Test: Opel Mokka X 1.6 CDTI

Update. Eigentlich sollte man hier nicht von einem Facelift sprechen, denn der Mokka
wurde nicht nur mit einem „X“ aufgewertet – es hat sich einiges getan.

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OPEL MOKKA X Foto: Werner Christl
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OPEL MOKKA X
1.6 Turbodiesel: ­bereits ab 1.500 ­Umdrehungen viel Drehmoment – darunter könnte mehr Bums vorhanden sein. 
 
Foto: Werner Christl
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Die Sicht des Fahrers nach hinten ist durch die dicke C-Säule und die kleine Heckscheibe etwas eingeschränkt. Foto: Werner Christl
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Im Cockpit gibt es weniger Knöpfe – alles wirkt aufgeräumt. Das große 8-Zoll-Display ist einfach zu bedienen. Foto: Werner Christl
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Assistenten hat der Mokka X einige mit an Bord. Beispielsweise einen Verkehrsschild- und auch einen Frontkollisionswarner. Foto: Werner Christl
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OPEL MOKKA X Foto: Werner Christl
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OPEL MOKKA X Foto: Werner Christl
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OPEL MOKKA X Foto: Werner Christl
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OPEL MOKKA X Foto: Werner Christl
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OPEL MOKKA X Foto: Werner Christl
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OPEL MOKKA X Foto: Werner Christl

Warum sich der Mokka bisher über 600.000-mal verkauft hat? Zum ­einen verkaufen sich die kleineren SUVs wie die warmen Semmeln – und der Mokka vereint einige Dinge, nach denen der heutige Autofahrer sucht. Er bietet eine erhöhte Sitzposition, lässt sich auch in der Stadt in enge Park­lücken verstauen, bietet für seine Kürze erstaunlich viel Platz und macht auch optisch was her. Was ist nun neu beim Mokka mit dem „X“? Knopf weg. Da fällt beispielsweise eine stark veränderte Mittelkonsole auf. Weniger ist mehr, lautet die Devise – das Knopferlmeer ist ausgetrocknet worden, und das tut dem gesamten Cockpit sichtlich gut. Dazu ist der 8-Zoll-Screen ein Stück nach unten gewandert. An dieser Stelle loben wir kurz die „Bildschirmverantwortlichen“. Es gibt nur wenige Hersteller, die eine logische Menüführung auf die Reihe kriegen. Beim Mokka gibt es keine labyrinthartigen Untermenüs! Platztechnisch hat sich nichts verändert. Vorne super, hinten gut mit viel Kopffreiheit, und im Kofferraum verschwinden immerhin 356 bis 1.372 Liter. Das ist in der Klasse ein zumindest guter Wert.

Es werde Licht. Vor allem der Frontbereich wurde von Opel überarbeitet. Und hier sind es die neuen AFL-LED-Scheinwerfer, auf die man bei Opel stolz ist. AFL steht übrigens für Adaptive Forward Lighting. Was das ist? Die Scheinwerfer passen den Leuchtstrahl automatisch der Fahrsituation an – sogar der Geschwindigkeit und Fahrweise. Der Mokka X erkennt auch, ob man in der Stadt oder Überland unterwegs ist und leuchtet natürlich auch „um die Kurve“. Zudem ist dem Mokka X in Sachen Ver­netzung ein Licht aufge­gangen. Auf Wunsch gibt es wie schon im Astra den Online- und Serviceassistenten Opel OnStar. Damit lassen sich z. B. bis zu ­sieben Geräte mit dem Web verbinden. Das Fahren. Der 136 PS- starke Turbodiesel bekommt seine Kraft aus 1,6 Liter Hubraum. Zwar fehlt dem Opel im Drehzahlkeller etwas die Kraft, dafür setzt der Turbo bereits ab 1.500 Umdrehungen ein, und dann geht es durchaus rasant zu. Der Verbrauch hält sich aber trotzdem ­angenehm in Grenzen –wir haben 5,8 Liter geschafft. Laut Werk sind es 4,7 Liter. Ein guter Wert, weil ja auch Allrad an Bord ist. Das Fahrwerk des kompakten SUV ist komfor­tabel bis gutmütig. Die Lenkung könnte vielleicht eine Spur direkter sein. Der intelligente Allrad­antrieb schaltet sich bei Bedarf ein und versorgt dann zusätzlich zu den vorderen Rädern auch die Hinterräder mit Kraft. Bei den Assistenten ist Opel absolut am Puls der Zeit unterwegs. Der Front-Kollisionswarner piepst nicht nur, sondern zeigt auch mit LEDs eine potenzielle Gefahr in der Windschutzscheibe an. Zu haben auch Verkehrsschilderkennung, Abstandswarner und Spurassistent. Die Rückfahr­kamera bietet eine wirklich gute Auflösung, die man auch braucht. Denn die C-Säule ist derart massiv, dass die Sicht nach hinten leider nicht optimal ist. Passend zu einem SUV gibt es Bergab- & Bergauffahrassistenten. Unser Testwagen kostet EUR 34.986,–, und der Startpreis liegt bei fairen EUR 19.590,–. Ein Auto, mit dem man gerne fährt. Wir würden den Mokka aber in Orange kaufen. 

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