Test: Ford Fiesta ST200 - Der Giftige!

Ein Kleinwagen mit 200 Pferden unter der Haube - das kann eigentlich nur Spaß machen. Der Fiesta ST200 ist ein richtiger Giftzwerg auf der Straße, der bei der Beschleunigung traumhafte Werte erreicht. Wir haben uns den kleinen Sportler ausführlich zur Brust genommen - das Resultat lesen Sie hier.

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Ford Fiesta ST200 Foto: Weekend Magazin/Steinberger
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Ford Fiesta ST200 Foto: Weekend Magazin/Steinberger
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Ford Fiesta ST200 Foto: Weekend Magazin/Steinberger
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Ford Fiesta ST200 Foto: Weekend Magazin/Steinberger
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Ford Fiesta ST200 Foto: Weekend Magazin/Steinberger
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Am Logo erkannt man das Sondermodell. Foto: Weekend Magazin/Steinberger
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Ford Fiesta ST200 Foto: Weekend Magazin/Steinberger
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Ford Fiesta ST200 Foto: Weekend Magazin/Steinberger
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Das Cockpit regt weniger auf als der Motor Foto: Weekend Magazin/Christl
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Auf den Sitzen wird stolz das „ST“ Logo getragen. Foto: Weekend Magazin/Christl
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Ford Fiesta ST200 Foto: Weekend Magazin/Christl
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Ford Fiesta ST200 Foto: Weekend Magazin/Christl
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Ford Fiesta ST200 Foto: Weekend Magazin/Christl

Zum 40. Geburtstag des Kleinwagen-Bestsellers Fiesta bietet Ford das Sondermodell ST200 an. Im Namen stecken auch schon die Pferdestärken des kleinen Flitzers: Der Motor leistet 200 PS, mit Overboost sogar 215. Diese brachiale Motorgewalt ist aber nicht das einzige Highlight des sportlichen Fiesta.

Außen

Bei unserer ersten Begegnung mit dem kleinen Flitzer kam gleich ein WOW-Effekt. Sehr sportlich steht der Jubiläumsfiesta auf seinen 17-Zoll-Rädern – die rot lackierten Bremsbacken blitzen durch die Alufelgen. Den ST200 gibt es allerdings nur in der Farbe „Storm-Grau“. Das finden wir etwas schade, denn ein kräftiges Rot oder ein giftiges Gelb würden dem ST200 auch gut stehen. Die inneren Werte können sich sehen lassen: Ein 1,6 Liter Ecoboost Motor mit satten 200 Pferdestärken und einem Drehmoment von bis zu 320 Newtonmeter lassen unser Herz höher schlagen. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h dauert nur 6,7 Sekunden und lässt damit seine anderen Fiesta-Brüder und diverse Kleinwägen mehr als alt aussehen. Die 6-Gang-Schaltung ist kurz und knackig und beim Beschleunigen merkt man, dass hier etwas ganz Mächtiges unter der Haube haust und den Wagen antreibt – das ist bei jeder roten Ampel ein Riesenspaß, wenn sie dann grün wird. Verbrauchstechnisch verspricht Ford dank „Ecoboost“ 6,1 Liter kombiniert. Wir kamen im Test mit 7,7 Liter über die Runden; ein sehr guter Wert für so einen brachialen Kleinwagen. Wer den ST200 aber gerne tritt und das Potential des Motors immer voll ausnützt, wird bald eine zweistellige Zahl beim Durchschnittsverbrauch stehen haben. Das Fahrwerk ist ein Traum: Der Fiesta ST200 ist stets sicher auf der Straße unterwegs und nimmt Kurven sehr sportlich. Auch bei der Beschleunigung drehen die Reifen des Fronttrieblers nicht durch, die Kraft des Motors wird perfekt übertragen. Durch die harte Federung spüren die geplagten Bandscheiben zwar schon den einen oder anderen Kanaldeckel, aber so etwas ist bei einem Sportflitzer zu erwarten und nichts Außergewöhnliches. Auch die Lenkung hat Ford modifiziert – die sogenannte EPAS-Servolenkung ist direkter und lässt eine präzise Steuerung des kleinen Supersportlers zu.

Innen

Im Innenraum wurden dem ST200 exklusive Recaro Leder-Stoff Sportsitze spendiert, die stolz das ST Logo tragen. Auch auf der Mittelkonsole wird man daran erinnert, dass es sich um einen ST200 handelt – das Logo findet sich unter der Klimasteuerung. Ansonsten ist das Cockpit eher unaufgeregt: Das 5-Zoll Display des Infotainmentsystems ist leider etwas verpixelt und die Bedienung ist ob der vielen Knöpfe wenig intuitiv. Ein wenig Einarbeitungszeit ist hier definitiv nötig. Dabei ist allerdings fast alles: Navi, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Rückfahrkamera - hier wurde nicht gespart. Den ST200 gibt es ausschließlich als Dreitürer, beim Einsteigen nach hinten bleiben kleinere Verrenkungen nicht aus. Trotzdem ist das Platzangebot im Heck passabel. 

Fazit

Das Auto macht haargenau, wofür was es gebaut wurde.  Es ist ein supersportlicher Kleinwagen mit einem mächtigen Motor, tollem Fahrwerk und optimierter Lenkung. Egal ob im hektischen Stadtverkehr oder auf der Autobahn - der kleine Fiesta mit dem großen Motor ist überall zuhause. Das Interieur regt weniger auf und weicht von der Serie nicht allzu stark ab. Die unübersichtliche Mittelkonsole und der kleine Bildschirm trüben hier etwas den Spaß. Da darf es beim nächsten Fiesta gerne größer zugehen. Die Sitze sind toll und bieten guten Seitenhalt - den man bei diesem Auto auch braucht. Der ST200 macht einfach Spaß und zeigt, wie viel Sport in einem Kleinwagen stecken kann. Ab 28.500.- Euro ist dieses große Vergnügen zu haben - aber schnell sein: Der ST200 ist nämlich limitiert.

 

 

 

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