Test: Outlander PHEV - das Beste beider Welten

Elektroauto oder nicht? Diese Frage stellen sich viele derzeit – unsere Antwort darauf: Plug-In Hybrid! Elektromotor und Benzinmotor garantieren ein alltagstaugliches Auto, auch für die Fahrt in den Urlaub.

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Foto: Weekend Magazin
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Am Anfang war die Stille. Nämlich genau dann, wenn man den Mitsubishi Outlander PHEV startet. Der Elektromotor gibt keinen Mucks von sich - obwohl unter der Motorhaube auch ein Benzinmotor thront. Den braucht man aber theoretisch die ersten 52 Kilometer laut Mitsubishi nicht – denn sobald der Outlander voll geladen ist, sollte er diese Reichweite schaffen. Tut er zwar in unserem Test nicht, aber stattliche 35 Kilometer sind es immerhin – reicht zumindest in Stadtnähe für die tägliche Fahrt zur Arbeit und wieder nach Hause. Wenn es sich nicht ausgeht, dann braucht aber keine Panik auszubrechen, denn der Benzinmotor springt ein, wenn sich die Batterie leert und lädt diese wieder auf. Bei höheren Geschwindigkeiten treibt das Zwei-Liter-Aggregat die Fronträder direkt an – ansonsten ist der PHEV ein waschechter Allradler. Mit den 45 Litern Benzin im Tank kommt man dann rund 500 Kilometer weit, also absolut alltagstauglich, der Outlander PHEV.

Nur für Studenten?

Wie einfach war das früher, es gab Benziner und Diesel – heute hat man die Wahl aus unzähligen Motorvarianten und auch für den Outlander PHEV lohnt sich ein Elektrotechnikstudium – es muss aber nicht sein. Trotzdem sollte man sich mit dem Wagen an sich schon etwas näher beschäftigen – auch für erfahrene Motorjournalisten ein Novum. Fangen wir von vorne an: Der Outlander PHEV fährt immer rein elektrisch an, so viel Saft ist stets in den Batterien. Je nach dem eigenen Beschleunigungsverhalten schaltet sich dann der Benzinmotor dazu oder auch nicht. Abhilfe schafft hier nicht der Drehzahlmesser sondern eine Anzeige, an der man genau ablesen kann, bis wohin die Elektromotoren alleine fahren. Wenn man penibel darauf achtet schafft man die bis zu 35 Kilometer rein elektrisch. Eine Einschränkung gibt es aber, wenn sie eine Erfrorene Natur sind oder der Winter im Lande ist, dann braucht man eine Heizung und die verträgt sich mit den Batterien gar nicht gut. Bei unserem Test hatten wir Frühtemperaturen um die 0 Grad und da ist sofort der Benzinmotor zur Hilfe geeilt. Mitsubishi hat zwar Sitzheizungen in die Vordersitze integriert, aber da wird’s eben nur an einer Stelle richtig kuschelig. Schnee und Eis schmilzt die integrierte Scheibenheizung perfekt weg. Aber gehen wir mal in unsere Lieblingsjahreszeit – den Sommer – wer kennt das nicht, der Urlaub steht an und die Fahrt an die Adria will geplant sein. Auf der Autobahn gen Süden springt dann ab ca. 80 km/h der Benzinmotor dazu und treibt die Vorderräder selbst an – dabei gönnt er sich rund acht Liter auf 100 Kilometern, für ein SUV dieser Größe ein guter Wert. Eine Systemleistung von 202 PS tut dem Wagen also sehr gut, beim Beschleunigen ist man flott dank Elektromotor. Der Benzinmotor dreht manchmal sehr hoch und es wird etwas lauter im Innenraum – beim Gleiten auf der Autobahn pendelt sich die Lautstärke aber wieder ein. Bergabfahren wird mit dem PHEV übrigens zum reinen Vergnügen, denn durch das Bremsen werden die Batterien wieder aufgeladen.

Innere Werte

Außen passt alles, das Facelift hat dem Outlander gut getan und lässt ihn sportlich erscheinen, innen ist auch alles in Ordnung. In der Ausstattungsvariante Business steigt man mit 44.490.- Euro ein und hat eigentlich alles was benötigt wird: Klimaanlage, Multimedia Touchsystem, usw... trotzdem lohnt sich der Aufpreis auf die Instyle Ausstattung. Da bekommt man um 51.490.- Euro edle Ledersitze, Sitzheizung, mehrere Fahrassistenten und ein Rockford Fosgate Soundsystem. Außerdem mit dabei: Voll-LED Scheinwerfer. Wir haben uns im Inneren des Outlander stets sehr wohl gefühlt, alle Knöpfe waren am richtigen Platz, bei der Verarbeitung ist aber hier und da noch Luft nach oben.

Fazit

Der Outlander PHEV ist ein tolles Auto und macht Spaß. Der Preis ist allerdings weniger lustig, der sinnvolle Hybridler beginnt bei über 44.000 Euro und ist somit kein Schnäppchen. Sinnvoll ist so ein Plug-In außerdem nur, wenn sie zuhause oder am Arbeitsplatz eine Steckdose zum Aufladen haben – dann laden die Akkus in ca. fünf Stunden voll auf. Wer auf der Straße parkt, schaut durch die Finger und hat wenig von der elektrischen Ladung. Wer ein wenig Geld auf der Seite hat und sich ein alltagstaugliches „Elektroauto“ kaufen will mit dem er auch in den Urlaub fährt, ist beim Outlander PHEV bestens bedient.

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