Schneller als Bugatti Veyron: Ultima Evolution

Britisches Fliegengewicht trifft amerikanischen Kompressor-V8: Der Ultima Evolution verspricht mehr Performance als ein Bugatti Veyron. Zu einem Zehntel des Preises. Muss man jetzt Angst kriegen? Aber ja!

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Das ist der britische Super-Wagen Ultima Evolution. Sie kann es in Sachen Geschwindigkeit mit dem Bugatti Veyron aufnehmen, kostet aber ein Zehntel Foto: Bugatti
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Der Ultima Evolution orientiert sich an den Gruppe-C-Rennern von Le Mans Foto: Bugatti
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Im Topmodell treffen 1.033 PS auf gerade mal 950 Kilo. Umgerechnet kostet der Top-Ultima etwa 130.000 Euro Foto: Bugatti
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Abgefahrene Türen dürfen bei einem Supercar wie dem Ultima Evolution nicht fehlen Foto: Bugatti
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Im Heck thront ein 6,8-Liter-Kompressor-V8 von Chevrolet Foto: Bugatti
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Der Ultima Evolution ist auch als offene Version zu haben Foto: Bugatti
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Die Einrichtung ist zweckmäßig. Spielereien wie ein Infotainmentsystem, eine Rückfahrkamera oder eine Frontscheibenheizung sind aber erhältlich Foto: Bugatti
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Dank 1.033 PS und 1.247 Newtonmeter geht es in 4,9 Sekunden auf 160 km/h Foto: Bugatti
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Der Ultima Evolution steht auf 18-Zoll-Felgen mit Michelin-SP2-Bereifung. Die Bremse stammt von AP-Racing Foto: Bugatti
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Das manuelle Sechgang-Transaxle-Getriebe steuert Porsche bei Foto: Bugatti

Es scheint, als wäre die Jagd nach absurden Beschleunigungsrekorden neu eröffnet. Schuld ist der britische Sportwagenbauer Ultima oder besser sein neuestes Erzeugnis namens Ultima Evolution. Für alle Nicht-Hardcore-Enthusiasten: Ultima baut seit nunmehr 15 Jahren die Modelle GT-R und Can-Am. Sie sind den Le-Mans-Gruppe-C-Boliden nachempfunden und wirklich sehr schnell. Dass die beiden Fahrzeuge nun durch etwas mit dem Namen "Evolution" ersetzt werden, deutet nicht unbedingt auf eine gemütlichere Gangart hin. Wie ungemütlich die Dinge werden, hat man als Ultima-Kunde allerdings zu großen Teilen selbst in der Hand. Den Evolution gibt es nämlich in gleich 15 Leistungsstufen. Allen gemeinsam ist ein Chevrolet-LS-V8-Motor.

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Abgefahrene Türen dürfen bei einem Supercar wie dem Ultima Evolution nicht fehlen Foto: Bugatti

Schneller als ein Bugatti Veyron

Los geht's bei umgerechnet knapp 52.000 Euro für die 350-PS-Variante. Die muss man dann allerdings selbst zusammenbauen. Wer - aus verständlichen Gründen - lieber bauen lässt, zahlt gut 90.000 Euro. Wesentlich spektakulärer wird es aber, wenn man sich das Topmodell der Evolution-Reihe zu Gemüte führt. Schließlich leistet sein 6,8-Liter-Kompressor-V8 satte 1.033 PS und 1.247 Newtonmeter. Angesichts eines Fahrzeuggewichts von 950 Kilo wirkt das ziemlich ambitioniert. Der Preis von umgerechnet 130.000 Euro scheint ebenfalls kompetitiv. Wir halten fest: Der Ultima Evolution ist halb so schwer wie ein Bugatti Veyron und kostet in etwa ein Zehntel. Auch bei den Fahrleistungen hält er ordentlich mit. Trotz Hinterradantrieb, Schaltgetriebe und der Absenz der meisten elektronischen Helferlein. Laut Ultima fliegt der Evolution in 2,3 Sekunden auf 60 mph (96 km/h), die 160-km/h-Marke ist nach 4,9 Sekunden durchbrochen und bis 240 vergehen gerade mal 8,9 Sekunden. Die Viertelmeile frisst der Evo in 9,2 Sekunden bei knapp über 250 km/h und Null-160-km/h-Null schafft er in 8,8 Sekunden - eine Sekunde schneller als der Veyron. Vin Diesel und die Fast&Furious-Kollegen könnten sich mit der Briten-Flunder also wohl ebenfalls anfreunden.

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Die Einrichtung ist zweckmäßig. Spielereien wie ein Infotainmentsystem, eine Rückfahrkamera oder eine Frontscheibenheizung sind aber erhältlich Foto: Bugatti

Navi und Rückfahrkamera

Lediglich bei der Höchstgeschwindigkeit von 386 km/h müssten sie Abstriche gegenüber dem teuersten VW oder Hennesseys Venom GT machen. Immerhin gibt es die Wahl zwischen einem Coupé und einem Speedster-ähnlichen Cabrio. Unter dem spärlichen Blech hat sich der Ultima über die Jahre stark weiterentwickelt. Um die Reifen nicht einen plötzlichen 1.033-PS-Tod sterben zu lassen, der einen zwangsläufig baumwärts befördert, ist der Evolution mit einem "von Grund auf verbesserten Chassis-Design" unterwegs, das zu den steifsten im Segment gehören soll. Fast noch irrer als die Leistung des Ultima Evolution ist die Tatsache, dass man ihn mit Infotainmentsystem, Navigation, Bluetooth, Rückfahrkamera und Frontscheibenheizung bekommt. Ziemlich "pur" wirkt das Interieur aber dennoch. Dafür ist der Evolution aber auch wesentlich günstiger als vergleichbar schnelle Supersportwagen. Ob er so viele Kinderzimmer-Wände schmücken wird wie ein Bugatti Veyron, ist eine andere Frage.

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