Howdy, Koreaner! Hyundai Tucson 1,6 T-GDi 4WD DCT

Größer und bulliger: der ix35 heißt wieder Tucson und ist erwachsen geworden. Und – er schafft galant den Spagat zwischen Wildwest und Komfort.

Hyundai Tucson 1,6 T-GDi 4WD DCT - Cover
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 201 km/h Foto: Weekend Magazin
Hyundai Tucson 1,6 T-GDi 4WD DCT
Komfortables und aufgeräumtes Cockpit: einfach zu bedienen und gute Materialwahl Foto: Weekend Magazin
Hyundai Tucson 1,6 T-GDi 4WD DCT
Auf Wunsch TomTom Live-Services im Navi: Echtzeitdienste für Verkehrswarnungen werden direkt auf das Gerät gespielt Foto: Weekend Magazin
Hyundai Tucson 1,6 T-GDi 4WD DCT
177 PS: Der neue Hyundai Tucson Foto: Weekend Magazin

Ein Dank an die ­krea­tiven Köpfe bei Hyundai! Bei Marken- Kombinationen mit i, x und Zahlen denkt der motor­affine Mensch doch sofort an einen großen Autokonzern in Bayern. Mit der Bezeichnung Tucson lässt sich dieses SUV (endlich) wieder eindeutig Hyundai zuordnen. Und außerdem passt der alte/neue Name ja ganz gut zu diesem Koreaner.

Amerika lässt grüßen

Die Stadt Tucson – generell der Südwesten der USA – steht für Wildheit, Freiheit und ausgiebige Touren in der Natur. Andererseits bietet die Großstadt ebenfalls alle modernen Vorzüge und Annehmlichkeiten eines modernen Lifestyles. Und genau diese Attribute finden sich auch im neuen Hyundai Tucson. Der riesige, hexagonale Kühlergrill sowie die neuen LED-Augen dominieren die gesamte Front und sorgen für einen selbstbewussten und unüber­sehbaren Auftritt. Auch das wuchtige Heck kann sich ­sehen lassen. Trotz starker Linienführung ist bei den Proportionen ein Hauch von Eleganz spürbar. Gegenüber dem Vorgänger ist der Asiate deutlich gewachsen: in der Länge um fast sieben Zentimeter, in der Breite drei Zentimeter. Höhenmäßig ist das SUV um 15 Millimeter geschrumpft. Keine Angst – das wirkt sich nicht negativ auf die Kopffreiheit und den Kofferraum aus.  Mit 513 Liter ist das Ladevolumen beachtlich.

Fahreindruck

Benziner mit  1,6 Liter-Maschine, 177 PS, Allrad und Sieben-Gang-Automatik – so die Hardfacts unseres Testautos. Schon nach den ersten paar Kilometern macht das neue Fahrwerk auf sich aufmerksam: deutlich angenehmer und stabiler als beim Vorgänger. Lenkbefehle werden direkt angenommen, die Bremsen packen gut zu. In Kombination mit dem Allradantrieb funktioniert die Traktion sehr gut. Etwas schneidig genommene Kurven werden mit Untersteuern „belohnt“. Doch dank ESP ist man stets auf der sicheren Seite. Die Automatikschaltung ist top und sorgt für Fahrkomfort. Und wie viel schluckt er? Im Test pendelt sich der Verbrauch des 1,7 Tonnen schweren SUVs zwischen acht und neun Liter ein, was völlig okay ist. Etwas mehr Schub wäre zwar wünschenswert, doch irgendwie muss sich das Downsizing ja bemerkbar machen.

Verwöhnprogramm

Das Wachstum setzt sich auch im Innenraum fort. Über den längeren Radstand ­freuen sich die rückwärtigen Passagiere. Platz und Stauraum sind jede Menge vorhanden. Unser Test-Tucson beinhaltet die Platin-Ausstattung, mit der man bestens verwöhnt wird. Elektrisch verstellbarer sowie ­beheiz- und belüftbarer Fahrer- und Beifahrersitz, Lederlenkrad, Lederinnenausstattung, elektrisch öffnende Heckklappe, 8-Zoll-LCD-Farbdisplay inkl. Navi, Rückfahrkamera und viele weitere Annehmlichkeiten sorgen für Oberklassen-Komfort. Das spiegelt sich auch im Einsatz von neuen Soft-Touch- und weiteren hochwertigen Materialien wider. Natürlich kommen auch die netten Assistenten nicht zu kurz. Neben den gängigen Helferleins fahren zudem etwa elektronische Bremskraftverteilung, Bergan- und Bergabfahrhilfe, Anhängerstabilitätskontrolle, Toter-Winkel-Assistent oder eine Höchstgeschwindigkeitswarnung mit. Fazit: Das Remake des neuen Hyundai Tucson ist mehr als gelungen und eine ernst zu nehmende Kampfansage an die Konkurrenz. Für EUR 41.040,– (Metallic-­Lackierung inklusive) darf man unser Testauto mit nach Hause nehmen.