Test: Audi Q2 2.0 TDI quattro Sport - Klein, aber eindeutig Premium

Flottes Früchtchen. Der Audi Q2 zeigt im Test keine echten Schwächen. Allerdings steigt der Preis mit der Ausstattung in Höhen, die das Geldbörsel strapazieren. Optisch wirkt der Q2 sehr ­dynamisch – und er fährt sich auch so. Der 190-PS-Diesel verhilft zu mächtig Schub.

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Er fällt schon auf – der Audi Q2 zeigt eine gewisse ­Eigenständigkeit in der aktuellen Konzernpalette. Foto: Werner Christl
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Feine Verarbeitung, wie wir es von Audi gewöhnt sind. Virtual Cockpit und ein großer Screen ergänzen sich. Foto: Werner Christl
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Virtual Cockpit: Gegen Aufpreis liefert Audi statt ­„gewöhnlicher“ Armaturen eine digitale Cockpit-Welt. Foto: Werner Christl
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Feine Verarbeitung, wie wir es von Audi gewöhnt sind.Virtual Cockpit und ein großer Screen ergänzen sich. Foto: Werner Christl

Was kann einem Besseres widerfahren, als einen Q2 mit quattro in die Hand gedrückt zu bekommen, während die Straßen langsam optisch im Schnee verschwinden und es so aussieht, als würde gleich ein Eisbär um die Ecke kurven? Tatsächlich fährt sich der Q2, wie erwartet, extrem gut. Er lässt durchaus auch mit eingeschalteter Traktionskontrolle auf eisigem Untergrund leichte Drifts zu, und auch bei deaktiviertem Anti-Schleuder-Programm zieht er brav seine Spuren im Winter Wonderland. Überhaupt gehen Fahrwerk und Zweiliter-190-PS-Diesel eine Art Symbiose ein, die es der-zeit in der Klasse der Mini-SUVs nicht gibt. Das gilt auch für die Verarbeitung im Cockpit. Jetzt kommt aber ein „Allerdings“! Der Preis hat schon eine gewisse Größe. Vollausgestattet ­kostet der kleine Deutsche EUR 61.384,–! Wer jetzt nach einer Sauerstoffmaske greifen will, dem sei gesagt, dass es den Benziner-Q2 schon ab EUR 24.950,– (1.0 TFSI 116 PS) gibt. Virtuell. Im Inneren wird sehr gute Verarbeitung ge­boten. Die Platzverhältnisse sind vorne recht gut und die leicht erhöhte Sitzposition ermöglicht einen guten Überblick nach vorne. Auf den Rücksitzen geht es allerdings doch etwas eng zu. Die Beinfreiheit könnte größer sein. Die Sicht nach hinten ist durch die dicken C-Säulen eingeschränkt. Das ist aber derzeit so Sitte bei den meisten SUVs und betrifft die meisten SUV-Modelle. Das war es dann aber auch schon mit der Nörgelei auf hohem Niveau, so ist der Arbeitsplatz mindestens eine Klasse höher angesiedelt. Sogar ein Virtual Cockpit hat Audi dem kleinen SUV optional spendiert. Das ist nichts ­anderes als ein voll digitales Kombiinstrument, das Tacho und Co. ersetzt und sich individuell anpassen lässt. Wer möchte, kann beispielsweise im Virtual Cockpit das Navisystem im 12,3-Zoll-Screen großflächig einblenden. Ist in dieser Klasse auch ein Novum. Dem nicht genug, ist auch noch zusätzlich ein Bildschirm im Bereich der Mittelkonsole verbaut, wo ebenfalls die üblichen Verdächtigen wie Soundsystem, Navi oder Fahrzeuginfos ­abgerufen werden. Der Motor. Im Testauto war der Vierzylinder-Diesel mit 190 PS verbaut, der logischerweise das Mini-SUV mehr als ausreichend mit Kraft versorgt. Wobei auch der 150-PS-Diesel für diese Fahrzeuggröße ausreichend wäre. Der Q2 bietet ohne Wenn und Aber viel Fahrspaß und schluckt trotz seines leicht erhöhten Schwerpunkts sportlich die Kurven. Sogar auf der Autobahn bei hohen Geschwindigkeiten fährt sich der Kleine relativ „groß“. Die angegebenen Verbrauchswerte von durchschnittlich 5,1 Liter haben wir nicht erreicht. Im Test waren es sieben Liter, wobei die Temperaturen immer weit unter null Grad lagen. Fazit. Mit dem 4,19 Meter langen Q2 eröffnet Audi eine neue Klasse. Ein sehr hochwertiges Mini-SUV, das sich punkto Ausstattung extrem hochrüsten lässt. Und das schlägt sich auch im Preis nieder! Man darf nicht ­vergessen, dass ein Q7 bei EUR 65.000,– startet und ­damit nicht wesentlich teurer ist als der getestete Ausstattungskaiser! Jedenfalls: Das Handling in Verbindung mit der 7-Gang-S-tronic ist eine Wucht. Ein Auto, das sich kaum Schwächen leistet.

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