Test: Der neue DS4 - Trés Chic!

Französiches Design, gepaart mit einem kraftvollen zwei Liter Motor der 180 Pferdestärken leistet. So kam der neue DS4 bei uns in der Redaktion an. Wir haben das außergewöhnliche Auto für Sie getestet.

DS4 2.0 BlueHDI mit 180 PS
DS4 2.0 BlueHDI 180 PS Foto: Weekend Magazin
DS4 2.0 BlueHDI mit 180 PS
DS4 2.0 BlueHDI 180 PS Foto: Weekend Magazin
DS4 2.0 BlueHDI mit 180 PS
DS4 2.0 BlueHDI 180 PS Foto: Weekend Magazin
DS4 2.0 BlueHDI mit 180 PS
DS4 2.0 BlueHDI 180 PS Foto: Weekend Magazin
DS4 2.0 BlueHDI mit 180 PS
DS4 2.0 BlueHDI 180 PS Foto: Weekend Magazin
DS4 2.0 BlueHDI mit 180 PS
DS4 2.0 BlueHDI 180 PS Foto: Weekend Magazin
DS4 2.0 BlueHDI mit 180 PS
DS4 2.0 BlueHDI 180 PS Foto: Weekend Magazin
DS4 2.0 BlueHDI mit 180 PS
DS4 2.0 BlueHDI 180 PS Foto: Weekend Magazin
DS4 2.0 BlueHDI mit 180 PS
DS4 2.0 BlueHDI 180 PS Foto: Weekend Magazin
DS4 2.0 BlueHDI mit 180 PS
DS4 2.0 BlueHDI 180 PS Foto: Weekend Magazin

„Was ist denn das für ein Auto?“, wurden wir am Parkplatz von einem neugierigen Mann gefragt. Die Antwort: ein DS! Der französische PSA-Konzern (Citroen und Peugeot) fährt seit einiger Zeit eine Dreimarkenstrategie und positionierte DS als eigenständige Premiummarke im Konzern. Autofreaks werden bei diesen Worten wehmütig – geht doch der Name auf die legendäre DS Baureihe (DS – französisch „die Göttin“) von Citroen zurück. Von 1955 bis 1975 gebaut, gilt dieses Auto als die große Legende französischer Wagen. Wer Luis-de-Funes-Filme kennt, weiß warum. Aber zurück in die Gegenwart: Die DS Modellreihe besteht aus den Modellen DS3, DS4 und DS5. Wir haben uns den kompakten DS4 zur Brust genommen und ausführlich getestet.

Beim Außendesign haben die Franzosen in die Vollen gegriffen. Das 4,3 Meter lange Auto ist eine Augenweide. Die LED-Scheinwerfer vorne, der Grill mit dem großen DS-Logo und die verlaufenden Blinker sind ein absoluter Hingucker. Hinten könnte man den DS4 mit dem Citroen C4 verwechseln, aber auch hier thront das DS Logo und zeigt, dass man es mit einem Premiumauto zu tun hat. Spannend sind auch die hinteren Türgriffe, diese sind nämlich neben der Heckscheibe platziert und somit nicht dort, wo man sie normalerweise vermuten würde. Das sorgte bei einigen, die mit dem Auto mitgefahren sind, für Verwirrung.

Unter der Haube werkt ein 180 PS starker zwei Liter BlueHDI-Diesel, der seine Sache etwas knorrig angeht. Im Zusammenspiel mit dem 6-Gang-Automatikgetriebe sind wir mit dem Motor aber sehr flott und sparsam unterwegs. Vor allem die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ist mit 8,6 Sekunden ordentlich. Dabei genehmigt sich der DS4 kombiniert rund sechs Liter. Die Werksangabe von 4,4 schafft er damit zwar nicht, aber trotzdem: Für einen 180-PS-Motor ist das ein sehr guter Wert. Einzig bei der Motorendämmung kann man DS vorwerfen, etwas gespart zu haben. Der Motor ist stets hörbar und erreicht beim Beschleunigen oft einen höheren Lärmpegel. Im sechsten Gang auf der Autobahn hält sich die Lautstärke dann aber wieder angenehm in Grenzen. Das Fahrwerk ist sportlich und straff. Ein Kanaldeckel in der Stadt meldet sich damit schon mal ordentlich bei der Bandscheibe – hier vermissen wir etwas den Komfort von Citroen. Wer es allerdings straff mag kann bedenkenlos zugreifen – denn Kurven fährt der DS4 sehr souverän und sportlich.

Innere Werte. Außen hui, innen – auch HUI. Das Cockpit des DS4 ist funktionell und ansehnlich – Premium ist auch hier Devise. Geschäumter Kunststoff und Lederapplikationen verdecken das eine oder andere Hartplastikteil gekonnt. Der Schalthebel sieht edel aus, der Startknopf befindet sich gleich dahinter. In der Mittelkonsole befindet sich das 7-Zoll-Display als Schaltzentrale des DS4. Auch an Knöpfe wurde allerdings gedacht – vor allem beim Umschalten zwischen den Funktionen und bei der Bedienung der Klimaanlage sehr praktisch. Durch die Radiostationen muss man sich allerdings „touchen“. Ablenkung am Steuer lässt grüßen.

Spannend wird es beim Blick auf die Fensterheber. Da gibt es nämlich nur zwei. Ein kurzer Blick nach hinten bestätigt – es fehlt auch eine Kurbel. Die hinteren Fenster des DS4 sind starr und lassen sich weder runterlassen noch ausstellen. Magensensible Mitfahrer, die Kurven und Autofahren nicht so gut vertragen, setzt man deswegen besser in die erste Reihe. Die zweite Sitzreihe bietet zudem auch relativ wenig Platz und durch den engen Schnitt der Türen ist der Einstieg eher unbequem. Vorne geht’s dafür umso spaziöser zu, sowohl Fahrer als auch Beifahrer sitzen sehr bequem. Die Massagefunktion der Sitze ist angenehm – ein komfortables Reiseauto, dieser DS4. Auch, weil der Kofferraum 385 bis 1021 Liter schluckt.

Fazit: Der neue DS4 ist ein absoluter Hingucker und ein Auto, das nicht jeder hat. Das Design ist in der von Golf und A3 dominierten Kompaktklasse sehr erfrischend – oft haben sich Personen auf der Straße umgedreht um zu schauen, was da gerade vorbeifährt. Der Innenraum ist solide und stylish und bietet vor allem für zwei Personen auf den Vordersitzen ausreichend Platz. Wer ein außergewöhnliches Auto in der Kompaktklasse sucht, wird mit dem neuen DS4 garantiert glücklich und sollte sich den Wagen definitiv ansehen. Unser Testauto kostete mit allen Extras 38.421.- Euro. Los geht es bei 24.190.- Euro. Zu haben sind übrigens auch eine sportliche Performance Line und ein auf Offroad getrimmter Crossback.

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