Test: Honda Civic - Scharf wie Wasabi!

Lademeister: Rein optisch bringt der neue Civic eine doch etwas brutale Wasabischärfe mit sich. Besonders „scharf“ sind aber die Platzverhältnisse des Japaners!

IMG_3632_ergebnis.JPG
Honda Civic 1.5 VTEC TURBO Foto: Weekend Magazin/Christl
IMG_3636_ergebnis.JPG
Honda Civic 1.5 VTEC TURBO Foto: Weekend Magazin/Christl
IMG_3647_ergebnis.JPG
Honda Civic 1.5 VTEC TURBO Foto: Weekend Magazin/Christl
IMG_3644_ergebnis.JPG
Honda Civic 1.5 VTEC TURBO Foto: Weekend Magazin/Christl
DSC_0005_ergebnis.jpg
Honda Civic 1.5 VTEC TURBO Foto: Weekend Magazin/Christl
IMG OCKPIT_resized_20170711_124208417_ergebnis.jpeg
Honda Civic 1.5 VTEC TURBO Foto: Weekend Magazin/Christl
DSC_0013_ergebnis.jpg
Honda Civic 1.5 VTEC TURBO Foto: Weekend Magazin/Christl
IMG_20170706_141129_resized_20170711_102037790_ergebnis.jpeg
Honda Civic 1.5 VTEC TURBO Foto: Weekend Magazin/Christl

Das Outfit des neuen Honda Civic ist schon etwas jung geraten. Ja, da will jemand bewusst polarisieren. Andererseits waren ja auch die Vorgängermodelle keine Langeweiler. Der Civic ist und war eben schon immer ein scharfes Früchtchen. Auch motorisch gibt sich der Japaner alles andere als zurückhaltend. Mit dem neu entwickelten 1.5 VTEC Turbo-Benziner geht es flott zur Sache. Die Schlussfolgerung aus dieser Kombination wäre dann ein harter Hund, in dem man beengt, ohne Platz sein Leben fristet. Und genau hier überrascht der neue Civic.

Groß

Das Modell 2017 ist verglichen mit dem Vorgänger um 30 Millimeter breiter, stolze 136 Millimeter länger und auch 20 Millimeter niedriger geworden! Dass sich ein Plus von 13,6 Zentimetern in Sachen Länge auch auf den Innenraum auswirkt ist klar. Ein Auto in der Kompaktklasse mit 478 Litern Kofferraumvolumen wird schwer zu finden sein. Ein Bestwert! Und sogar auf den Rücksitzen gibt es sehr gute Kniefreiheit, und das Kopferl findet trotz schräg abfallender Dachlinie auch Platz. Man sitzt übrigens tiefer – zwar nur zwei Zentimeter, aber dadurch fällt man als mittelalterlicher Autotester schon ein Stück runter in die Sitze. Jetzt aber zurück, zu dem, warum der Civic auf die Welt gebracht wurde.

Fahrspaß

Der 182 PS starke Motor vermittelt im Zusammenspiel mit der knackigen Handschaltung und der gut abgestimmten Lenkung wirklich viel Fahrspaß. Auch beim Umschalten des „Adaptiven Dämpfersystems“ von normal auf dynamisch wird der Civic nicht zum harten Hund. Er bewahrt sich den Komfort. Der Motor selbst ist – typisch Honda – sehr drehfreudig und der Turbo setzt relativ früh mit seiner Kraft ein. Zudem wurde die Karosserie weiter versteift. Beim Klang setzt Honda auf einen kernigen Sound, der zwar zeigt, dass da was Schärferes werkt, aber dies nicht zu aufdringlich. Ist auch nicht notwendig, das Design ist scharf genug.

Assistenten

Honda lässt sich da nicht lumpen. Kollisionswarnsystem, präventiver Fahrerassistent, Spurhaltewarner, aktiver Spurhalteassistent, adaptive Geschwindigkeitsregelung, Verkehrszeichenerkennung und Geschwindigkeitsbegrenzer sind serienmäßig! Das Cockpit wirkt klar sportlich und versprüht nicht unbedingt wohlige Wärme. Allerdings bietet Honda einen ganz guten Materialmix. Der Screen im Bereich der Mittelkonsole ist zweckmäßig, wirkt aber optisch nicht sehr hochwertig und die Bedienung ist mangels fehlender Knöpfe gewöhnungsbedürftig. Dafür sind die Armaturen gut abzulesen. Ein Lob können wir für die Lautstärkenregelung am Lenkrad aussprechen – da sollten sich die Konkurrenten was abschauen. Den Regler findet man blind.

Fazit

Für den Civic sprechen sein tolles Fahrverhalten (Fahrspaß inklusive) und die überdurchschnittlichen Platzverhältnisse. Alternativ zum getesteten 1.5 TurboBenziner gibt es noch den 1.0 VTEC als Dreizylinder (129 PS). Auch ein CVT-Getriebe wird angeboten. Der Civic startet ab EUR 20.990,-. Das Testfahrzeug mit überkompletter Ausstattung kommt auf 30.990,- Euro. Dabei darf man nicht vergessen, dass schon das Grundmodell fast alle wichtigen Assistenten mit an Bord hat.

Mehr zum Thema: