassistenten und Zusatzausstattung bis zum Abwinken, leben in einer vernetzten Superwelt und schaffen es nicht, eine Frontscheibenheizung, die wie eine Heckscheibenheizung funktioniert, serienmäßig in Autos einzubauen! Derartige "Entfroster" sind entweder gar nicht erhältlich oder nur bei wenigen Modellen bzw. Marken. Eindeutig ein Griff ins Kratzenklo!

Werner Christl
Motor-Ressortleiter Werner Christl Foto: Weekend Magazin

Autos sind seine Leidenschaft. Diese hat Werner Christl, der studierter Pädagoge ist, zu seinem Beruf gemacht. In seinen Betrachtungen und Kommentaren widmet sich der langjährige Motor-Ressortleiter des Weekend Magazins den täglichen Herausforderungen im Leben eines Autofahrers.

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