Hyundai ix20 1,6 CRDi: Kompakter Cruiser im Test

Überarbeitete Motoren, modernes Gesicht, mehr Komfort, etliche Individualisierungsmöglichkeiten und wirklich unverändert viel Platz. Denn an den Abmessungen wurde nichts geändert. Wozu auch?

Weekend Autotest Hyundai ix20 1,6 CRDi - Cover
Auch der Hintern passt: Die LED-Heckleuchten sind in der Ausstattung Premium bereits inkludiert Foto: Weekend Magazin
Weekend Autotest Hyundai ix20 1,6 CRDi - Cover
Übersichtliches Cockpit: alles da, wo es hingehört, einfach in der Bedienung und sauber verarbeitet Foto: Weekend Magazin
Weekend Autotest Hyundai ix20 1,6 CRDi - Cover
Sportlichere Schnauze mit neuen Scheinwerfern und dem typischen Hyundai-Grill Foto: Weekend Magazin

Seit 2010 rollt der Crossover bereits auf den Straßen – höchste Zeit für ein kleines Auffrischungsprogramm. Frontal betrachtet fällt sofort das modernisierte Gesicht auf. Mit neuen Scheinwerfern und dem ­Hyundai-typischen hexagonalen Kühlergrill steht der ix20 gleich ein bisschen sportlicher da. Auch der Hintern durchlief ein kleines Facelift, die LED-Heckleuchten (in der Top-Ausstattung „Premium“ serienmäßig) ­stehen dem Koreaner wirklich gut. Das 2015er-Modell wurde zudem mit neuen ­Felgen bestückt.

Da passt viel rein

An den Abmessungen wurde nichts geändert. Wozu auch? Vier Meter Länge, 1,8 Meter Breite und 1,6 Meter Höhe sind mehr als ausreichend. Die Platzverhältnisse im Innenraum sind nicht nur vorne großzügig. So einen langen Radstand (2,6 Meter) findet man ansonsten nur in größeren C-Segment-Fahrzeugen. Und dieser kommt vor allem den rückwärtigen Passagieren zugute. Großgewachsene Mitreisende brauchen ihre Füße nicht zusammenklappen, die Rücksitzbank lässt sich nämlich um 13 Zentimeter in der Länge verschieben. Unser Testauto war zusätzlich mit einem Panorama-Glasschiebedach ausgestattet. Dieses sorgt neben Lichtdurchflutung für noch mehr Größe. Was packt der ix20 hinten alles rein? Mit 440 Litern im „Normalzustand“ ist das Kofferraumvolumen beachtlich. Und die zweite Sitzreihe lässt sich komplett umlegen, so steigt der Stauraum auf fast 1.500 Liter. 

Die Kommandozentrale

Nachdem wir gemütlich in unserem Testauto Platz genommen haben, wird unser Augenmerk sofort auf die Mittelkonsole gelenkt. Die Ausstattungslinie „Premium“ punktet nicht nur mit mehr Komfort, sondern auch mit coolen Anzeigen. Absolut top: das schnelle Koppeln mit dem Smartphone. Man braucht sich nicht durch unzählige Menü-Punkte am 6, 5 Zoll großen Touchscreen drücken. Einfach das Telefonsymbol anklicken – und ruck zuck wird die Verbindung aufgebaut. Auch der große runde Knopf zur Steuerung der Klimaautomatik gefällt uns. Neben dem Navi ist natürlich auch eine Rückfahrkamera mit an Bord. Das Design der Rundinstrumente ist ebenfalls stimmig, alles übersichtlich angeordnet und einfach zu bedienen. Doch was uns wirklich begeistert, ist die Sitzheizung. Sie heizt nicht nur schnell auf, sie wärmt auch den ­Rücken. Dieser Genuss ist  ja normalerweise eher der Premium-Preisklasse vorbehalten.

Und so fährt er sich

Unter der Haube unseres Test-Diesels verstecken sich eine 1,6- Liter-Maschine, vier Zylinder und 115 Pferde. Ob in der Stadt oder auf der Freilandstraße unterwegs, der ix20 ist ein angenehmer Cruiser. Das Fahrwerk ist gut abgestimmt, die Schaltwege (6-Gang-Handschaltung) sind angenehm kurz. Kleinere Unebenheiten schluckt der ­Koreaner, eine Ausfahrt mit ihm ist gemütlich-komfortabel. Das Multifunktionslenkrad (Leder und beheizbar) liegt gut in der Hand, die Lenkung an sich könnte aber ruhig etwas direkter sein. Schon klar, der Hyundai ix20 ist keine Rennsemmel, doch auch beim flotteren Kurvenfahren macht der Asiate willig mit. Und was kostet der neue Hyundai ix20? Unser Testauto darf man für EUR 25.540,– mit nach Hause nehmen. Wer sich mit weniger Leistung und Komfort begnügt, der ist mit dem 1.4 CVVT Benziner bestens bedient. In der Ausstattungslinie „Life“ und mit 90 PS ist der kompakte Koreaner bereits ab EUR 15.990,– zu haben.

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