Großer Kleiner: Mazda CX-3 AWD im Weekend-Test

Innen und außen. Das sportliche, rote Früchtchen von Mazda sieht nicht nur äußerlich gut aus, sondern überrascht mit einem hochwertigen Cockpit.

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Straffes Fahrwerk, knackige Schaltung und für diese Klasse ausgesprochen viele Fahrassistenten. Foto: Weekend Magazin

Tür auf und rein in das Klein-SUV. Die Erwartungen ans Cockpit sind in der Regel in der Kleinwagenklasse eher weiter unten angesetzt. Aber: Da knallen uns die Japaner doch tatsächlich einen Arbeitsplatz vor die Nase, der positiv überrascht. Alleine das Armaturenbrett als „Brett“ zu benennen, ist fast eine Beleidigung. Da findet sich in der Revolution-Ausstattung gar weißes Leder mit Ziernähten. Gut „getarnter“ Kunststoff, rotes Leder im Bereich der Mittelkonsole und zum Drüberstreuen auch noch zweifarbige Lederausstattung mit roten Applikationen. Also nochmal die Tür auf und am Heck nachsehen, ob da wirklich CX-3 steht, denn Mazdas SUV baut ja auf der Plattform des Mazda2 auf – eines Kleinwagens. Die innere Größe gilt übrigens auch für die Technik. Immerhin klappt da ein Head-up-Display auf. Geschwindigkeit oder Abstandshalter werden hier abgelesen.

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Die "Kleinwagenklasse" zeigt Zähne. Hartplastikwüsten der Vergangenheit sind eben auch Vergangenheit. Foto: Weekend Magazin

Letzterer, ein radarunterstützter Tempomat mit Abstandsregelung, findet sich in der Regel in keinem Auto der Kleinwagenklasse! Dann haben wir noch den 7-Zoll-Touchscreen, der sich zusätzlich mit einem Dreh-Drück-Regler steuern lässt. Die Rückfahrkamera ist auch mit an Bord. Spurwechselassistent und „adaptives Kurvenlicht“ runden das Paket ab. Heißt vereinfacht ausgedrückt: Da ist einiges drinnen im CX-3. Woran erkennt also der erfahrene Mensch, dass es sich um ein Klein-SUV handelt?

Designerhappen

Am ehesten an den Platzverhältnissen. Im CX-3 lässt es sich zwar auf den vorderen Rängen gut leben, aber auf den Rücksitzen ist es etwas eng. Dort ist auch die Kopffreiheit leicht eingeschränkt, weil das Dach coupéartig nach hinten gezogen ist, was aber dem Design kräftig auf die Sprünge hilft. Unser japanischer Freund wirkt äußerst sportlich und passt brutal gut ins österreichische Straßenbild. Anders ausgedrückt: Was Schöneres in dieser Klasse wird sich kaum finden! Schon gar nicht in Sachen Farbe. Das Metallic-Rot hat so manchem Passanten gefallen. Zurück zur Größe: Im Kofferraum verschwinden 350 bis 1.360 Liter – ein doppelter Boden ist vorhanden.

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Das Heck wirkt fast coupéartig ­– dadurch ist allerdings die Kopffreiheit auf den Rücksitzen etwas eingeschränkt. Vorne passt alles. Foto: Weekend Magazin

Daten und andere Dinge

Das Fahrwerk ist überraschend straff angelegt – dazu ein Schuss Sportlichkeit –, lässt aber schon mal eine Bodenwelle durch. Dafür sind Kurven ein Freund des CX-3. Überhaupt ist der Kleine extrem wendig. Immerhin beschleunigen die 150 PS des Vierzylinder-Benziners  den Japaner in flotten 8,7 Sekunden auf 100 km/h. Die Spitze liegt bei stolzen 200 Stundenkilometern. Die zwei Liter Hubraum machen sich übrigens sehr gut. Dazu kommt eine knackige Schaltung. Dass das Klein-SUV wenig verbraucht, hatten wir schon erwartet, denn auch der große Bruder (CX-5) ist da eine Benziner-Benchmark. Im Schnitt sind es 6,4 Liter laut Datenliste. Im Alltag waren es (Allrad an Bord) 7,5, ohne das SUV zu tragen. Sehr brav! Fazit: Der CX-3 ist ein absolut empfehlenswertes Klein-SUV. Besonders viel Liebe liegt in der Cockpitgestaltung. Das Design ist ohnehin gelungen und die Ausstattungsliste sind wir eine Klasse höher gewohnt. Mit einem Startpreis von EUR 17.990,– (2WD) wird der CX-3 viele Freunde finden. Die Allrad­variante startet ab EUR 26.190,–.