Test: Suzuki Vitara 1.6 DDiS TCSS - Mit Wasabi-Knopf

Drehknopf. Das Knöpfchen mit der Aufschrift „Sport“ wirkt wie Wasabi. Alles wird ein ­bisschen schärfer – und so wird aus dem braven Diesel ein flottes Sushi.

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Suzuki Vitara 1.6 DDiS Allgrip TCSS
Allrad, Doppelkupplungsgetriebe und im Offroad-Bereich hat der Japaner durchaus ein Wörtchen mitzureden.
Foto: Werner Christl
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120 PS, 4,5 Liter ­Verbrauch – dazu ­Allradantrieb, der den ­Vitara auch im ­Gelände eine gute ­Figur machen lässt. Foto: Werner Christl
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Sehr gute Platzverhältnisse für Fahrer und Passagiere. Der Kofferraum bietet 375 Liter Ladevolumen. Foto: Werner Christl
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Suzuki Vitara 1.6 DDiS Allgrip TCSS Foto: Werner Christl
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Suzuki Vitara 1.6 DDiS Allgrip TCSS Foto: Werner Christl
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Suzuki Vitara 1.6 DDiS Allgrip TCSS
Wer es etwas farbiger haben will, kann für den Vitara peppige Farbkombinationen ordern.
 
Foto: Werner Christl
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Allradantrieb: Der Allradler hat vier Fahrmodi mit im Gepäck. So lässt sich auch das Gelände erkunden. Foto: Werner Christl
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Der Vitara glüht im Sportmodus im Zusammenspiel mit dem 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ordentlich los: Suzuki Vitara 1.6 DDiS Allgrip TCSS Foto: Werner Christl
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Suzuki Vitara 1.6 DDiS Allgrip TCSS Foto: Werner Christl
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Suzuki Vitara 1.6 DDiS Allgrip TCSS Foto: Werner Christl
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Suzuki Vitara 1.6 DDiS Allgrip TCSS Foto: Werner Christl
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Suzuki Vitara 1.6 DDiS Allgrip TCSS Foto: Werner Christl
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Suzuki Vitara 1.6 DDiS Allgrip TCSS Foto: Werner Christl
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Das Knöpfchen mit der Aufschrift „Sport“ wirkt wie Wasabi. Alles wird ein ­bisschen schärfer – und so wird aus dem braven Diesel ein flottes Sushi. Foto: Werner Christl

Ein Diesel-SUV mit 120 PS und Automatik steht nicht immer für ein prickelndes Fahr­erlebnis. Da kann es schon sein, dass eine Turbo­gedenksekunde, die in eine Automatikgedenksekunde übergeht, bevor es vorwärts geht. Und da müssen wir doch Suzuki auf die Schulter klopfen, denn der Vitara glüht im Sportmodus im Zusammenspiel mit dem 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ordentlich los. Vor allem aber steht die Kraft des Turbos sehr schnell zur Verfügung. Bereits im Drehzahlkeller geht es praktisch ohne Turboloch zur Sache. Dazu schaltet das Automatikgetriebe ganz fein, praktisch ohne Ruckler und dazu sehr schnell. Dadurch fährt sich der 1.6-Liter-Vitara vor allem in der Stadt, mit den vielen Ampelstarts, sehr flott. Natürlich ist ein SUV mit Allradantrieb und 120 PS keine Rakete, aber er lässt sich überraschend spritzig bewegen. Wer vom Sport- in den „Normalmodus“ wechselt, spürt dann allerdings doch kleine Verzögerungen beim Tritt aufs Gaspedal. Das Fahrwerk ist sehr auf Komfort ausgelegt und macht einen ausgewogenen Eindruck. Die Lenkung könnte vielleicht etwas direkter sein. Beim Verbrauch verspricht Suzuki 4,5 Liter. Im Test waren es um die 6,5 Liter auf 100 Kilometer.

Der Innenraum. Viel Platz auf den vorderen und hinteren Rängen gibt es im Japaner. Bein- und Kopffreiheit stimmen sicher. Im Kofferraum findet man 375 Liter Stauvolumen. Das reicht, vor allem deswegen, weil ja die Sitze umgelegt werden können – ist aber kein Spitzenwert in dieser Klasse. Das Cockpit selbst hat uns nicht unbedingt in Verzückung versetzt. Es findet sich praktisch nur harter Kunststoff – da könnte man nachbessern. Jedoch gibt es für den Vitara eine ganze Reihe an Farbkombis für den Innenraum. Türkise oder orange Applikationen ver­leihen dem Interieur mehr Pep. Auch äußerlich gesehen, lohnt sich ein Blick auf die frechen zur Verfügung stehenden Wagenfarben. Der Vitara lässt sich zudem farblich kombinieren – Dach, ­Außenspiegel und Kühlergrill werden so zum lustigen Farbtupfer.

Offroad. SUVs begnügen sich oft damit, so auszusehen, als wäre ein Ausflug ins Gelände möglich. Der Vitara gehört zu jenen Allradlern, die tatsächlich im Gelände eine gute ­Figur machen. Wie schon angesprochen, bietet der ALLGRIPP Allradantrieb vier Fahrmodi. Eben den erwähnten Sportmodus, dann hätten wir „Snow“, um das Anfahren auf Schnee auf rutschigem Untergrund wie Schnee zu ­erleichtern. Im „Auto-Modus“ zielt alles auf sparsamen ­Verbrauch ab. Deshalb werden nur die Vorderräder angetrieben. Falls diese keinen Grip mehr haben, schaltet sich der Allradantrieb ein. Wenn alles nicht mehr hilft, gibt es noch den „Lock-Modus fürs Grobe. Dazu kommen 185 Millimeter Bodenfreiheit.

Fazit: Der Vitara geht durchaus als Lifestyle-SUV durch, dass für Automatikliebhaber, die einen Diesel mit nicht zu vielen PS wollen, eine gute Alternative ist. Ein SUV, das in vielen Situationen Spaß macht, optisch verglichen mit den Vorgängern unheimlich zugelegt hat, einen ausge­reiften Allradantrieb bietet und preislich im Rahmen bleibt. Der günstigste Vitara kostet EUR 17.990,– (1.6-Benzier mit 120 PS). Mit Allrad sind es schon EUR 19.990,–. Der getestete Suzuki Vitara 1.6 DDiS ALLGRIP TCSS Shine ­kostet ab EUR 31.190,–.

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