Test: Kia Niro Hybrid

Alles Niro. Robert De Niro, Niro-Geländer, Niro-Pool? Aber nur der Kia Niro lässt sich sparsam fahren – deswegen haben wir den Hybrid einem Test unterzogen.

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Ein 1,6-Liter-Benziner mit 105 PS und ein 44-PS-Elektromotor arbeiten einzeln oder gemeinsam – eben Hybrid. Foto: Werner Christl
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Kia Niro Hybrid Foto: Werner Christl
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Kia Niro Hybrid Foto: Werner Christl
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Kia Niro Hybrid Foto: Werner Christl
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Kia Niro Hybrid Foto: Werner Christl
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Kia Niro Hybrid Foto: Werner Christl
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Kia Niro Hybrid Foto: Werner Christl
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Kia Niro Hybrid Foto: Werner Christl
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Kia Niro Hybrid Foto: Werner Christl

Wir erleben momentan eine Art Zeitalter der Hybridisierung. Voll­hybrid, Mildhybrid, Diesel­hybrid, Plug-in-Hybrid und wie sie alle heißen, sollen uns glücklich machen. Bis 2020 dürften 700.000 Hybride pro Jahr produziert werden! Viele Autokäufer sehen dadurch den dichten Hybridwald vor lauter grüner Bäume nicht. Es ist ja tatsächlich nicht so leicht, jemanden zu erklären, wo da genau die Unterschiede liegen. Dass es aber unterm Strich doch einfach ist, zeigt der neue Kia Niro. Um den Hybridler zu fahren, muss nicht viel verstanden werden. Im Grunde, ­einfach ins Auto setzen und fahren, den Rest erledigt die Technik. Nur beim Starten macht es halt „Bling, Bling“ und nicht „Brum, Brum“. Heißt: Das Anlassen des E-Motors wird von einem Soundsignal begleitet, denn der Verbrennungsmotor muss ja nicht sinn­loserweise im Stand laufen.

Fakten. Der Niro ist mit einem 1,6-Liter-Benziner ausgestattet, der 105 PS leistet und mit dem 44-PS-Elektromotor zusammenarbeitet. Die Energie holt sich der ­E-Motor aus einer Lithium-Ionen-Batterie. Insgesamt stehen 141 PS Gesamtleistung zur Verfügung. Der Kia Niro soll, ausgerüstet mit 16 Zöllern, 3,8 Liter verbrauchen. Mit 18-Zoll-Rädern sollen es 4,4 Liter sein. Im Test lagen wir bei nied­rigen Temperaturen bei durchschnittlich 5,5 Litern. Insgesamt kann man sagen, dass der Koreaner etwa dort beim Verbrauch angesiedelt ist, wo auch ein Prius oder der neue Hyundai Ioniq (teilt sich mit dem Niro die Plattform) angesiedelt ist. Ein Niro ist übrigens kaum kürzer als seine Konkurrenten, bietet aber ordentlich Platz. 427 bis 1.425 Liter ­Ladevolumen können sich sehen lassen. Die Fahrer und Fondpassagiere finden sehr gut Platz. Auch die Kopffreiheit passt. Im Niro sitzt man eine Spur höher, aber nicht so hoch wie in ­einem SUV – und Platz gibt es wie im kleinen Van. Er ist eben ein Crossover.

Fahreindruck. Gott sei Dank hat Kia auf ein CVT-Getriebe, wie es gerne bei Hybriden verwendet wird, verzichtet. Es kommt ein tolles DSG-Automatik-­Getriebe zum Einsatz, das absolut ruckfrei schaltet. Ja, im Sportmodus kommt sogar ein bisschen Fahrspaß auf. Allerdings braucht der Koreaner 11,5 Sekunden auf 100 km/h. Auch beim Fahrwerk wurde ­extrem gut gearbeitet – komfortabel und doch verträgt es schnelle Kurven. Vier Wörter zum Cockpit: sehr aufgeräumt, sehr solide. Wer soll also den Hybridler kaufen? Kias Hybrid ist ein sehr praktischer Zeitgenosse mit guten Verbrauchswerten. Zudem fährt er sich wirklich angenehm. Dazu kommt ein angemessener Hybridpreis von EUR 26.390,–. In der höchsten Ausstattungsva­riante sind es EUR 35.590,–. Mit sieben Jahren Garantie im Gepäck ist der Niro ein echter Konkurrent für den Prius. Natürlich gibt es in der Kompaktklasse güns­tigere Autos als Hybride. Aber der Niro ist günstiger als der Prius. Im Grunde genommen muss jeder selbst entscheiden, ob sich ein Hybrid auszahlt. Jedenfalls bekommt der Käufer ein absolut empfehlenswertes Paket in die Hand gedrückt.n

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