Test: Peugeot 208 GTI - Ein Test mit einem 208, der auch 208 PS hat!

Juhu! Der 208 GTI ist ein harter Hund, der mit seinen 1.265 Kilogramm von über 200 Pferden durch die Landschaft gerissen wird. Hier die Erfahrungen zum Test-Ritt.

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Von 0 auf 100 in nur 6,5 ­Sekunden. Die Kraft kommt aus einem Vierzylinder
(1,6 Liter – Frontantrieb).
Foto: Werner Christl
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Eine gut funktionierende Rot-Schwarz-Koalition:
Da Leder mit roten Ziernähten, dort schwarze Schalensitze.
Foto: Werner Christl
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Äußerlich wirkt der 208 GTI dezent sportlich, nicht ­„übertrieben“ und vor allem ohne Designer-Peinlichkeiten. Foto: Werner Christl
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Der Peugeot 208 GTI und die Konkurrenz: Opel Corsa OPC, VW Polo GTI, MINI, Ford Fiesta ST, Renault Clio Sport, ... Foto: Werner Christl
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Zwei Endrohre! Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Im Inneren - ALLES ROT! Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Sportsitze geben guten Seitenhalt! Foto: Werner Christl

Dort vorne, direkt unter der kleinen Motorhaube sollen sie sitzen – die 208 Pferde. Eingepfercht in eine „1,6- Liter-Koppel“ schnauben die lieben Pferdchen schon beim Starten des Franzosen. Während andere Klein­wagen mit 90 Ponys schon ordentlich lostraben, setzt Peugeot auf mehr als das Doppelte! Und dies hat doch erheblich Auswirkungen auf den Galopp. Werden die Gatter der Koppel beim Tritt aufs Gaspedal geöffnet, rennen die 208 Pferde wie vom Esel getreten dahin. 6,5 Sekunden von 0 auf 100 Sachen sind ein super Wert. Dabei ist es doch relativ schwierig, die Bandscheiben im Sattel zu halten, denn der 208 GTI ist ein harter Hund. Was Kurven und Serpentinen gerade bügelt, hat Auswirkungen auf den Federungs-Komfort. Ja, der Kleine ist kein Möchtegernsportler – er hat es faustdick hinter den Rückspiegeln und verursacht tatsächlich sehr, sehr viel Fahrspaß. Da haben die Peugeot-Techniker wirklich gut gearbeitet. Noch dazu ist es Peugeot gelungen, einen giftigen Kleinwagen auf die Räder zu stellen, der sich unterm Strich leicht beherrschen lässt, außer man schaltet das ESP weg – das muss aber nicht wirklich sein. Gokart-Feeling gibt es reichlich auch mit eingeschalteter Sicherheitsschranke. Die knackige 6-Gang-Schaltung, das typische kleine Peugeot-Lenkrad und die Schalen-Sportsitze verhelfen ebenfalls zu „Spaß“. Und der 1.6 e-THP-Motor mit 300 Newtonmetern Drehmoment sowieso.

Rot-Schwarz-Koalition. Im Innenraum funktioniert die rot-schwarze Koalition sehr gut. Peugeot hat mit viel ­Liebe zum Detail das Cockpit aufgepeppt. Knallrote Fußmatten, rote Nähte auf schwarzem Leder, Sportpedalerie und rotschwarze ­Armaturen schmücken den Innenraum. Insgesamt wirkt das Cockpit durchaus hochwertig und aufgeräumt.

Alltag. Der Peugeot bleibt trotz Sportlichkeit alltagstauglich. Sicher, das harte Fahrwerk und der kurze Radstand geben oft Rückmeldung ans Kreuz, und auf holprigen Straßen suchen die Finger verzweifelt am Touchscreen des Radios nach dem gewünschten Sender, weil auch der Zeigefinger den Straßenbelag widerspiegelt. Aber mit ­einem Durchschnittsverbrauch von 5,4 Litern laut Werk (im Test waren es 7,5) ist der Franzose eben auch im Alltag ein Braver. Zudem: gute Platzverhältnisse, durchaus komfortabler Arbeitsplatz und absolut vertretbare Geräuschkulisse.

Besonderheiten. Unser ­giftiger Franzose wurde um einen Zentimeter tiefer ­gelegt. Dazu gibt es eine Spurverbreiterung von 16 Millimeter. Die Bremssättel mit dem „Peugeot-Sport“-Schriftzug sind in Rot ­gehalten. Damit das Ding auch schnell zum Stehen kommt, packen die Brembo-Bremsen kräftig zu. Wer möchte, kann gerne um EUR 1.397,– eine Struktur-Lackierung Mattschwarz vorne und Metallic-Lackierung in Rot hinten ordern.

Fazit: Der Peugeot 208 GTI hat uns überrascht. Ein Sportler ohne peinlich übertriebene Optik, enorm viel Kraft, schönem Innenraum und viel, viel Fahrspaß. Zu haben ist der ­kleine Franzose bereits ab EUR 28.860,–. Ein sehr ­fairer Preis. Prädikat: absolut fahrenswert.n

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