Opel Tigra Twintop: Wo liegen seine Stärken?

Bis 2009 wurde der Opel Tigra Twintop produziert und sollte spaßfreudige Fahrer ansprechen. Doch nicht alles daran stößt auf reine Begeisterung. Sind die Kritikpunkte auch gerechtfertigt? Was ein kurzer Check brachte.

In rund 19 Sekunden verschwindet das Verdeck des Tigra Twintop - Cover
In rund 19 Sekunden verschwindet das Verdeck des Tigra Twintop Foto: Opel

Beim Fahrwerk ist ein wenig Leidensfähigkeit gefordert, denn Federn und Dämpfer fallen laut dem "Tüv-Report 2015" bei der Kfz-Hauptuntersuchung öfter unangenehm auf. Auch die Lenkung ist nicht immer fehlerfrei, die Spurstangen sind vor allem bei älteren Modellen oft mangelhaft. Bei jungen Autos ist es hingegen die Fußbremse, die öfter moniert wird als bei anderen Modellen im gleichen Alter. Tigra-Besitzer beschweren sich laut dem "Tüv-Report" außerdem über Undichtigkeiten am hydraulischen Faltdach.

Generatoren und Anlasser anfällig

In den ersten Baujahren führte der deutsche ADAC den Tigra Twintop noch in der Pannenstatistik, ab 2007 waren die Zulassungszahlen dann aber so niedrig, dass allgemeingültige Aussagen schwer zu treffen sind. Probleme mit dem Verdeck tauchten im Baujahr 2005 öfter auf, auch Makel am automatisierten Schaltgetriebe. Bei den Baujahren 2006 bis 2009 gingen die Generatoren öfter kaputt, 2006 auch die Anlasser. Entladene Batterien waren beim Baujahr 2007 auffällig.

Großes Platzangebot

Mit dem offiziellen Vorgänger Opel Tigra, der bis 2001 gebaut wurde, hatte der Tigra Twintop nur noch den ersten Namensteil gemeinsam. Das kleine Coupé, das auf dem Corsa B basierte, lässt sich nicht öffnen. Beim Twintop hingegen verschwindet das Verdeck zum Teil hinter den Sitzen, so dass noch 167 Liter Kofferraumvolumen bleiben. Geschlossen passen sogar fast 330 Liter hinein, zuzüglich 53-Liter-Staufach hinter den Sitzen.

Verfügbare Modelle

Zwei Benziner und einen Diesel - mehr Motoren gibt es im Tigra Twintop nicht. Der kleine Benziner schöpft 66 kW/90 PS aus 1,4 Litern Hubraum, der größere leistet 92 kW/125 PS und verfügt über 1,8 Liter Hubraum. Der Diesel, der bis 2008 gebaut wurde, ist mit seinen 1,3 Litern, die sich auf vier Zylinder verteilen gut für 51 kW/70 PS. Nur den kleinen Benziner gibt es mit automatisiertem Schaltgetriebe.

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