Test: VW up! - klein, bunt, lustig

VW up! beats Comfortline: Mehr Farben, bunte Ausstattungspakete, neuer Turbo und äußerlich dezent verändert. Der neue up! mit – ein Ausflug mit der Villa Kunterbunt.

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Zu haben ist ein VW up! ab EUR 9.990,–. Im Test: der Einliter-Dreizylinder mit 75 Pferdchen unter der kurzen Motorhaube. Foto: Werner Christl
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Das Cockpit wirkt sehr modern. Allerdings, wie in dieser Klasse üblich, gibt es viel harten Kunststoff zu bewundern. Foto: Werner Christl
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Das Smartphone wird in die Docking-Station gesteckt und kommuniziert mit der „Mittelkonsole“ – praktisch. Foto: Werner Christl
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VW up! Foto: Werner Christl
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Wie bringe ich vier Türen in einem VW up! unter? Ein ­Kleinstwagen mit vier Türen ist immer wieder faszinierend. Foto: Werner Christl
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VW up! Foto: Werner Christl
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VW up! Foto: Werner Christl
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VW up! Foto: Werner Christl
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VW up! Foto: Werner Christl
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VW up! Foto: Werner Christl
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VW up! Foto: Werner Christl

Wie bringt man auf nur 3,6 Metern Länge vier Türen unter, ohne auf Kofferraum oder die Motorhaube und damit auf den Motor selbst zu verzichten? Die Designer von kleinen Cityflöhen ­haben es nicht leicht. Sicher soll er sein, optisch muss er auch was hermachen und vor allem viel Platz bieten. Auch der neue up! lässt ­einem beim Einsteigen ­keinesfalls an amputierte Gliedmaßen denken. Er ist zwar in der Länge nur um sechs Zentimeter gewachsen, aber mehr geht da wirklich nicht.

Dreizylinder. Im Testauto werkt ein Dreizylinder mit einem Liter Hubraum, der 75 PS auf die Straße bringt. Dass kleine Dreizylinder keine Formel-1-Boliden sind, ist klar. Ohne Drehzahl geht da nicht viel weiter. Wer aber den up! bei Laune hält, ist mitunter flott unterwegs. Der Schaltknüppel wird dabei zum guten Freund und will viel bewegt werden. Wer mehr haben will, kann den neuen 1.0 TSI, ein Turbo, mit 90 PS ordern. Der sorgt dann für guten Fahrspaß. Ansonsten ist der 1.0 MPI im Testbetrieb unauffällig, nicht zu laut, ein braver Zeitgenosse, der im Schnitt mit 4,1 Liter laut Werk auskommt. Im Test waren es 5,3 Liter bei leicht forscher Fahrweise. Die meisten werden sich allerdings wohl eher für die 60- PS-Version des up! entscheiden, da hier ein Startpreis von EUR 9.990,– lockt – ein gutes Argument! Gut hin­bekommen haben die Techniker das Fahrwerk. Den kleinen Deutschen bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Trotz kurzem Radstand bekommt man keine über­triebene Rückmeldung der ­Straße an die Bandscheiben. Außerdem: Auch der neue up! bietet gute Rundumsicht.

Neu ist auch. Rein äußerlich hat sich nicht allzu viel verändert. Im Frontbereich gibt es nun neue Scheinwerfer, und das LED-Tagfahrlicht ist serienmäßig an Bord. Auch die Frontschürze wurde leicht überarbeitet. Zudem gibt es in die Außenspiegel integrierete Blinkleuchten, und die Spiegel selbst sind in verschiedenen Farben erhältlich. Überhaupt setzt VW beim kleinen Cityflitzer auf Individualität. Dachfarbe, neue poppige Farben und ­diverse seitlich angebrachte Dekorleisten, sowie rassige Felgen, sollen aus dem neuen up! einen Farbtupfer auf den grauen Straßen machen. Das so etwas ankommt, wissen wir seit Minis auf der Straße fahren. Auch im Innenraum geht es farbenfroh zur Sache. Zehn verschiedene Armaturenbrett-Designs stehen zur Auswahl. Das Cockpit ist nun etwas kantiger gestaltet.Generell gibt es für den ­neuen up! extrem viele Pakete. In diesem Fall war es das „beats Paket“ mit 300 Watt starker Audioanlage des amerikanischen Audiospe­zialisten „beats“ mit gutem Sound. Im Paket enthalten auch eine spacige Sitzpolsterung und andere Nettigkeiten.

Die Gegner. Ein Fiat 500, der Renault Twingo oder der Opel Karl zählen genauso zur Konkurrenz wie ein ­Toyota Aygo. Eben alle Kleinstwagen, die es am Markt gibt und von denen die meisten farbliche Akzente setzen. Das Testauto in beats-Ausstattung, mit Komfortpaket, vier Türen, Multifunktionslenkrad findet um EUR 15.464,– auch in der kleinsten Garage Platz. Der Finanzminister muss übrigens mit einem armseligen Prozent an NOVA auskommen – das gefällt uns.

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