Mercedes-AMG startet durch: Elf komplett neue Modelle bis 2020

Tobias Moers, Chef von Mercedes-AMG, hat hochgesteckte Ziele: Der derzeitige Absatz soll verdoppelt werden. Möglich machen es neue Modelle und eine "AMG Sport"-Linie, die im GLE Coupé debütiert.

Mercedes-AMG startet durch_4 - Cover
Das heißeste Eisen aus Affalterbach ist derzeit der Mercedes-AMG GT Foto: Mercedes

Tobias Moers, Chef von Mercedes-AMG, sitzt in einer Rakete. Zumindest geht seine Firma ähnlich ab: Deutlich über 40.000 verkaufte Fahrzeuge dürften es dieses Jahr werden. In den kommenden Jahren sollen es noch viel mehr werden, denn Moers will die nächste Stufe einer Wachstumsstrategie zünden. Das Ziel: In den nächsten drei Jahren soll der Absatz von 2013 mehr als verdoppelt werden, was rund 70.000 Fahrzeuge bedeutet.

Mercedes-AMG startet durch_1
In Detroit debütieren im Januar 2015 das Mercedes GLE Coupé und die C-Klasse als "AMG Sport"-Version Foto: Mercedes

Flotte Zwischenlösung

Wie möchte Moers das erreichen? Schon vor geraumer Zeit ist man mit dem A 45 AMG und dessen Ablegern erstmals in die Kompaktklasse eingestiegen. Bis 2020 kommen darüber hinaus elf komplett neue Mercedes-Modelle ohne Vorgänger auf den Markt, von denen neun einen AMG-Ableger erhalten. Ähnlich, wie es die M GmbH von BMW mit ihren M-Performance-Modellen praktiziert, wird auch Mercedes-AMG schon bald Fahrzeuge vorstellen, die auf bekannten Motorisierungen aufbauen. Diese werden optisch wie technisch recht moderat aufgemöbelt, wodurch sie aber auch günstiger als "echte" AMG-Modelle sind.

Mercedes-AMG startet durch_3
Ganz frisch ist der Mercedes CLA 45 AMG Shooting Brake Foto: Mercedes

Premiere für GLE und C-Klasse in Detroit

Die ersten beiden Fahrzeuge der "AMG Sport" genannten Produktlinie debütieren im Januar 2015 auf der Automesse in Detroit. Nummer Eins ist ein entsprechender Ableger des brandneuen Mercedes GLE Coupé, Nummer Zwei sehr wahrscheinlich ein C 450 AMG Sport mit 367 PS, der auf dem 333 PS starken C 400 basiert. Die "Light-Modelle" von Mercedes-AMG verfügen nicht nur über mehr PS, sondern auch über serienmäßigen Allradantrieb sowie spezielle Fahrwerkskomponenten und Bremsanlagen. Netter Nebeneffekt: Die AMG-Sport-Linie soll auch den Flottenverbrauch senken. Derzeit größter AMG-Absatzmarkt sind die USA mit 25 Prozent, auf Deutschland entfallen zehn Prozent. Große Hoffnungen setzt Moers aber auf den Wachstumsmarkt China.