Verdeckt ermittelt! Der Audi A3 Cabrio 2.0 TDI

Mit einem Stoffverdeck geht Audi auf Kundenfang. Wir haben die Vor- und Nachteile des Cabrios "verdeckt" und "offen" ermittelt.

Audi A3 Cabrio - Cover
Mit 4,42 Meter ist das A3 Cabrio gleich 18 Zentimeter länger als der Vorgänger. Foto: Audi

Die Jungs aus Ingolstadt lassen sich nicht gerne Nega­tives über das Fahrwerk nachsagen – insofern ist es nicht verwunderlich, dass es absolut nichts zu nörgeln gibt. Auch mit den Bremsen und der Lenkung müssen wir uns nicht lange auf­halten – ein optimales Paket.  Obendrauf gibt es noch eine knackige Schaltung. Glücklicherweise finden normale Menschen auf den Rücksitzen nur wenig Platz, so gibt es wenigstens an ­dieser Stelle ein bisschen ­berechtigte Kritik.

Das Dach

18 Sekunden dauert es, bis sich das Stoffdach über die Schultern schupft und verschwindet. Das geht sogar bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h, was ein mehr als guter Wert ist. So entkommt man dem Regen, ohne erst einen Standplatz suchen zu müssen. Auch mit Lärmverschmutzung muss sich der A3-Fahrer nicht auseinandersetzen, denn man hat eine überdurchschnittlich gute Geräuschdämmung hinbekommen. Dass bei einem Cabrio die Sicht nach hinten bei geschlossenem Verdeck nicht unbedingt ein Hit ist, versteht sich von selbst. Als sehr nützlich hat sich das Windschott erwiesen. Das ist mit Sicherheit sein Geld wert – der Unterschied "mit/ohne" ist enorm. Und um noch einmal zur Platzfrage zurückzukommen: Die 320 Liter Gepäckraumvolumen bei umgelegten Rücksitzen gehen zumindest in Ordnung. Mehr ist bei einem Cabrio einfach nicht drinnen.

Audi A3 Cabrio
Mit 4,42 Meter ist das A3 Cabrio gleich 18 Zentimeter länger als der Vorgänger Foto: Audi

Motor

Die Trinkgewohnheiten sind von guten Eltern. Im Test lagen wir bei 5,6 Litern. Laut Werk sind es 4,2 Liter. Dabei wurden dem Motor im Test doch relativ oft alle Pferdchen entlockt. Die springen übrigens schon bei 1.800 Umdrehungen über die Drehmomenthürde, und im Anschluss gibt es eben Fahrspaß. Der Motor, ein Zwei­liter-TDI, ist ein freches Früchtchen mit 150 Pferden – und die 340 Newtonmeter Drehmoment fühlen sich fast sportlich an. Insofern muss es nicht unbedingt ein 1.6-Downsizing-Aggregat sein, wenn der Zweiliter sparsam ist und für ordent­lichen Vortrieb sorgt. Einzig bei Drehzahlen unterhalb der 1.800 tut sich der A3 etwas schwer.  Hier noch Eckdaten: Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 224 km/h, von 0 auf 100 benötigt der A3 8,9 Sekunden.

Innen

Im Cockpit das typische Audi-Ambiente – alles sehr übersichtlich angeordnet. Suchen ist kein Thema. In der Mitte thront ein Bildschirm für Navi, Multimedia und Co., der effekthaschend ausfährt. Insgesamt ein nettes Cockpit, das einen typischen hochwertigen Audi-Eindruck hinterlässt. Zwar klar eine Klasse unter dem A4, aber schwer in Ordnung. Diesen Eindruck hinterlässt auch der Preis. In der Ambition-Ausstattung mit Xenon, Multifunktionslenkrad, Connectivity-Paket, Geschwindigkeitsregelanlage, Sound-System von Audi und anderen Features steht am Preiszettel des Testautos EUR 45.890,–. Den kleinsten Benziner gibt es allerdings schon ab EUR 33.590,–. ­Fazit: Das A3 Cabrio zeigt, dass Stoffverdecke nicht nur schön aussehen, sondern auch durchaus praktisch und alltagstauglich sind. Besonders gut gefallen hat uns der Motor – spritzig und sparsam zugleich.

Die Wertung

Fahrwerk    ■■■■■
Motor    ■■■■■
Verbrauch    ■■■■■
Platz/Raum    ■■■■■
Cockpit    ■■■■■

Probefahrt mit Audi:

www.audi.at

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