Test: Mitsubishi L200 - Am Hochsitz

Mitsubishi L200 Instyle: Auch wenn der Mitsubishi L200 nicht so aussieht. Er ist abseits von ­Baugrube, Gatsch, Wald und kleinen Parklücken überraschend alltagstauglich.

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Mitsubishi L200:
Die Fondpassagiere finden in der Doppelkabine (Viertürer) überraschend gute Platzverhältnisse vor.
 
Foto: Weekend/Werner Christl
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Mitsubishi L200:
Ohne der eingebauten Rückfahrkamera wäre das Einparken mit 5,3 Metern Länge eher ein Glücksspiel gewesen. 
 
Foto: Weekend/Werner Christl
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Mitsubishi L200:
Der Motor, mit seinen 430 Newtonmetern Drehmoment, macht dem großen Pick-up ordentlich Beine (Räder).
 
Foto: Weekend/Werner Christl
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Mitsubishi L200: Foto: Weekend/Werner Christl
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Mitsubishi L200: Foto: Weekend/Werner Christl
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Mitsubishi L200:
Der Arbeitsplatz: Alles auf einen Blick, guter Materialmix, wirkt robust und ein bisschen Arbeitstier-Flair. 
 
Foto: Weekend/Werner Christl
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Der Arbeitsplatz: Alles auf einen Blick, guter Materialmix, wirkt robust und ein bisschen Arbeitstier-Flair. 
Mitsubishi L200:
Foto: Weekend/Werner Christl
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Der Arbeitsplatz: Alles auf einen Blick, guter Materialmix, wirkt robust und ein bisschen Arbeitstier-Flair. 
Mitsubishi L200:
Foto: Weekend/Werner Christl
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Der Arbeitsplatz: Alles auf einen Blick, guter Materialmix, wirkt robust und ein bisschen Arbeitstier-Flair. 
Mitsubishi L200:
Foto: Weekend/Werner Christl
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Mitsubishi L200: Foto: Weekend/Werner Christl

Nachdem wir im Test erfolglos versucht haben, den Mitsubishi in einem geeigneten Schlammloch zu versenken, wir keinen Waldweg fanden, der dem Pick-up gewachsen war und auch die Schottergrube kein Problem aufkommen ließ, gingen wir auf der Autobahn auf die Pirsch. Hier sollte eigentlich das Revier des Japaners enden. Tatsächlich war dieser Ausflug überraschend komfortabel. Der 181 PS-starke Motor mit seinen 430 Newtonmetern Drehmoment lassen den L200 schnell auf 130 km/h tanzen. Natürlich ist da eine gewisse Windanfälligkeit, und die Federung ist nicht auf die Kurvenhatz ausgelegt. Trotzdem waren wir von dieser Form der Alltagstauglichkeit überrascht. Also rein in die Stadt: Mit 5,3 Metern Länge ist unser Pick-up nicht unbedingt ein Freund kleiner Parkplätze, und überhaupt ist die City nicht unbedingt ein Ort, wo so ein Auto in erster Linie eingesetzt wird. Jedoch hat es schon was, wenn man so auf die anderen Autofahrer vom Hochsitz runter schaut und einen guten Überblick genießt. Zudem gibt es noch eine Besonderheit am Mitsubishi, die in der Stadt Sinn macht: Das Ding hat einen Wendekreis von 11,8 Metern! Das schaft kein anderer Pick-up in diesem Segment. Allerdings muss der Lenker ganz schön kurbeln, da die Lenkung nicht die direk­teste ist.

Fakten. Wie schon angedeutet, ist der L200 kein Weichspüler-SUV, sondern ein echter Geländewagen. Bodenfreiheit, Verschränkung, Rampen- und Böschungswinkel sind eine Wucht. Das Allradsystem „Super Select 4WD II“ bietet eine Ge­ländeuntersetzung und 40:60- Mitteldifferential zwischen Vorder-/Hinterachse sowie 100-prozentige Hinterachs-Sperre. Also alles da für den Ritt ins Gelände. Die An­hängelast beträgt 3.000 Kilo, und die Ladefläche hat eine Länge von 1,85 Metern (Doppelkabine 1,52).

Motor. Noch mal! Der 2,4 DI-D HP Common Rail mit 181 PS passt super zum Auto. Nur unter 1.700 Umdrehungen ist wenig los. Laut Werk verbraucht unser Lademeister nur 6,4 Liter, im Test lagen wir bei 8,5. Ein sehr guter Wert für einen Pick-up. Alternativ steht auch eine 154-PS-Version bei den Händlern. Geschaltet wurde manuell mit sechs Gängen. Da wäre die Automatikversion sicher eine gute Option. Das Fahrwerk ist im Alltag unproblematisch. Es meldet zwar kleine Quer­rillen an den Fahrer weiter, aber ohne dabei zu nerven. Im Gegenzug werden kraterartige Straßenlöcher weggebügelt. Zu haben ist der Mitsubishi L200 mit Doppelkabine inklusive Steuern ab EUR 27.990,– (vorsteuerabzugsfähig!) und mit der Klub-Kabine EUR 25.990,–. Ein fairer Preis.

Fazit. Der Mitsubishi L200 ist sicher ein Arbeitstier. Ein garantiert robustes Kerlchen mit hoher Zuladung, toller Ladelänge, toller Anhängelast und kräftigem Motor. Auch im härtesten Gelände wäre der Japaner gut aufgehoben. Was uns bei diesem Testfahrzeug aber überraschte, war die Alltagstauglichkeit. Verglichen mit früheren Modellen ist das neueste Modell weniger brachial, komfortabler, sparsamer und flotter unterwegs. Der neue Voll-Alumotor passt verdammt gut zum Fahrzeug. An den Kofferraum haben wir uns allerdings nicht so schnell gewöhnen können – der hatte ja kein Dach ...

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